Shanghai

Shanghai liegt an Chinas Ostküste im Jangtse-Delta, zwischen der Mündung des Jangtse im Norden und der Hangzhou-Bucht im Süden; das Stadtgebiet ist überwiegend flach und wird vom Huangpu-Fluss als innerer Wasserachse geprägt. Diese Lage am Übergang von Binnenwasserwegen zur See ist der Grund, warum Shanghai sich zu einem der wichtigsten Handels- und Hafenräume des Landes entwickeln konnte.

Historisch wurde Shanghai im 19. Jahrhundert als Vertragshafen geöffnet; in der Folge entstanden ausländisch geprägte Konzessionsgebiete (u. a. das Shanghai International Settlement), die Stadtplanung, Architektur und Wirtschaftsstrukturen stark beeinflussten. Im 20. Jahrhundert wurde Shanghai dann zum Symbol urbaner Moderne und Industrialisierung in China; der enorme Entwicklungsschub seit den Reformjahren ist bis heute besonders gut am Kontrast zwischen historischer Uferbebauung und neuer Skyline ablesbar.

Als klassische Ziele gelten The Bund (Uferpromenade mit einer dichten Reihe historischer Gebäude in verschiedenen westlichen Stilen) und gegenüber in Pudong die moderne Hochhauszone. Für „Altstadt“-Kontrast steht der Yu-Garten (Yuyuan), eine Anlage aus der Ming-Zeit (Beginn 1559, Fertigstellung 1577) im Umfeld der traditionellen City-God-Temple-Gegend. Dazu passen Spaziergänge in der ehemaligen French Concession (Bouleards, Platanen, frühes 20. Jh.), sowie Museen und Stadtgeschichte rund um die Ufer- und Hafenentwicklung – Shanghai ist eben weniger „eine Sehenswürdigkeit“, sondern eine Stadt, die ihre Epochen nebeneinander ausstellt.

6. Januar 2026

Shanghai

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Nanjing

Nanjing liegt in Jiangsu im unteren Jangtse-Raum und gehört geografisch zu den großen Ebenen- und Flusslandschaften Ostchinas – strategisch günstig am Wasserweg und nahe wichtiger Verkehrsachsen. Diese Lage hat die Stadt über Jahrhunderte zu einem politischen und wirtschaftlichen Knotenpunkt gemacht.

Geschichtlich ist Nanjing eine echte „Hauptstadtstadt“: In verschiedenen Epochen war sie Regierungssitz, besonders prägend als Hauptstadt der frühen Ming-Dynastie (mit dem großen Ausbau von Palastanlagen und der massiven Stadtbefestigung). Im 20. Jahrhundert war Nanjing zudem Hauptstadt der Republik China (in der Zwischenkriegszeit) und ist untrennbar mit dem Trauma des Nanjing-Massakers 1937/38 verbunden, das bis heute eine zentrale Rolle in der Erinnerungskultur spielt. 

Als Reiseziele sind die Nanjing City Wall und das Zhonghua Gate (eines der eindrucksvollsten historischen Stadttore) top, weil man hier Stadtgeschichte buchstäblich „begehen“ kann. Dazu passt am Purple Mountain das Sun-Yat-sen-Mausoleum (Zhongshan Ling) als Schlüsselort der chinesischen Moderne. Für Atmosphäre und Altstadtgefühl stehen Qinhuai-Fluss und der Konfuzius-Tempel (Fuzimiao), besonders abends, wenn die Uferbereiche belebt sind.

6. Januar 2026

Nanjing

Peking

Peking (Beijing) liegt am Nordrand der Nordchinesischen Ebene, dort wo sich die offene Ebene nach Norden und Westen an Bergzüge anlehnt (u. a. Richtung Yanshan/Taihang). Diese Lage macht die Stadt zugleich zum Verkehrsknoten zwischen Küstenebene und Binnenland – und erklärt, warum Befestigungen und Passrouten im Umland historisch so wichtig waren (die Chinesische Mauer folgt hier oft dem rauen Relief nördlich der Stadt). Wikipedia+2Wikipedia+2

Geschichtlich ist Peking vor allem Hauptstadtgeschichte: Unter der Yuan-Dynastie wurde die Stadt als Dadu zur Metropole ausgebaut; in der Ming-Zeit wurde sie ab dem frühen 15. Jahrhundert zur kaiserlichen Hauptstadt gemacht, und die Verbotene Stadt entstand als zentraler Macht- und Hofkomplex (Bau 1406–1420, später Herrschaftszentrum auch der Qing). Im 20. Jahrhundert wurde Peking 1949 wieder Hauptstadt – als politisches Zentrum der Volksrepublik China. Wikipedia+2Wikipedia+2

Als Reiseziele stehen die „großen Achsen“ der Stadt im Vordergrund: die Verbotene Stadt (UNESCO), der Himmelstempel (UNESCO) und der Sommerpalast (UNESCO) zeigen sehr unterschiedliche Seiten kaiserlicher Repräsentation – vom Regierungskomplex über Staatsrituale bis zur Garten- und Landschaftsarchitektur. Dazu kommen Ausflüge zur Großen Mauer in den nördlichen Bergregionen (UNESCO) sowie Stadträume wie traditionelle Hutong-Viertel als Kontrast zur modernen Megacity.

Die Chinesische Mauer ist im Umland der Stadt nicht nur „Fotomotiv“, sondern historisch ein echtes Schutz- und Kontrollsystem für die Zugänge aus dem Norden: Entlang der Bergzüge nördlich von Peking sicherte sie über Jahrhunderte Pässe, Täler und Verkehrswege, ergänzt durch Wachtürme, Signalstationen und Festungen. Viel von dem, was man heute bei Peking sieht, stammt aus der Ming-Zeit und ist entsprechend massiv ausgebaut – eher „Stein- und Ziegel-Infrastruktur“ als romantische Ruine.

Für Besucher sind die Abschnitte unterschiedlich „erlebbar“: Badaling ist am leichtesten erreichbar (dafür oft gut besucht), Mutianyu gilt als landschaftlich sehr schön und gut restauriert, während Jinshanling und Simatai rauer wirken und mehr „Mauergefühl“ vermitteln. 

6. Januar 2026

Peking

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