Russland ist geografisch ein Extremfall: Es erstreckt sich über Europa und Asien; das Uralgebirge gilt dabei als klassische Trennlinie. Westlich davon liegen die großen Ebenen des europäischen Russlands, östlich davon dominieren die Westsibirische Tiefebene, gewaltige Wald- und Permafrostzonen sowie Hoch- und Gebirgsräume bis zum Pazifik. Prägend sind außerdem die riesigen Flusssysteme – allen voran Wolga, Ob, Jenissei und Lena – die Landschaftsräume, Besiedlung und Verkehr stark strukturieren.
Historisch entwickelte sich aus der Kiewer Rus ein Machtzentrum im Nordosten (Moskauer Großfürstentum), aus dem das Zarentum und später das Russische Imperium hervorgingen; im 20. Jahrhundert folgten Revolution und Sowjetunion, bevor 1991 die Russische Föderation entstand.
Als bekannte Reiseziele gelten Moskau (Kreml/Roten Platz) und Sankt Petersburg (Eremitage/Winterpalast) als historische Zentren, dazu Natur- und Fernziele wie der Baikalsee, Karelien, der Altai oder Kamtschatka mit Vulkanlandschaften; legendär als „Verbindungslinie“ quer durchs Land ist die Transsibirische Eisenbahn bis nach Wladiwostok.
Estland liegt im Nordosten Europas an der Ostsee und am Finnischen Meerbusen – geografisch wirkt es wie eine Mischung aus Küste, Wald und Wasser. Das Land ist flach bis sanft hügelig, stark von der letzten Eiszeit geprägt und reich an Mooren, Seen und langen Küstenabschnitten; dazu kommen über 2.000 Inseln (die größten sind Saaremaa und Hiiumaa). Durch die Lage zwischen Skandinavien, Russland und dem Baltikum war Estland historisch oft „Randlage“ – aber eben auch Schnittstelle für Handel, Militär und Kultur.
Geschichtlich ist Estland ein klassisches Beispiel dafür, wie Geografie Politik macht: Im Mittelalter standen die Regionen unter starkem deutschsprachig geprägtem Einfluss (u. a. durch Kreuzritter und die Hanse), später wechselten sich Herrschaften ab – dänische, schwedische und schließlich russische Kontrolle prägten Verwaltung, Städte und Adel. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Estland 1918 unabhängig, verlor diese Unabhängigkeit im Zweiten Weltkrieg und war anschließend bis 1991 Teil der Sowjetunion. Die erneute Unabhängigkeit 1991 und die rasche Westintegration (EU/NATO) gehören zu den entscheidenden Umbrüchen der jüngeren Geschichte; parallel hat Estland früh auf Digitalisierung des Staates gesetzt, was heute ein modernes Gegenstück zu den sehr „alten“ Stadtbildern liefert.
Als Reiseziele sind Tallinn mit seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt (Hanse-Flair, Stadtmauern, Türme) und Tartu als Universitätsstadt besonders bekannt. Naturfans steuern oft den Lahemaa-Nationalpark (Küste, Wälder, Gutshäuser), die Insel Saaremaa (Windmühlen, Burgen, Küsten) oder den Soomaa-Nationalpark (Moore, „fünfte Jahreszeit“ durch Überschwemmungen) an. An der Küste sind Orte wie Pärnu als Sommer- und Badeziel populär, während die Grenzstadt Narva mit ihrer Festung einen sehr direkten Blick auf die wechselvolle Ost-West-Geschichte Estlands bietet.
Kasachstan ist flächenmäßig ein Riese in Zentralasien und geografisch vor allem von Weite geprägt: Im Norden und Zentrum dominieren Steppe und Halbwüste, im Westen reicht das Land bis ans Kaspische Meer, und im Süden/Osten steigen die Landschaften zu Gebirgen an (u. a. Tian Shan und Altai). Viele Regionen sind stark kontinental geprägt – heiße Sommer, sehr kalte Winter – was historisch Siedlung und Landwirtschaft stark beeinflusst hat. Markant sind außerdem die großen Binnengewässer und Beckenräume: das (stark geschrumpfte) Aralsee-System im Südwesten und der Balchaschsee im Südosten.
Geschichtlich war das Gebiet lange Teil der eurasischen Nomaden- und Handelsräume: Reiternomadische Kulturen prägten die Steppe, und entlang der Seidenstraße entstanden Handelsstädte und Oasenregionen im Süden. Ab dem 18./19. Jahrhundert geriet Kasachstan schrittweise unter russischen Einfluss und wurde später Teil der Sowjetunion; diese Phase veränderte Demografie, Wirtschaft und Infrastruktur tiefgreifend (Sedentarisierung, Kollektivierung, Industrialisierung). In die Sowjetzeit fallen auch sehr prägende – teils bis heute sichtbare – Kapitel wie das Semipalatinsk-Testgelände für Kernwaffenversuche und das Raumfahrtzentrum Baikonur. Seit der Unabhängigkeit 1991 entwickelte sich Kasachstan als rohstoffreiches Land (Öl, Gas, Metalle) mit einer stark auf Verkehrsachsen und Energieexport ausgerichteten Wirtschaft; die neue Hauptstadt Astana (früher Nur-Sultan) steht dabei symbolisch für den staatlichen Modernisierungsanspruch.
Als Reiseziele gelten Almaty (am Fuß des Tian Shan, Ausgangspunkt für Berge und Seen), Astana mit moderner Architektur sowie die Berg- und Seenlandschaften rund um den Ile-Alatau-Nationalpark, Big Almaty Lake oder die Kolsai- und Kaindy-Seen. Landschaftlich beeindruckend sind außerdem der Charyn Canyon, die Steppe und Halbwüsten im Süden sowie die Region Mangystau am Kaspischen Meer mit ihren bizarren Fels- und Wüstenformen. Für Kulturgeschichte lohnt ein Blick in den Süden nach Turkestan (Mausoleum von Khoja Ahmed Yasawi, wichtige Station der zentralasiatischen Geschichte) oder zu alten Seidenstraßenorten wie Taraz/Shymkent-Region – je nachdem, welche Route man wählt.
Großbritannien – das klingt nach majestätischen Burgen, nebelverhangenen Highlands, roten Doppeldeckerbussen und royaler Eleganz. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ein Land mit einer der spannendsten und einflussreichsten Geschichten Europas und einer landschaftlichen Vielfalt, die Reisende und Fotografen gleichermaßen begeistert.
Ein Blick in die Geschichte Großbritanniens
Die Geschichte Großbritanniens reicht Jahrtausende zurück. Schon vor über 5.000 Jahren errichteten Menschen geheimnisvolle Monumente wie Stonehenge – bis heute ein Ort voller Mythen und Fragen.
Im ersten Jahrhundert nach Christus eroberten die Römer die britischen Inseln und hinterließen beeindruckende Bauwerke wie den Hadrianswall im Norden Englands. Nach dem Rückzug der Römer kamen die Angelsachsen, später die Wikinger, und schließlich im Jahr 1066 die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer, was die Weichen für das mittelalterliche England stellte.
Im Mittelalter wuchs die Macht der englischen Krone stetig – sichtbar in imposanten Burgen, Klöstern und Städten. Die Jahrhunderte danach brachten politische und religiöse Umbrüche: Die Reformation unter Heinrich VIII., die Gründung der Church of England, Bürgerkriege und schließlich die Bildung des Vereinigten Königreichs (United Kingdom) im Jahr 1707, als sich Schottland mit England und Wales zusammenschloss. Später kam auch Irland hinzu, bis sich 1921 der heutige Staat Irland abspaltete und nur Nordirland Teil des Vereinigten Königreichs blieb.
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Großbritannien zur Weltmacht – durch die Industrielle Revolution und als Zentrum des Britischen Empires, das im 19. Jahrhundert ein Viertel der Weltbevölkerung umfasste. Dieser imperiale Einfluss prägt noch heute Sprache, Kultur und politische Strukturen in vielen Ländern.
Die Monarchie, mit Figuren wie Queen Victoria oder Elizabeth II., war und ist ein zentrales Element des britischen Selbstverständnisses – und zieht auch heute Besucher aus aller Welt an.
Ein Land, vier Nationen – Vielfältige Kulturen und Landschaften
Großbritannien vereint England, Schottland und Wales – drei Nationen mit jeweils eigener Geschichte, Sprache und kultureller Identität.
England ist das Herzstück des Vereinigten Königreichs – mit London als politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hauptstadt. Historische Städte wie Oxford, York, Bath oder Canterbury bieten beeindruckende Architektur, Museen und jahrhundertealte Universitäten.
Schottland fasziniert mit wilder Natur, den legendären Highlands, tiefen Seen wie Loch Ness und traditionsreichen Städten wie Edinburgh und Glasgow. Burgen, Dudelsäcke, Whisky und Kilts gehören zum kulturellen Reichtum.
Wales ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber. Hier gibt es über 600 Burgen, drei Nationalparks, darunter Snowdonia, und eine eigene keltische Sprache, das Walisische, das vielerorts noch gesprochen wird.
Jede Region bietet ihre eigenen Reize – für Wanderer, Fotografen, Kulturinteressierte oder Genießer.
Reiseland Großbritannien – Zwischen Moderne und Geschichte
Großbritannien verbindet auf einzigartige Weise das Alte mit dem Neuen. Moderne Architektur steht neben jahrhundertealten Kirchen, historische Dörfer mit Kopfsteinpflaster neben hippen Vierteln voller Street Art, Boutiquen und Cafés.
Die Küste ist ein weiteres Highlight – von den weißen Klippen von Dover über die dramatische Küste von Cornwall bis zu den einsamen Stränden der schottischen Äußeren Hebriden. Für Fotografen bietet Großbritannien ein Spiel aus Licht, Wetter und Landschaft, das jeden Moment einzigartig macht.
Tschechien liegt im Herzen Mitteleuropas und ist geografisch wie ein natürliches „Becken“ aufgebaut: Böhmen wird von Mittelgebirgen eingerahmt (u. a. Erzgebirge, Riesengebirge, Böhmerwald), während Mähren nach Osten und Süden offener wird. Die Moldau (Vltava) und die Elbe (Labe) prägen den Westen und Norden, die March (Morava) den Osten; viele historische Handels- und Siedlungsachsen folgen diesen Flusstälern. Landschaftlich reicht das Spektrum von dicht bewaldeten Höhenzügen über Karstgebiete bis zu Weinlandschaften in Südmähren.
Geschichtlich war das Land über Jahrhunderte ein politisches Schwergewicht im Heiligen Römischen Reich: Das Königreich Böhmen hatte eine starke Stellung, Prag war zeitweise ein europäisches Machtzentrum – besonders unter Karl IV. im 14. Jahrhundert. Früh prägend waren auch die Hussitenbewegung und ihre Kriege im 15. Jahrhundert, die religiöse und politische Konflikte der Zeit vorwegnahmen. Ab dem 16. Jahrhundert geriet die Region stärker unter Habsburger Einfluss; der Dreißigjährige Krieg und die Schlacht am Weißen Berg (1620) markierten tiefe Einschnitte. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand 1918 die Tschechoslowakei; im 20. Jahrhundert folgten die Zerschlagung durch NS-Deutschland, die kommunistische Phase im Ostblock, der Prager Frühling 1968 und schließlich die Samtene Revolution 1989. 1993 trennten sich Tschechien und die Slowakei friedlich („Velvet Divorce“) – seitdem ist Tschechien ein eigenständiger Staat.
Als Reise- und Urlaubsziele stehen Prag (Altstadt, Karlsbrücke, Burgareal) ganz oben, außerdem Český Krumlov als süd böhmischer Klassiker und Kutná Hora mit mittelalterlichem Erbe. Landschaftlich beliebt sind das Riesengebirge (Krkonoše), die Felsen- und Schluchtenlandschaften der Böhmischen Schweiz, der Böhmerwald (Šumava) und das mährische Karstgebiet. Für Kur- und Bädertradition sind Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázně (Marienbad) und Františkovy Lázně bekannt, während Brünn (Brno) und Olmütz (Olomouc) starke urbane Ziele in Mähren sind.
Israel liegt am östlichen Mittelmeer und wirkt geografisch wie ein stark komprimierter Querschnitt durch den Nahen Osten: eine schmale, dicht besiedelte Küstenebene, dahinter Hügelländer und Hochflächen (u. a. in Galiläa und im zentralen Bergland), und entlang der Ostgrenze der Jordangraben als Teil des großen Rift-Systems – mit dem Toten Meer als tiefstem Punkt der Erdoberfläche. Im Süden dominiert die Negev-Wüste; insgesamt reichen die Landschaften von mediterran geprägten Küstenräumen bis zu trockenen Wüsten- und Halbwüstenzonen.
Geschichtlich ist die Region seit der Antike ein Knotenpunkt zwischen Afrika, Asien und Europa: von frühen israelitischen Königreichen und dem Tempelzentrum in Jerusalem über römische und byzantinische Epochen bis zu den islamischen Kalifaten, Kreuzfahrerherrschaften und der langen osmanischen Zeit. Im 20. Jahrhundert folgten das britische Mandat, die Staatsgründung Israels 1948 und seither eine bis heute politisch und sicherheitlich stark dynamische Lage, die Reisen je nach Region und Zeitpunkt deutlich beeinflussen kann. Entsprechend betonen aktuelle Reisehinweise, dass die Sicherheitslage auch in großen Städten unvorhersehbar sein kann; vor einer Reise sollte man zwingend die jeweils neuesten offiziellen Hinweise prüfen.
Als bekannte Reiseziele gelten Jerusalem (Altstadt, heilige Stätten, Archäologie), Tel Aviv–Jaffa (moderne Metropole, Bauhaus-Architektur, Strandpromenade) und Haifa (Carmel-Hänge, Bahai-Gärten). Für Geschichte und Landschaft stehen Caesarea (römische Hafenstadt), Akko/Acre (Kreuzfahrer- und Hafenstadt), Masada und die Uferregionen am Toten Meer sowie Naturziele wie die Oasen am Rand der Judäischen Wüste oder der Ramon-Krater im Negev. Im Norden sind Galiläa und der See Genezareth klassische Regionen, und ganz im Süden ist Eilat am Roten Meer ein typischer Bade- und Tauchort.
Portugal liegt am westlichen Rand der Iberischen Halbinsel und ist stark vom Atlantik geprägt: eine lange Küste, dahinter ein überwiegend hügeliges bis bergiges Binnenland. Der Norden ist meist grüner und reliefreicher, der Süden (Alentejo/Algarve) trockener und offener. Wichtige Flüsse wie Douro, Tejo (Tagus) und Guadiana strukturieren Landschaften und Städte; das Klima reicht von ozeanisch-mild im Norden bis mediterran-warm im Süden. Zum Staatsgebiet gehören außerdem die Inselgruppen Madeira und die Azoren, die geologisch vulkanisch geprägt sind und klimatisch eigene Welten bilden.
Historisch entwickelte sich Portugal im Mittelalter aus der „Reconquista“ und wurde im 12. Jahrhundert als Königreich gefestigt. Ab dem 15. Jahrhundert folgte die Zeit der Entdeckungen: Portugal baute ein weit verzweigtes See- und Handelsimperium auf, mit Stützpunkten und Kolonien in Afrika, Asien und Südamerika – sichtbar bis heute in Architektur, Sprache und globalen Verflechtungen. Das 18. Jahrhundert wurde durch das große Erdbeben von Lissabon 1755 und den anschließenden Wiederaufbau der Stadt stark geprägt. Im 20. Jahrhundert folgten Diktatur (Estado Novo), Kolonialkriege und schließlich die Nelkenrevolution 1974, die den Übergang zur Demokratie und später die europäische Integration einleitete.
Als bekannte Reiseziele gelten Lissabon (Altstadtviertel, Tejo-Mündung, Belém), Porto und das Douro-Tal (Weinlandschaft), Sintra mit seinen Palästen sowie die Algarve als klassische Bade- und Küstenregion. Landschaftlich sind die Steilküsten im Westen, die Serra da Estrela als höchstes Gebirge des Festlands und die Naturparks im Alentejo beliebt. Für Inselurlaub stehen Madeira (Berg- und Küstenwanderungen) und die Azoren (Kraterseen, Vulkane, Walbeobachtung) ganz oben auf der Liste.
Spanien nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein und ist geografisch stärker „hoch“ als viele erwarten: Das zentrale Hochland (Meseta) liegt deutlich über dem Meeresspiegel und wird von Gebirgen gegliedert. Nach Norden schließt das Kantabrische Gebirge an, im Nordosten die Pyrenäen als Barriere zu Frankreich; im Süden prägen Sierra Morena und die Sierra Nevada (mit den höchsten Bergen des Festlands) die Landschaft. Die großen Flüsse – Ebro, Tajo/Tejo, Duero und Guadalquivir – strukturieren Agrarräume und Städte. Klimatisch reicht das Spektrum vom ozeanisch-feuchten Norden („grünes Spanien“) über kontinentale, teils trockene Binnenräume bis zum mediterranen Süden und Osten. Dazu kommen die Inselgruppen Balearen und Kanaren, wobei Letztere vulkanisch und klimatisch eigenständig sind.
Geschichtlich ist Spanien ein klassischer „Schichtkuchen“ Europas: römische Provinzen, dann westgotische Reiche, ab 711 die islamische Herrschaft in großen Teilen der Halbinsel (Al-Andalus) und parallel die jahrhundertelange Reconquista, die 1492 mit der Eroberung Granadas endete. Im selben Jahr begann mit der atlantischen Expansion das spanische Weltreich, das Spanien über Jahrhunderte zu einer dominierenden Macht machte – sichtbar in Handel, Sprache und Kultur weit über Europa hinaus. Im 19. Jahrhundert folgten Napoleonische Besetzung, politische Instabilität und der Verlust großer Teile des Kolonialreichs. Das 20. Jahrhundert wurde durch Bürgerkrieg (1936–1939) und die Franco-Diktatur geprägt; seit dem Übergang zur Demokratie ab 1975 ist Spanien eine parlamentarische Monarchie mit starkem regionalem Föderalismus, was man in Kultur und Identitäten (z. B. Katalonien, Baskenland, Galicien) deutlich merkt.
Als Reise- und Urlaubsziele gelten Madrid als politisches und kulturelles Zentrum, Barcelona (Architektur, Hafenstadt), Sevilla, Granada und Córdoba als Schlüsselorte der andalusischen Geschichte sowie Valencia an der Mittelmeerküste. Für Landschaft sind die Pyrenäen, die Picos de Europa, die „weißen Dörfer“ Andalusiens und die Küstenabschnitte der Costa Brava und Costa del Sol bekannt. Inselklassiker sind Mallorca, Ibiza und Menorca (Balearen) sowie Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote (Kanaren) – je nachdem, ob man eher Strand, Wandern oder Vulkanlandschaften sucht.
Dänemark ist geografisch ein Übergangsraum zwischen Kontinent und Skandinavien: Ein Inselreich mit der Halbinsel Jütland und Hunderten Inseln, geprägt von flachen bis sanft welligen Landschaften, Moränen aus der Eiszeit, Dünen- und Wattküsten an der Nordsee sowie geschützteren Ostseeküsten. Die Lage zwischen Nordsee und Ostsee war historisch ein strategischer Vorteil – Handelsrouten, Fischerei und Seefahrt haben viele Regionen wirtschaftlich geprägt; zugleich erklärt die Küstenlage das maritime Klima mit oft windigem Wetter und vergleichsweise milden Wintern.
Geschichtlich reicht die politische Formierung vom Wikingerzeitalter (8.–11. Jahrhundert) über die Christianisierung und mittelalterliche Königsherrschaft bis zur Kalmarer Union (spätes 14. Jahrhundert), in der Dänemark zeitweise eng mit Norwegen und Schweden verbunden war. Die frühe Neuzeit war geprägt von Konflikten im Ostseeraum und vom Aufbau einer starken Verwaltung; im 19. Jahrhundert führten Kriege und Gebietsverluste (u. a. Schleswig-Holstein) zu einer Neuorientierung. Im 20. Jahrhundert blieb Dänemark demokratisch verfasst, wurde im Zweiten Weltkrieg besetzt und entwickelte sich nach 1945 zu einem modernen Wohlfahrtsstaat; heute verbindet das Land starke maritime Traditionen mit High-Tech, Designkultur und nachhaltiger Infrastruktur.
Als bekannte Reise- und Urlaubsziele gelten Kopenhagen (Nyhavn, Schloss Amalienborg, Museen, moderne Architektur), Aarhus als zweitgrößte Stadt mit lebendiger Kulturszene und Odense als Hans-Christian-Andersen-Stadt. Natur- und Badeziele sind Skagen (wo Nord- und Ostsee aufeinandertreffen), die Nordseeküste mit Dünenlandschaften, die Insel Bornholm in der Ostsee sowie die Kreidefelsen von Møns Klint. Für Familienklassiker sorgt Billund mit Legoland, und wer es ruhiger mag, findet auf Fünen oder in der Seen- und Heidelandschaft Mitteljütlands viele gute Rad- und Wanderreviere.
Frankreich ist geografisch extrem vielfältig: Im Norden und Westen prägen Ärmelkanal- und Atlantikküste das Land, im Süden das Mittelmeer mit dem Rhônetal als wichtiger Verkehrs- und Wirtschaftsachse. Dazwischen liegen große Becken und Ebenen (v. a. das Pariser Becken), fruchtbare Flussräume wie Loire, Garonne und Seine sowie markante Gebirge an den Rändern: Pyrenäen zur iberischen Halbinsel, Alpen im Osten (inkl. Mont Blanc-Region) und das Zentralmassiv als ausgedehnter Mittelgebirgsblock. Hinzu kommen Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean und in Südamerika, die Frankreich geografisch „global“ machen.
Historisch reicht die Entwicklung von keltischen und römischen Provinzen (Gallien) über das Frankenreich und die Ausbildung einer königlichen Zentralmacht im Mittelalter bis zu den Religionskonflikten der frühen Neuzeit. Die Französische Revolution (1789) und die napoleonische Zeit waren dann ein Einschnitt mit europaweiten Folgen: neue Rechts- und Staatsmodelle, aber auch Kriege und territoriale Neuordnungen. Im 19. Jahrhundert wechselten Monarchie, Kaiserreich und Republik mehrfach, parallel zu Industrialisierung und Kolonialexpansion. Das 20. Jahrhundert war geprägt von beiden Weltkriegen, Besatzung und Résistance, anschließend vom Aufbau der Fünften Republik (ab 1958) sowie Dekolonisation; Frankreich war zudem ein zentraler Akteur der europäischen Integration.
Als bekannte Reiseziele gelten Paris (Kultur, Architektur, Museen), die Loire-Schlösser, die Normandie (u. a. Küstenlandschaften und Orte der Landung 1944), die Bretagne sowie die Atlantikküste um Bordeaux/Arcachon. Im Süden sind Provence und Côte d’Azur klassisch, ebenso die Camargue; für Natur und Berge stehen Alpenorte (z. B. Chamonix), die Pyrenäen und Regionen wie Auvergne oder die Ardèche. Sehr „französisch“ im Städteprofil sind außerdem Lyon (Rhone-Saône-Knoten, Kulinarik, Industriegeschichte), Marseille (Mittelmeerhafen) und Straßburg (Grenz- und Europastadt).
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