Ii – Hikone und die Tokugawa-Elite

Auf einen Blick

Typ
Fudai-Daimyō-Haus

Region
Hikone / Ōmi

Prägende Personen
Ii Naomasa, Ii Naosuke

Rolle
Engste Führungsschicht des Tokugawa-Bakufu

Ii Naomasa und Sekigahara

Ii Naomasa gehörte zu den wichtigsten Generälen Tokugawa Ieyasus. Seine Truppen wurden wegen ihrer roten Rüstungen als Ii no Akazonae bekannt. Nach Sekigahara erhielt das Haus eine strategisch wichtige Stellung in Ōmi; Hikone wurde zum Zentrum der Domäne.

Ii Naosuke und das Bakumatsu

Im 19. Jahrhundert wurde Ii Naosuke als Tairō zu einer Schlüsselfigur des Bakufu. Seine Politik gegenüber den westlichen Mächten und innenpolitischen Gegnern war heftig umstritten. Seine Ermordung 1860 vor dem Sakurada-Tor wurde zu einem Symbol der Krise des Tokugawa-Systems.

Verbindung zum Blog: Das Haus Ii lässt sich unmittelbar mit Hikone, Hikone-jō und dem Biwa-See verbinden.

Familie und Aufstieg

Die Ii stammten aus Iinoya in der Provinz Tōtōmi. Der entscheidende Aufstieg begann mit Ii Naomasa, einem der engsten Generäle Tokugawa Ieyasus und einem der sogenannten Vier Himmelskönige der Tokugawa. Nach Sekigahara erhielt Naomasa das Gebiet um Sawayama. Seine Nachfolger verlegten den Sitz nach Hikone und entwickelten sich zu einer der einflussreichsten Fudai-Daimyō-Familien des Shōgunats.

Hikone und die Residenzen der Ii

Hikone Castle wurde ab 1603 zum dauerhaften Machtzentrum der Familie am Biwa-See. Die Burgstadt kontrollierte eine strategisch wichtige Verbindung zwischen Kyoto und dem Osten Japans. Als hochrangige Fudai-Daimyō unterhielten die Ii außerdem Residenzen in Edo. Ihr bekanntester später Vertreter, Ii Naosuke, war als Tairō einer der einflussreichsten Politiker des Bakumatsu.

Kriege und politische Krisen

Ii Naomasa spielte in Tokugawa-Diensten bei Komaki und Nagakute 1584, im Odawara-Feldzug 1590 und bei Sekigahara 1600 eine wichtige Rolle. Im 19. Jahrhundert verlagerte sich die Bedeutung des Hauses stärker auf die Politik. Ii Naosuke unterstützte die Öffnung Japans und prägte die Politik des Shōgunats in einer Zeit wachsender innerer Spannungen. Seine Ermordung 1860 am Sakuradamon in Edo wurde zu einem Symbol der Bakumatsu-Krise. Im Boshin-Krieg schloss sich Hikone schließlich der kaiserlichen Seite an.