Peking

Peking (Beijing) liegt am Nordrand der Nordchinesischen Ebene, dort wo sich die offene Ebene nach Norden und Westen an Bergzüge anlehnt (u. a. Richtung Yanshan/Taihang). Diese Lage macht die Stadt zugleich zum Verkehrsknoten zwischen Küstenebene und Binnenland – und erklärt, warum Befestigungen und Passrouten im Umland historisch so wichtig waren (die Chinesische Mauer folgt hier oft dem rauen Relief nördlich der Stadt). Wikipedia+2Wikipedia+2

Geschichtlich ist Peking vor allem Hauptstadtgeschichte: Unter der Yuan-Dynastie wurde die Stadt als Dadu zur Metropole ausgebaut; in der Ming-Zeit wurde sie ab dem frühen 15. Jahrhundert zur kaiserlichen Hauptstadt gemacht, und die Verbotene Stadt entstand als zentraler Macht- und Hofkomplex (Bau 1406–1420, später Herrschaftszentrum auch der Qing). Im 20. Jahrhundert wurde Peking 1949 wieder Hauptstadt – als politisches Zentrum der Volksrepublik China. Wikipedia+2Wikipedia+2

Als Reiseziele stehen die „großen Achsen“ der Stadt im Vordergrund: die Verbotene Stadt (UNESCO), der Himmelstempel (UNESCO) und der Sommerpalast (UNESCO) zeigen sehr unterschiedliche Seiten kaiserlicher Repräsentation – vom Regierungskomplex über Staatsrituale bis zur Garten- und Landschaftsarchitektur. Dazu kommen Ausflüge zur Großen Mauer in den nördlichen Bergregionen (UNESCO) sowie Stadträume wie traditionelle Hutong-Viertel als Kontrast zur modernen Megacity.

Die Chinesische Mauer ist im Umland der Stadt nicht nur „Fotomotiv“, sondern historisch ein echtes Schutz- und Kontrollsystem für die Zugänge aus dem Norden: Entlang der Bergzüge nördlich von Peking sicherte sie über Jahrhunderte Pässe, Täler und Verkehrswege, ergänzt durch Wachtürme, Signalstationen und Festungen. Viel von dem, was man heute bei Peking sieht, stammt aus der Ming-Zeit und ist entsprechend massiv ausgebaut – eher „Stein- und Ziegel-Infrastruktur“ als romantische Ruine.

Für Besucher sind die Abschnitte unterschiedlich „erlebbar“: Badaling ist am leichtesten erreichbar (dafür oft gut besucht), Mutianyu gilt als landschaftlich sehr schön und gut restauriert, während Jinshanling und Simatai rauer wirken und mehr „Mauergefühl“ vermitteln. 

6. Januar 2026

Peking

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