Uesugi – Herrschaft in Echigo
Auf einen Blick
Typ
Sengoku-Daimyō-Haus
Region
Echigo
Prägende Person
Uesugi Kenshin
Rivale
Takeda Shingen
Machtbasis im Norden Zentraljapans
Uesugi Kenshin konsolidierte seine Herrschaft in Echigo und wurde zu einem der bedeutendsten Kriegsherren der Sengoku-Zeit. Seine militärischen Kampagnen führten ihn wiederholt gegen die Takeda und in die Auseinandersetzungen um die Kantō-Region.
Religion und Kriegerideal
Kenshin verband seine politische Rolle mit ausgeprägter buddhistischer Frömmigkeit und identifizierte sich besonders mit Bishamonten. Die spätere Erinnerung stilisierte ihn zusammen mit Takeda Shingen zum Musterbeispiel eines ehrenhaften Rivalenpaares.
Familie und Nachfolge
Das Haus Uesugi war ursprünglich eine Adelsfamilie mit engen Verbindungen zum Ashikaga-Shōgunat. Der berühmteste Vertreter, Uesugi Kenshin, wurde als Nagao Kagetora geboren und durch Adoption zum Oberhaupt der Uesugi. Nach seinem Tod führte ein Nachfolgestreit zwischen Kagekatsu und Kagetora zum sogenannten Otate-Krieg; Uesugi Kagekatsu setzte sich durch und führte das Haus in die frühe Edo-Zeit.
Burgen und Residenzen
Kenshins wichtigstes Machtzentrum war Kasugayama Castle bei Jōetsu in der Provinz Echigo. Unter Kagekatsu verlagerte sich der Schwerpunkt zunächst nach Aizu. Nach dem Konflikt mit Tokugawa Ieyasu und der Neuordnung nach Sekigahara wurde das Haus auf die Domäne Yonezawa reduziert, wo die Uesugi bis zum Ende der Edo-Zeit herrschten. Yonezawa Castle und der Uesugi-Schrein erinnern heute an diese spätere Phase.
Kriege und Rivalitäten
Die bekannteste Rivalität war der langjährige Konflikt mit den Takeda um Nord-Shinano, der in den Schlachten von Kawanakajima kulminierte. Kenshin griff außerdem wiederholt in die Machtkämpfe des Kantō ein. Unter Kagekatsu kämpften Uesugi-Truppen 1590 im Toyotomi-Feldzug gegen Odawara. 1600 geriet Kagekatsu in offenen Gegensatz zu Tokugawa Ieyasu; dieser Konflikt war einer der Auslöser der Krise, die in der Schlacht von Sekigahara gipfelte. Nach der Niederlage der westlichen Koalition verlor das Haus einen großen Teil seines Territoriums.














