Israel

Israel auf einen Blick

Hauptstadt: Jerusalem
Einwohner: ca. 10,1 Mio.

Fläche: 22.145 km²

Historische Besonderheiten: Zentraler Schauplatz jüdischer, christlicher und islamischer Geschichte.

Touristische Besonderheiten: Jerusalem, Tel Aviv, Totes Meer, Galiläa, Negev und archäologische Stätten.

Israel verbindet markante Landschaftsräume mit einer eigenständigen Kultur- und Alltagsgeschichte. Die nachfolgenden Ortsseiten führen zu Städten, Regionen und Sehenswürdigkeiten und erleichtern die thematische Reiseplanung.

Israel liegt am östlichen Mittelmeer und vereint auf engem Raum sehr unterschiedliche Landschaften. Entlang der Küste erstreckt sich eine dicht besiedelte mediterrane Ebene mit Städten wie Tel Aviv und Haifa. Weiter östlich folgen Hügelländer, das zentrale Bergland und der Jordangraben mit dem See Genezareth und dem Toten Meer. Im Süden prägt die Negev-Wüste das Land; ganz im Süden erreicht Israel bei Eilat das Rote Meer.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Israel gehört zu den ältesten dauerhaft besiedelten Kulturräumen der Welt. Seine Lage zwischen Ägypten, Mesopotamien und dem Mittelmeer machte die Region bereits in der Antike zu einem wichtigen Durchgangs- und Handelsraum. Kanaanäische Stadtstaaten, die Königreiche Israel und Juda sowie Jerusalem als religiöses Zentrum prägten die frühe Geschichte. Der Erste Tempel wurde nach biblischer Überlieferung im 10. Jahrhundert v. Chr. errichtet und 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört.

Nach persischer und hellenistischer Herrschaft geriet die Region unter römischen Einfluss. Jerusalem und der Zweite Tempel spielten weiterhin eine zentrale Rolle im Judentum, bis der Tempel im Jahr 70 n. Chr. von römischen Truppen zerstört wurde. In der Spätantike gehörte das Land zum Byzantinischen Reich und entwickelte sich zugleich zu einem bedeutenden Zentrum des frühen Christentums. Zahlreiche Kirchen, Klöster und Pilgerstätten entstanden in Jerusalem, Bethlehem, Nazareth und Galiläa.

Ab dem 7. Jahrhundert wechselten sich islamische Kalifate, Kreuzfahrer und muslimische Dynastien als Herrscher ab. Jerusalem blieb für Judentum, Christentum und Islam von herausragender religiöser Bedeutung. Von 1517 bis zum Ersten Weltkrieg gehörte die Region zum Osmanischen Reich. Danach stand sie als britisches Mandatsgebiet unter britischer Verwaltung.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert nahm die jüdische Einwanderung zu, getragen unter anderem von der zionistischen Bewegung. Nach dem Ende des britischen Mandats wurde 1948 der Staat Israel gegründet. Die Staatsgründung war von Krieg, Flucht und Vertreibung begleitet und bildet bis heute einen zentralen Bezugspunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts. Die politische Geschichte des Landes ist seither eng mit seinen arabischen Nachbarn, den Palästinensergebieten und wiederkehrenden Friedens- und Konfliktphasen verbunden.

Sehenswürdigkeiten

Jerusalem ist das wichtigste historische und religiöse Reiseziel des Landes. Die von Mauern umgebene Altstadt gliedert sich traditionell in das jüdische, christliche, muslimische und armenische Viertel. Zu den bedeutendsten Orten gehören die Klagemauer, der Tempelberg mit Felsendom und al-Aqsa-Moschee, die Grabeskirche und die Via Dolorosa. Außerhalb der Altstadt liegen unter anderem der Ölberg, die Gedenkstätte Yad Vashem und das Israel-Museum mit dem Schrein des Buches.

Tel Aviv steht für die moderne Seite Israels. Die Stadt besitzt lange Strände, eine lebendige Gastronomie- und Kulturszene sowie ein umfangreiches Ensemble moderner Architektur im internationalen Stil, das als „Weiße Stadt“ zum UNESCO-Welterbe gehört. Direkt südlich schließt sich das historische Jaffa mit seinem alten Hafen, engen Gassen, Galerien und Aussichtspunkten über die Küste an.

Haifa zieht sich an den Hängen des Karmelgebirges hinauf. Wahrzeichen der Stadt sind die terrassenförmig angelegten Bahai-Gärten mit dem Schrein des Bab. Von den oberen Stadtteilen bieten sich weite Blicke über Hafen und Mittelmeer. In der Umgebung liegen das Karmelgebirge, das Künstlerdorf En Hod und mehrere Naturreservate.

Im Norden zählen Akko und Caesarea zu den wichtigsten historischen Orten. Die Altstadt von Akko bewahrt Festungsanlagen, unterirdische Kreuzfahrerhallen, Moscheen und einen alten Hafen. Caesarea war eine bedeutende römische Hafenstadt; erhalten sind unter anderem Theater, Hippodrom, Aquädukt und Reste der antiken Hafenanlagen. In Galiläa liegen außerdem Nazareth, der See Genezareth und zahlreiche Stätten, die mit der Geschichte des frühen Christentums verbunden sind.

Zu den eindrucksvollsten Landschaftszielen gehören das Tote Meer, die Festung Masada und die Judäische Wüste. Masada liegt auf einem isolierten Felsplateau über dem Toten Meer und ist sowohl archäologisch als auch symbolisch von großer Bedeutung. In der Umgebung bieten sich Wanderungen durch Wadis und Oasen wie En Gedi an.

Der Negev prägt den Süden des Landes. Besonders markant ist der Ramon-Krater bei Mitzpe Ramon, ein großer Erosionskessel mit Aussichtspunkten, Wanderwegen und Wüstenlandschaften. Weiter südlich liegt Eilat am Roten Meer. Die Region ist bekannt für Korallenriffe, Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten sowie Ausflüge in die umliegenden Wüstenberge.

Orte und besuchte Ziele

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  • Haifa
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Lauf Tel Aviv

  • Entfernung 8 km
  • Zeit 2 h 5 min
  • Geschwindigkeit 4.0 km/h
  • Min altitude 0 m
  • Peak 0 m
  • Anstieg 116 m
  • Abstieg 114 m
19. August 2026 08:08
JT