Völkersbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Malsch im Landkreis Karlsruhe. Der Ort liegt am Übergang von der Oberrheinischen Tiefebene zu den nördlichen Schwarzwaldhöhen und ist von Streuobstwiesen, Waldflächen und einem dichten Netz kleiner Wanderwege umgeben.
Geschichte
Völkersbach entstand als dörfliche Siedlung auf der Hochfläche südöstlich von Malsch. Über lange Zeit bestimmten Landwirtschaft, Waldnutzung und Handwerk das örtliche Leben. Die katholische Prägung ist im Ortsbild unter anderem an der Pfarrkirche und kleineren Wegkreuzen sichtbar. Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform wurde Völkersbach 1973 nach Malsch eingemeindet, bewahrte aber seinen eigenständigen Dorfcharakter.
Sehenswürdigkeiten und Landschaft
Im Mittelpunkt steht weniger ein einzelnes Monument als die Verbindung aus Dorf, Streuobstwiesen und Schwarzwaldlandschaft. Rund um Völkersbach öffnen sich immer wieder Blicke zur Rheinebene und über die bewaldeten Höhen. Ein beliebtes Ziel ist der nahe Mahlberg mit Aussichtsturm; weitere Wege führen in Richtung Moosalbtal, Freiolsheim und Malsch. Historische Fachwerkhäuser, Brunnen und religiöse Kleindenkmale ergänzen das Landschaftserlebnis.
Besuch und Wandern
Völkersbach eignet sich besonders für halbtägige Rundwanderungen. Die Wege verlaufen teils auf offenen Feldwegen, teils durch Wald und können mit dem Mahlberg oder benachbarten Orten kombiniert werden. Im Frühjahr und Herbst wirken die Streuobstwiesen besonders reizvoll. Die Galerie dokumentiert eine Wanderung auf einer der Runden rund um den Ort.
Oberprechtal ist ein Ortsteil von Elzach im oberen Elztal und liegt zwischen bewaldeten Höhen des mittleren Schwarzwalds. Das langgestreckte Dorf folgt dem Lauf des Prechtalbachs und ist ein ruhiger Ausgangspunkt für Wanderungen durch Wälder, Wiesentäler und auf die umliegenden Schwarzwaldhöhen.
Geschichte
Die Besiedlung des abgelegenen Tals entwickelte sich über Jahrhunderte aus einzelnen Höfen und kleineren Weilern. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und die Nutzung der Wasserkraft prägten das Leben im Tal. Oberprechtal war von 1964 bis 1974 eine selbstständige Gemeinde und wurde zum 1. Januar 1975 zusammen mit Prechtal und Elzach zur neuen Stadt Elzach zusammengeschlossen. Bis heute bestimmen Schwarzwaldhöfe, traditionelle Bauformen und die enge Verbindung zur umgebenden Kulturlandschaft das Ortsbild.
Sehenswürdigkeiten und Landschaft
Der eigentliche Reiz Oberprechtals liegt vor allem in seiner Landschaft. Vom Tal führen Wege zu aussichtsreichen Höhen, über offene Wiesen und durch dichte Misch- und Nadelwälder. Kleine Kapellen, historische Höfe, Mühlenstandorte und immer wieder weite Blicke in das Elztal geben den Rundwegen ihren besonderen Charakter. Der Ort eignet sich zudem als Ausgangspunkt für Touren in Richtung Rohrhardsberg, Schwedenschanze und auf die Höhen zwischen Elz- und Gutachtal.
Besuch und Wandern
Für Oberprechtal sollte man vor allem Zeit für eine Wanderung einplanen. Je nach Route bieten sich kürzere Talrunden ebenso an wie längere Höhenwege mit deutlichen Anstiegen. Feste Schuhe sind sinnvoll; nach Regen können Wald- und Wiesenwege feucht sein. Die Bildergalerie zeigt Eindrücke verschiedener Wanderungen rund um den Ort.
Der Schwarzwald gehört zu den klassischen Wanderlandschaften Deutschlands. Zwischen Karlsruhe und Hochrhein wechseln tiefe Täler, bewaldete Höhenzüge, Moore, Karseen und offene Gipfel. Nord-, Mittel- und Südschwarzwald besitzen dabei jeweils einen eigenen Charakter.
Landschaft
Waldberge, Grinden, Moore, Karseen und tief eingeschnittene Täler.
Highlights
Belchen, Hornisgrinde, Mummelsee, Karlsruher Grat, Oberprechtal und Völkersbach.
Ideal für
Tagestouren, Höhenwege, Panorama- und Waldwanderungen.
Lage
Eine Mittelgebirgslandschaft mit vielen Gesichtern
Der Schwarzwald erstreckt sich über rund 160 Kilometer in Nord-Süd-Richtung. Im Nordschwarzwald prägen Buntsandstein, ausgedehnte Nadelwälder, Hochmoore und die offenen Grinden die Landschaft. Rund um Hornisgrinde und Mummelsee liegen einige der bekanntesten Höhenlagen. Weiter südlich treten kristalline Gesteine stärker hervor; die Berge werden höher, die Täler tiefer und die Landschaft öffnet sich zunehmend.
Der Südschwarzwald mit Feldberg und Belchen wirkt vielerorts fast alpin. Von den offenen Höhen reichen die Blicke über die Rheinebene zu den Vogesen und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Gleichzeitig bleiben stille Seitentäler, alte Schwarzwaldhöfe und kleine Kapellen ein wichtiger Teil des Landschaftsbildes.
Geologie, Natur und Kulturlandschaft
Der Schwarzwald entstand als östliche Schulter des Oberrheingrabens. Granit und Gneis prägen große Teile des Südens, während im Norden mächtige Buntsandsteinschichten vorherrschen. Eiszeitliche Spuren sind in Form von Karen, Karseen und Mooren sichtbar. Der Mummelsee ist eines der bekanntesten Beispiele.
Die Region ist zugleich eine über Jahrhunderte geformte Kulturlandschaft. Waldwirtschaft, Viehhaltung, Glashütten, Bergbau und Holzverarbeitung prägten viele Täler. Alte Wirtschaftswege und Verbindungen zwischen Höhenhöfen bilden heute vielfach die Grundlage des Wanderwegenetzes.
Wandern im Schwarzwald
Die Bandbreite reicht von einfachen Waldwegen bis zu langen, konditionell fordernden Höhenwanderungen. Im Nordschwarzwald dominieren häufig lange Waldpassagen und eher sanfte Höhenzüge. Im Südschwarzwald kommen größere Höhenunterschiede hinzu. Am Karlsruher Grat gibt es zudem felsige und ausgesetztere Passagen, die Trittsicherheit verlangen.
Frühjahr und Herbst sind besonders angenehm. Im Frühjahr führen Bäche und Wasserfälle viel Wasser; im Herbst sorgen die Laubwälder für intensive Farben. Auf den Hochlagen können Schnee und Eis jedoch bis weit ins Frühjahr hinein eine Rolle spielen.
Wandertipp: Auf den Höhen kann das Wetter deutlich kühler und wechselhafter sein als in der Rheinebene. Für längere Touren sind feste Schuhe, Regen- und Windschutz sinnvoll.
Wanderregionen
Wandern am Kaiserstuhl
Wandern am Mittelrhein
Wandern an der Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln
Wandern auf der Schwäbischen Alb und im Donautal
Wandern im Berchtesgadener Land und in den Bayerischen Alpen
Brend ist ein markanter Schwarzwaldberg bei Furtwangen. Die offene Gipfelregion mit Aussichtsturm bietet weite Blicke über den Mittleren Schwarzwald und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.
Höhe
1.149 Meter über dem Meer.
Region
Mittlerer Schwarzwald bei Furtwangen.
Highlights
Aussichtsturm und Hochflächenlandschaft.
Gipfel und Nutzungsgeschichte
Die Hochflächen rund um den Brend wurden über Jahrhunderte durch Waldwirtschaft, Viehhaltung und die verstreute Besiedlung des Schwarzwalds geprägt. Der Aussichtsturm auf dem Gipfel entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert und macht den Berg zu einem klassischen Wanderziel.
Aussicht und Wege
Vom Gipfel reichen die Blicke über Furtwangen, die umliegenden Schwarzwaldhöhen und bei guter Fernsicht bis zur Alpenkette. Waldwege und offene Abschnitte verbinden den Brend mit benachbarten Tälern und Höhen.
Wandern am Brend
Die gespeicherte Tour erschließt den Berg und seine Umgebung.
Holzbronn ist ein Ortsteil von Calw am Rand des Nordschwarzwalds. Streuobstwiesen, offene Hochflächen und bewaldete Täler machen den Ort zu einem ruhigen Ausgangspunkt für Wanderungen.
Region
Landkreis Calw im Nordschwarzwald.
Charakter
Dorf, Feldflur und Waldwege.
Ideal für
Ruhige Rundwanderungen abseits großer Zentren.
Dorfgeschichte und Landschaft
Holzbronn entwickelte sich als ländliche Siedlung auf den Hochflächen südlich von Calw. Landwirtschaft, Waldnutzung und die Nähe zu den Handelswegen des Nordschwarzwalds prägten den Ort. Bis heute ist der Übergang zwischen Siedlung, Wiesen und Wald deutlich erkennbar.
Wandern rund um den Ort
Die Wege führen durch offene Fluren und in die bewaldeten Seitentäler. Je nach Route ergeben sich Ausblicke über die Schwarzwaldhöhen. Die Landschaft eignet sich besonders für unkomplizierte Halbtagestouren.
Wandern bei Holzbronn
Die gespeicherte Route erschließt die abwechslungsreiche Umgebung des Ortes.
Frauenalb liegt im Albtal zwischen Karlsruhe und dem Nordschwarzwald. Die Ruine des ehemaligen Benediktinerinnenklosters mit ihrer doppeltürmigen barocken Fassade gehört zu den eindrucksvollsten historischen Orten im Tal.
Ursprung
Klostergründung im 12. Jahrhundert.
Highlight
Barocke Kirchenruine und Klosterareal an der Alb.
Kombination
Besichtigung plus Spaziergang oder Wanderung im Albtal.
Lage
Klostergeschichte
Das Kloster Frauenalb wurde im 12. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden geistlichen und wirtschaftlichen Zentrum. Nach Zerstörungen und Bränden entstand im 18. Jahrhundert eine barocke Neuanlage. Mit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts endete das klösterliche Leben; spätere Brände und Nutzungsänderungen führten zum heutigen Ruinenzustand.
Ruine und Albtal
Im Mittelpunkt steht die Ruine der Klosterkirche mit ihren beiden Türmen. Reste der Klausur- und Wirtschaftsgebäude lassen die frühere Größe des Areals erkennen. Direkt anschließend laden Wege entlang der Alb und in die umliegenden Wälder zu Spaziergängen und Wanderungen ein.
Besuchstipp: Für die Ruine genügt etwa eine Stunde. In Verbindung mit einem Spaziergang Richtung Marxzell oder Bad Herrenalb lässt sich daraus gut ein halbtägiger Ausflug machen.
Mountainbiken im Albtal
Die vorhandene Mountainbike-Tour durch das Albtal passt gut als sportliche Ergänzung zu einem Besuch der Klosterruine Frauenalb.
Hornisgrinde und Mummelsee verbinden den höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds mit einem sagenumwobenen Karsee direkt an der Schwarzwaldhochstraße. Offene Grinden, Moorflächen und weite Blicke machen das Gebiet zu einem klassischen Schwarzwald-Ausflug.
Hornisgrinde
1.164 Meter, höchste Erhebung des Nordschwarzwalds.
Mummelsee
Eiszeitlicher Karsee mit kurzem Rundweg.
Zeitbedarf
Drei bis vier Stunden für See und Gipfelrunde.
Lage
Landschaft und Geschichte
Die kahlen, moorigen Hochflächen der Hornisgrinde entstanden durch jahrhundertelange Nutzung und Beweidung. Diese Grinden gehören heute zu den charakteristischen und geschützten Landschaften des Nordschwarzwalds. Der Mummelsee wurde in der letzten Eiszeit geformt und ist seit langem mit Sagen über Nixen und den „König des Sees“ verbunden.
Aussicht, Moor und See
Auf der Hornisgrinde stehen Aussichtsturm und Bismarckturm; Holzstege führen durch empfindliche Moor- und Heideflächen. Vom Mummelsee steigt ein gut ausgebauter Weg zur Gipfelregion an. An klaren Tagen reicht der Blick über die Rheinebene zu den Vogesen und mit Glück bis zu den Alpen.
Besuchstipp: Die Kombination aus Mummelsee-Runde und Hornisgrinde eignet sich sehr gut für einen halben Tag. Bei Nebel und starkem Wind wirkt die Hochfläche deutlich alpiner als die moderate Höhe vermuten lässt.
Wandern an Hornisgrinde und Mummelsee
Die vorhandene Wanderung startet am Mummelsee und erschließt die Hochlagen rund um die Hornisgrinde.
Region: Südschwarzwald zwischen Münstertal und Wiesental · Höhe: 1.414 m
Charakter: Freie Gipfelkuppe mit weitem Panorama über Schwarzwald, Rheinebene, Vogesen und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.
Der Belchen gehört mit 1.414 Metern zu den höchsten Bergen Baden-Württembergs. Seine weitgehend freie Gipfelkuppe bietet eines der großen Panoramen des Südschwarzwalds – über das Wiesental und die Rheinebene bis zu Vogesen und Alpen.
Geschichte und Landschaft
Der Belchen ist seit Jahrhunderten ein markanter Orientierungspunkt im Südschwarzwald. Sein Name wird gelegentlich mit dem keltischen Lichtgott Belenus in Verbindung gebracht, auch wenn diese Deutung nicht gesichert ist. Über lange Zeit wurden die Höhenlagen durch Weide- und Forstwirtschaft geprägt; mit dem Schwarzwaldtourismus des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Berg zunehmend zum Ausflugsziel.
Heute steht ein großer Teil der Gipfelregion unter Naturschutz. Bergwiesen, lichte Wälder und die exponierte Kuppe bilden einen abwechslungsreichen Lebensraum und sorgen zugleich für die außergewöhnlich weiten Sichtachsen.
Gipfel, Aussicht und Wandern
Die Belchenbahn bringt Besucher bis nahe an die Gipfelregion. Von dort führen kurze Wege zur Kuppe und zu mehreren Aussichtspunkten. Wer zu Fuß aufsteigt, kann den Belchen über verschiedene Wanderwege erreichen und mit längeren Touren im Südschwarzwald verbinden.
Besuchstipp: Für Bergbahnfahrt und Gipfelrunde reichen meist zwei bis drei Stunden. Für eine längere Wanderung lohnt ein halber oder ganzer Tag. Auf der exponierten Kuppe können Wind, Nebel und Temperatur schnell wechseln.
Wandern am Belchen
Zwei vorhandene Touren führen durch die Belchenregion und eignen sich als Ergänzung zum Gipfelbesuch.
Kloster Maulbronn gehört zu den vollständigsten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen Europas. Romanik, frühe Gotik und die historische Kulturlandschaft der Zisterzienser bilden ein außergewöhnlich geschlossenes Ensemble und UNESCO-Welterbe.
Gründung
Zisterzienserkloster des 12. Jahrhunderts.
Welterbe
UNESCO-Welterbe seit 1993.
Bekannte Schüler
Johannes Kepler und Hermann Hesse.
Lage
Geschichte und Kulturlandschaft
Die Zisterzienser gründeten das Kloster im 12. Jahrhundert und schufen neben Kirche und Klausur ein ausgeklügeltes System aus Teichen, Kanälen, Weinbergen und Wirtschaftsflächen. Nach der Reformation wurde die Anlage zur evangelischen Klosterschule und blieb dadurch in ungewöhnlicher Geschlossenheit erhalten.
Kirche, Paradies und Kreuzgang
Besonders sehenswert sind die Klosterkirche, die als „Paradies“ bezeichnete Vorhalle, Kreuzgang, Herrenrefektorium und zahlreiche Wirtschaftsgebäude. Der geschlossene Klosterhof vermittelt noch heute den Eindruck einer mittelalterlichen Klosterstadt.
Besuchstipp: Für Kirche, Kreuzgang und Museum sollten mehrere Stunden eingeplant werden. Ein Spaziergang durch die Außenanlagen und die historische Stadt ergänzt den Besuch.
Kloster Hirsau liegt im Nagoldtal bei Calw und gehört zu den bedeutendsten ehemaligen Benediktinerklöstern Südwestdeutschlands. Die weitläufigen Ruinen erinnern an ein Reformzentrum, dessen Einfluss im Hochmittelalter weit über den Schwarzwald hinausreichte.
Bedeutung
Zentrum der Hirsauer Reform im 11. Jahrhundert.
Highlight
Eulenturm und Ruinen von St. Peter und Paul.
Zeitbedarf
Etwa zwei Stunden für Ruinen, Schlossbereich und Aureliuskirche.
Lage
Von der Aureliuskirche zur Hirsauer Reform
Die Anfänge reichen vermutlich bis in das 9. Jahrhundert zurück. Im 11. Jahrhundert entwickelte Abt Wilhelm Hirsau zu einem der wichtigsten Reformklöster des Reiches. Die nach Cluny orientierte Hirsauer Reform beeinflusste zahlreiche Klöster im süddeutschen Raum und darüber hinaus.
Ruinen, Eulenturm und Jagdschloss
Die romanische Klosterkirche St. Peter und Paul, Kreuzgang, Kapitelsaal und Konventsgebäude lassen sich heute vor allem über ihre Ruinen nachvollziehen. Der erhaltene Eulenturm ist das markanteste Bauwerk. Nach der Reformation wurde ein Teil der Anlage zum herzoglichen Jagdschloss umgestaltet; 1692 zerstörten französische Truppen große Bereiche des Komplexes.
Besuchstipp: Die Aureliuskirche auf der anderen Seite der Nagold gehört unbedingt zum Rundgang. Der Besuch lässt sich gut mit Calw oder einer Wanderung im Nagoldtal verbinden.