Brügge liegt in Westflandern und ist geografisch eng mit dem Wasser verbunden: Ein Netz aus Grachten, Kanälen und alten Wasserläufen verbindet die Stadt mit dem Hinterland – historisch auch mit dem Zugang zur Nordsee über das Zwin. Heute gehört dazu der Küstenhafen Zeebrugge in der Nähe, während das historische Zentrum selbst kompakt und gut zu Fuß erschließbar ist.
Geschichtlich war Brügge im Spätmittelalter eine der wichtigsten Handels- und Finanzstädte Nordeuropas: Tuchhandel, internationale Kaufleute und ein dichtes Stadtnetz machten die Stadt zu einem Knotenpunkt, sichtbar bis heute in der monumentalen Bürgerarchitektur. Ab dem 15. Jahrhundert verlor Brügge durch das Versanden der Seezufahrt zunehmend an Bedeutung, wurde später aber wirtschaftlich und infrastrukturell wieder angebunden – und entwickelte sich im 20. Jahrhundert stark über Kultur, Denkmalpflege und Tourismus. Der mittelalterliche Stadtkern ist außergewöhnlich geschlossen erhalten und gilt als einer der bekanntesten historischen Stadträume Europas.
Zu den klassischen Zielen gehören der Markt mit dem Belfried, der Burgplatz mit dem gotischen Rathaus, die Heilig-Blut-Basilika, der Beginenhof (Begijnhof) und die Grachtenrouten rund um Rozenhoedkaai und Dijver. Kunstgeschichtlich lohnt das Groeningemuseum (flämische Malerei), dazu kommen Themen wie Spitzenhandwerk, Schokolade und Bierkultur (z. B. Stadtbrauerei). Wer den Radius erweitert: ein Abstecher nach Damme (altes Umland/Handelsweg) oder Richtung Zeebrugge für Küste und Hafenblick.


















































