Shanghai liegt an Chinas Ostküste im Jangtse-Delta, zwischen der Mündung des Jangtse im Norden und der Hangzhou-Bucht im Süden; das Stadtgebiet ist überwiegend flach und wird vom Huangpu-Fluss als innerer Wasserachse geprägt. Diese Lage am Übergang von Binnenwasserwegen zur See ist der Grund, warum Shanghai sich zu einem der wichtigsten Handels- und Hafenräume des Landes entwickeln konnte.
Historisch wurde Shanghai im 19. Jahrhundert als Vertragshafen geöffnet; in der Folge entstanden ausländisch geprägte Konzessionsgebiete (u. a. das Shanghai International Settlement), die Stadtplanung, Architektur und Wirtschaftsstrukturen stark beeinflussten. Im 20. Jahrhundert wurde Shanghai dann zum Symbol urbaner Moderne und Industrialisierung in China; der enorme Entwicklungsschub seit den Reformjahren ist bis heute besonders gut am Kontrast zwischen historischer Uferbebauung und neuer Skyline ablesbar.
Als klassische Ziele gelten The Bund (Uferpromenade mit einer dichten Reihe historischer Gebäude in verschiedenen westlichen Stilen) und gegenüber in Pudong die moderne Hochhauszone. Für „Altstadt“-Kontrast steht der Yu-Garten (Yuyuan), eine Anlage aus der Ming-Zeit (Beginn 1559, Fertigstellung 1577) im Umfeld der traditionellen City-God-Temple-Gegend. Dazu passen Spaziergänge in der ehemaligen French Concession (Bouleards, Platanen, frühes 20. Jh.), sowie Museen und Stadtgeschichte rund um die Ufer- und Hafenentwicklung – Shanghai ist eben weniger „eine Sehenswürdigkeit“, sondern eine Stadt, die ihre Epochen nebeneinander ausstellt.












































