Lissabon

Lissabon ist die Hauptstadt Portugals und liegt an der breiten Mündung des Tejo in den Atlantik. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Hügel und verbindet historische Viertel, Aussichtspunkte, Hafenanlagen und moderne Stadtbereiche. Typisch sind die gelben Straßenbahnen, mit Azulejos geschmückte Fassaden und die engen Gassen der Alfama.

Geschichte

Die Lage am Tejo machte Lissabon früh zu einem bedeutenden Handelsplatz. Nach römischer und maurischer Herrschaft wurde die Stadt 1147 im Zuge der Reconquista erobert. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sie sich zum Zentrum der portugiesischen Entdeckungsfahrten und des Überseehandels. Das schwere Erdbeben von 1755 zerstörte große Teile der Stadt; der Wiederaufbau unter dem Marquês de Pombal prägte besonders die Baixa. Im 20. Jahrhundert spielte Lissabon eine zentrale Rolle beim Übergang von der Diktatur zur Demokratie während der Nelkenrevolution von 1974.

Sehenswürdigkeiten

Zu den wichtigsten Zielen gehören die Altstadtviertel Alfama, Baixa, Chiado und Bairro Alto, das Castelo de São Jorge sowie die Aussichtspunkte Miradouro de Santa Luzia und Miradouro da Senhora do Monte. Im Stadtteil Belém liegen der Torre de Belém, das Hieronymitenkloster und das Entdeckerdenkmal. Sehenswert sind außerdem die Praça do Comércio, der Elevador de Santa Justa, die Kathedrale Sé und das moderne Gelände der Expo 1998 mit dem Oceanário.

Besuch

Die historischen Viertel lassen sich gut zu Fuß erkunden, allerdings sind viele Wege steil und mit Kopfsteinpflaster versehen. Straßenbahn, Metro, Busse und Aufzüge verbinden die einzelnen Stadtteile. Für Belém sollte ein eigener halber Tag eingeplant werden; für die Altstadt und die Aussichtspunkte sind mindestens zwei weitere Tage sinnvoll.

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