Charakter: Grüne westliche Vorstädte mit Parklandschaften, Kultur, kleinen Einkaufsstraßen und dem Ghibli Museum.
Zeit: ½–1 Tag · Highlights: Inokashira-Park, Ghibli Museum, Kichijōji und Jindai-ji in der Umgebung.
Mitaka und Musashino liegen unmittelbar westlich der 23 Bezirke und gehören bereits zur Tama-Region. Die beiden Städte sind eng mit dem Zentrum verbunden, wirken aber deutlich ruhiger. Wohnviertel, Universitäten, kleine Einkaufsstraßen und große Grünflächen prägen das Bild.
Inokashira-Park und Kichijōji
Der Inokashira-Park erstreckt sich rund um einen Teich und verbindet Mitaka mit dem lebhaften Stadtteil Kichijōji in Musashino. Spazierwege, Brücken und bewaldete Bereiche machen ihn besonders im Frühjahr und Herbst attraktiv. Kichijōji bietet Cafés, kleine Geschäfte, Izakaya und überdachte Einkaufsstraßen und gilt als eines der angenehmsten westlichen Stadtzentren Tokyos.
Ghibli Museum
Am Rand des Parks liegt das Ghibli Museum in Mitaka. Das Gebäude ist selbst Teil der Inszenierung und zeigt Animationstechniken, Skizzen, kurze Filme und fantasievoll gestaltete Räume. Der Besuch ist nur mit einem vorab gebuchten Ticket für ein festes Datum möglich; spontane Besuche sind in der Regel nicht möglich.
Literatur und Umgebung
Mitaka ist außerdem mit Schriftstellern wie Osamu Dazai und Mori Ōgai verbunden. Ruhige Wege entlang des Tamagawa-jōsui-Kanals erinnern an die historische Wasserversorgung Edos. Der Ausflug lässt sich mit dem Tempel Jindai-ji und dem botanischen Garten im benachbarten Chōfu kombinieren.
Planungstipp: Das Ghibli Museum bestimmt den Tagesablauf. Zuerst das Ticket sichern und anschließend Inokashira-Park und Kichijōji darum herum planen.
Charakter: Berg- und Flusslandschaft im äußersten Westen der Präfektur, ideal zum Wandern und für naturnahe Ausflüge.
Zeit: 1–2 Tage · Highlights: Tama-Fluss, Okutama-See, Nippara-Höhle, Mitake-Schlucht und Bergpfade.
Okutama zeigt eine Seite Tokyos, die mit dem Bild der Megametropole kaum vereinbar scheint. Die Gemeinde liegt im westlichen Bergland und umfasst ausgedehnte Wälder, tiefe Täler und Teile des Chichibu-Tama-Kai-Nationalparks. Der Tama-Fluss und seine Nebenflüsse prägen die Landschaft und versorgen zugleich den Großraum Tokyo mit Wasser.
Natur und Wandern
Vom Bahnhof Okutama beginnen Spazier- und Wanderwege entlang des Flusses und in die umliegenden Berge. Der Okutama Mukashi Michi folgt teilweise einer historischen Verbindung zum heutigen Okutama-See. Der Stausee entstand durch den Ogōchi-Damm und ist von bewaldeten Berghängen umgeben; Aussichtspunkte und Wege erschließen die Umgebung.
Zu den bekanntesten Naturzielen gehört die Nippara-Kalksteinhöhle. Wasserfälle, Schluchten und bewaldete Höhen bieten je nach Jahreszeit sehr unterschiedliche Eindrücke. Im Frühjahr ist das frische Grün attraktiv, im Sommer sind die Flusstäler vergleichsweise kühl und im Herbst färben sich die Berghänge intensiv.
Mitake und Umgebung
Die Mitake-Schlucht liegt östlich des eigentlichen Okutama und lässt sich gut mit einem Spaziergang am Tama-Fluss verbinden. Von dort ist auch der Berg Mitake mit dem Musashi Mitake-jinja erreichbar. Für längere Wanderungen sind sorgfältige Routenplanung, geeignetes Schuhwerk und ein früher Start wichtig.
Planungstipp: Die Bahnverbindung ist unkompliziert, innerhalb der Bergregion fahren Busse jedoch deutlich seltener. Fahrpläne vorab prüfen und Wanderungen nicht zu knapp kalkulieren.
Charakter: Westliches Stadtzentrum der Präfektur mit historischen Tempeln, Museen und dem beliebten Wanderberg Takao.
Zeit: 1 Tag · Highlights: Takao-san, Yakuō-in, Hachiōji Castle und Takao 599 Museum.
Hachiōji liegt rund 40 Kilometer westlich des Zentrums und gehört zur Tama-Region. Die Stadt entwickelte sich an wichtigen Verkehrswegen zwischen der Kantō-Ebene und den Bergregionen Zentraljapans. In der Edo-Zeit war sie für Textilproduktion und Seidenhandel bekannt; später wurde sie ein bedeutender Standort für Hochschulen, Forschung und Industrie.
Takao-san
Das bekannteste Ziel ist der 599 Meter hohe Takao-san. Mehrere Wanderwege führen durch bewaldete Hänge zum Gipfel. Eine Standseilbahn und ein Sessellift verkürzen den Aufstieg, sodass sich der Berg sowohl für eine Wanderung als auch für einen unkomplizierten Tagesausflug eignet. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Fuji.
Auf dem Berg liegt der buddhistische Tempel Yakuō-in, dessen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Tengu-Figuren, Schreine und Tempelgebäude verbinden die Wanderung mit religiöser Kultur. Am Fuß des Berges informiert das Takao 599 Museum über Natur, Tierwelt und Wanderwege.
Weitere Ziele in Hachiōji
Die Ruinen von Hachiōji Castle erinnern an eine bedeutende Bergfestung der späten Sengoku-Zeit. Wer Kunst bevorzugt, findet mit dem Tokyo Fuji Art Museum eine umfangreiche Sammlung. Das Zentrum um den Bahnhof ist modern und eignet sich vor allem als Ausgangspunkt; der besondere Reiz liegt in der Verbindung von Stadtgeschichte und westlicher Berglandschaft.
Planungstipp: Takao ist vom Zentrum Tokyos direkt per Bahn erreichbar. Für den Aufstieg und den Tempel genügend Zeit einplanen; an Wochenenden und während der Herbstfärbung ist der Berg sehr stark besucht.
Region: Kyushu/Okinawa Hauptstadt: Naha Charakter: subtropische Inselwelt und Ryukyu-Kultur
Präfektur Okinawa
Okinawa umfasst die südlichsten Inselgruppen Japans. Die Region verbindet subtropische Küsten und Korallenriffe mit der eigenständigen Geschichte des ehemaligen Ryukyu-Königreichs; Naha, Shuri und die kleineren Inseln bilden wichtige Reiseziele.
Region: Kyushu Hauptstadt: Kagoshima Charakter: Vulkanlandschaften, Inseln und subtropisches Klima
Präfektur Kagoshima
Kagoshima und das Haus Shimazu sind historisch eng miteinander verbunden. Kagoshima liegt im Süden Kyushus. Sakurajima prägt die Bucht vor der Hauptstadt; weiter südlich gehören Yakushima, Tanegashima und zahlreiche kleinere Inseln zur Präfektur.
Region: Kyushu Hauptstadt: Miyazaki Charakter: Pazifikküste, Schluchten und Mythologie
Präfektur Miyazaki
Miyazaki liegt an der Pazifikküste im Osten Kyushus. Takachiho mit seiner Schlucht und seinen Mythen, die Küstenlandschaften von Nichinan und ein mildes Klima prägen die Präfektur.
Region: Kyushu Hauptstadt: Nagasaki Charakter: Hafenstadt, Inseln und internationale Geschichte
Präfektur Nagasaki
Nagasaki ist von Buchten, Halbinseln und zahlreichen Inseln geprägt. Die Stadt Nagasaki steht für die lange Geschichte des internationalen Austauschs; weitere Ziele sind Unzen, Shimabara und die Goto-Inseln.
Region: Kyushu Hauptstadt: Saga Charakter: Keramik, Ebenen und Küstenlandschaften
Präfektur Saga
Saga liegt im Nordwesten Kyushus. Besonders bekannt sind die Keramikorte Arita und Imari, die Burgstadt Karatsu und die Küstenlandschaften am Genkai-Meer und an der Ariake-See.
Region: Shikoku Hauptstadt: Matsuyama Charakter: Burgen, Onsen, Inselmeer und Zitrusfrüchte
Präfektur Ehime
Ehime liegt im Nordwesten Shikokus. Matsuyama mit seiner Burg und Dōgo Onsen, die Shimanami-Kaidō-Radroute sowie die Küstenlandschaften der Seto-Inlandsee gehören zu den bekanntesten Zielen.