Südkorea liegt im Süden der koreanischen Halbinsel und ist geografisch klar zweigeteilt: Ein überwiegend bergiges Rückgrat (vor allem Taebaek- und Sobaek-Gebirge) trifft auf vergleichsweise schmale Tiefland- und Küstenräume, in denen sich die meisten großen Städte und Agrarflächen konzentrieren. Wichtige Flüsse wie Han, Geum und Nakdong entwässern zwischen den Gebirgszügen in Richtung West- bzw. Südküste und bilden die zentralen Siedlungs- und Wirtschaftsachsen.
Historisch reicht der „lange Faden“ von frühen Staatsbildungen und der Zeit der Drei Königreiche über die Reiche Goryeo und insbesondere Joseon, die Verwaltung, Bildung und Kultur stark prägten. Im 20. Jahrhundert folgten die japanische Kolonialherrschaft (1910–1945), die Teilung der Halbinsel nach 1945 und der Koreakrieg (1950–1953) – Ereignisse, die bis heute Politik, Gesellschaft und Sicherheitslage der Region bestimmen.
Als bekannte Reiseziele gelten Seoul (Paläste, Museen, moderne Stadtlandschaft), Busan (Hafenstadt, Strände und Küstenkultur), die Vulkaninsel Jeju (Lavaformen, Küste, Hallasan-Region) sowie Gyeongju als „historisches Freilichtmuseum“ der Silla-Zeit. Für Natur stehen Nationalparks wie Seoraksan hoch im Kurs; für Zeitgeschichte sind Ausflüge in Richtung DMZ ein prägendes, aber auch sensibleres Thema.