Leuven liegt in Flandern (Provinz Flämisch-Brabant) an der Dijle und damit im direkten Einzugsraum von Brüssel – geografisch eher kompakt, aber als Knotenpunkt für Verkehr, Handel und vor allem Bildung ziemlich „dicht gepackt“.
Geschichtlich ist Leuven vor allem Universitätsstadt: Die KU Leuven geht auf die Gründung 1425 zurück und prägte die Stadt über Jahrhunderte als geistiges und institutionelles Zentrum. Ein einschneidendes Kapitel der neueren Zeit ist die Universitätsbibliothek, die 1914 und erneut 1940 zerstört wurde – ihre heutige Bedeutung speist sich auch aus dieser „Wiederaufbau-Geschichte“. Gleichzeitig ist Leuven ein gutes Beispiel für städtische Sozial- und Religionsgeschichte: Das Groot Begijnhof (Beguinage) stammt im Ursprung aus dem 13. Jahrhundert und ist seit 1998 UNESCO-Welterbe. Und weil Belgien ohne Bierhistorie nicht komplett ist: Leuven ist eng mit der Brautradition um Den Hoorn / Artois verbunden – eine lokale Industriegeschichte, die bis heute sichtbar ist.
Als Reiseziele sind der Grote Markt mit dem spätgotischen Rathaus und der Sint-Pieterskerk (15. Jh.) gesetzt. Dazu passt die Universitätsbibliothek (inkl. Turm/Aussicht) als sehr „Leuven-typischer“ Mix aus Architektur, Geschichte und Campusleben. Für den Ausgleich am Abend geht’s auf den Oude Markt, der wegen der dichten Kneipenfront gern „längste Theke der Welt“ genannt wird – Leuven kann also beides: Seminar und Zapfhahn.












