Japan – Sprache

Japanisch (Nihongo 日本語) gehört zur japanischen Sprachfamilie. Seine genaue fernere Verwandtschaft ist nicht abschließend geklärt. Ältere Sammelbegriffe wie eine „altaische Sprachfamilie“ gelten heute nicht als gesicherte Einordnung. Für Lernende wichtiger als die Herkunft sind Schrift, Satzbau, Partikel und Höflichkeitsformen.

Die drei Schriftsysteme

Kanji 漢字 tragen meist die lexikalische Bedeutung. Hiragana ひらがな werden für grammatische Endungen, Partikel und viele einheimische Wörter verwendet. Katakana カタカナ stehen vor allem für Fremdwörter, Namen, Lautmalerei und Hervorhebungen.

Ein normaler japanischer Satz kombiniert häufig alle drei Systeme: 私はコーヒーを飲みます。 – Watashi wa kōhī o nomimasu. – „Ich trinke Kaffee.“

Aussprache

  • Fünf Grundvokale: a, i, u, e, o.
  • Japanisch unterscheidet kurze und lange Vokale: obasan „Tante“ und obaasan „Großmutter“.
  • Der Rhythmus basiert auf Moren; Doppelkonsonanten und das ん zählen rhythmisch mit.
  • Japanisch ist keine Tonsprache wie Mandarin, besitzt aber einen Tonhöhenakzent. Daher ist die Aussage „Betonung meist auf der ersten Silbe“ zu einfach.

Grundstruktur der Grammatik

  • Typische Reihenfolge: Thema/Subjekt – Objekt – Verb; das Prädikat steht gewöhnlich am Satzende.
  • Japanisch verwendet Partikel wie は wa, が ga, を o, に ni, で de.
  • Verben verändern sich nach Zeit, Negation, Höflichkeit und weiteren grammatischen Funktionen – nicht nach Person oder Numerus.
  • Subjekt und Objekt werden häufig ausgelassen, wenn sie aus dem Kontext klar sind.
  • Es gibt keine grammatischen Artikel wie „der/die/das“ oder „ein/eine“.

Höflichkeit und Alltagssprache

Die Wortwahl hängt stark von Situation und Beziehung ab. Für Reisen ist die höfliche です/ます-Form (desu/masu) der beste Standard. Darüber hinaus gibt es respektvolle und bescheidene Formen (keigo), die besonders in Geschäft, Service und formellen Situationen wichtig sind.

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