Dresden

Dresden liegt beiderseits der Elbe und gehört zu den kulturhistorisch bedeutendsten Städten Deutschlands. Die sächsische Landeshauptstadt verbindet eine außergewöhnliche Dichte an barocken und klassizistischen Bauwerken mit bedeutenden Kunstsammlungen, einer lebendigen Musiktradition und der weiten Flusslandschaft des Elbtals. Das historische Zentrum, die Neustadt und die Elbschlösser zeigen sehr unterschiedliche Seiten der Stadt.

Geschichte

Dresden wurde im frühen 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich aus einer slawischen Siedlung an einem wichtigen Elbübergang. Seit dem späten Mittelalter gewann die Stadt als Residenz der wettinischen Fürsten zunehmend an Bedeutung. Mit der Teilung Sachsens wurde Dresden 1485 dauerhaft Residenzstadt der albertinischen Linie der Wettiner und später Hauptstadt des Kurfürstentums und Königreichs Sachsen.

Seine größte kulturelle Blüte erlebte Dresden im späten 17. und 18. Jahrhundert. Unter Kurfürst Friedrich August I., besser bekannt als August der Starke, und seinem Sohn Friedrich August II. entstanden zahlreiche repräsentative Bauten, Sammlungen und Gartenanlagen. Zwinger, Hofkirche, Schloss und die Kunstsammlungen machten Dresden zu einem europäischen Zentrum höfischer Kultur. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zusätzlich zu einem wichtigen Industrie-, Wissenschafts- und Musikstandort.

Die Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar 1945 zerstörten große Teile der historischen Innenstadt. In der DDR wurden einzelne Monumente wie Zwinger und Semperoper wiederaufgebaut, während andere Ruinen erhalten blieben. Nach 1990 folgte eine umfassende Rekonstruktion des historischen Zentrums. Besonders symbolträchtig war der Wiederaufbau der Frauenkirche, die 2005 erneut geweiht wurde. Auch das Residenzschloss und das Neumarktviertel wurden in weiten Teilen wiederhergestellt.

Sehenswürdigkeiten

Im Zentrum steht der Neumarkt mit der Frauenkirche, deren Kuppel die Stadtsilhouette prägt. Wenige Schritte entfernt liegen der Fürstenzug, der Stallhof und das Residenzschloss mit dem Historischen und Neuen Grünen Gewölbe, der Rüstkammer und weiteren Sammlungen. Der Theaterplatz wird von Semperoper, Hofkirche und Zwinger eingerahmt. Im Zwinger befinden sich unter anderem die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels Sixtinischer Madonna sowie die Porzellansammlung.

Die Brühlsche Terrasse, oft als „Balkon Europas“ bezeichnet, führt oberhalb der Elbe entlang und verbindet Altstadt, Kunstakademie und Albertinum. Auf der gegenüberliegenden Elbseite beginnt die Innere Neustadt mit dem Goldenen Reiter, dem Japanischen Palais und der Hauptstraße. Weiter nördlich liegt die Äußere Neustadt mit Gründerzeitvierteln, kleinen Geschäften, Restaurants und der Kunsthofpassage.

Entlang der Elbe sind die drei Elbschlösser Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg sehenswert. Flussaufwärts liegen Loschwitz mit dem Blauen Wunder und der Standseilbahn sowie Schloss Pillnitz mit seiner Parkanlage. Die Elbwiesen bieten lange Spazier- und Radwege und eröffnen immer wieder Blicke auf die historische Stadtsilhouette.

Besuch

Für die historische Altstadt und die wichtigsten Museen sollten mindestens zwei Tage eingeplant werden. Mit Neustadt, Elbschlössern, Loschwitz und Pillnitz sind drei bis vier Tage sinnvoll. Dresden eignet sich außerdem sehr gut als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Moritzburg, Meißen und in die Sächsische Schweiz.

Bilder aus Dresden

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