Griechenland ist geografisch stark vom Meer geprägt: Ein großer Festlandteil mit Gebirgen (Pindos als „Rückgrat“) und sehr lange, stark gegliederte Küsten trifft auf mehrere Tausend Inseln in Ägäis und Ionischem Meer. Viele Regionen sind trocken-heiß im Sommer und mild-feucht im Winter (typisches Mittelmeerklima), während Höhenlagen deutlich kühler sein können. Diese Kombination aus Bergen, kleinen Ebenen und Inselräumen hat seit der Antike beeinflusst, wo Städte entstanden, wie Handel funktionierte – und warum Griechenland historisch eher aus vielen Zentren als aus einem einzigen Kernraum bestand.
Geschichtlich beginnt der „lange Bogen“ mit den bronzezeitlichen Kulturen (Minoer auf Kreta, Mykener auf dem Festland), gefolgt von der klassischen Poliswelt (Athen, Sparta) und dem Aufstieg Makedoniens unter Philipp II. und Alexander dem Großen. Danach wurde Griechenland Teil des römischen Reiches und später des Oströmischen Reiches (Byzanz), was Sprache, Religion (orthodoxes Christentum) und Kultur nachhaltig prägte. Ab dem 15. Jahrhundert stand ein Großteil des Landes unter osmanischer Herrschaft; die Unabhängigkeit wurde im 19. Jahrhundert erkämpft (Griechischer Unabhängigkeitskrieg ab 1821). Im 20. Jahrhundert folgten Kriege, Besatzung im Zweiten Weltkrieg, Bürgerkrieg und schließlich der Übergang zur heutigen Republik (ab 1974); seit 1981 ist Griechenland Mitglied der Europäischen Gemeinschaft bzw. EU.
Als Reise- und Urlaubsziele gelten Athen mit Akropolis und Museen, Delphi als religiöses Zentrum der Antike und Olympia als historischer Ort der Spiele. Inselklassiker sind Santorin und Mykonos (Kykladen), Rhodos (Dodekanes), Kreta (Minoische Stätten, Berge, Strände) sowie Korfu im Ionischen Meer. Landschaftlich bekannt sind Meteora mit den Klöstern auf Felstürmen, die Vikos-Schlucht im Epirus, der Peloponnes (u. a. Mykene, Epidauros) und die Küstenregionen um Chalkidiki oder Nafplio – je nachdem, ob man eher Kultur, Wandern oder Badeurlaub sucht.