Japan – Gerichte

Die japanische Küche reicht von einfachen Nudel- und Reisgerichten bis zu fein abgestimmten Menüs der Kaiseki-Küche. Typisch sind saisonale Zutaten, eine klare Präsentation und die Kombination aus Reis, Nudeln, Fisch, Gemüse, Tofu, Brühen und fermentierten Würzmitteln. Die folgende Übersicht ordnet bekannte Gerichte nach Gruppen und erklärt kurz, was sich dahinter verbirgt.

Nudelgerichte

Ramen
Weizennudeln in kräftiger Brühe. Häufige Varianten sind shōyu mit Sojasauce, miso, shio mit Salz oder tonkotsu auf Basis von Schweineknochen.

Tsukemen
Getrennt servierte Nudeln, die vor jedem Bissen in eine konzentrierte Brühe getaucht werden.

Abura Soba
Ramen-Nudeln ohne Suppe, vermischt mit Öl, Sauce, Frühlingszwiebeln und Beilagen.

Udon
Dicke, helle Weizennudeln, heiß in Brühe oder kalt mit Dip serviert.

Kitsune Udon
Udon mit süßlich gewürztem frittiertem Tofu.

Curry Udon
Udon in einer sämigen japanischen Currysauce.

Soba
Dünne Nudeln aus Buchweizen, warm in Brühe oder kalt als zaru soba mit Dip.

Tempura Soba
Soba mit Garnelen- oder Gemüsetempura.

Yakisoba
Gebratene Weizennudeln mit Kohl, Fleisch oder Meeresfrüchten und würziger Sauce.

Sōmen
Sehr dünne Weizennudeln, meist kalt im Sommer mit leichter Dip-Sauce.

Hiyashi Chūka
Kalte Nudeln mit Ei, Gurke, Schinken, Tomate und säuerlichem Dressing.

Champon
Nagasaki-Nudelgericht mit Schweinefleisch, Gemüse und Meeresfrüchten in milder Brühe.

Reisgerichte und Schüsseln

Onigiri
Geformte Reisbällchen, etwa mit Lachs, Thunfisch-Mayonnaise, Umeboshi oder Kombu gefüllt.

Donburi
Sammelbegriff für Reisgerichte in einer Schüssel mit verschiedenen Auflagen.

Gyūdon
Reis mit dünn geschnittenem Rindfleisch und Zwiebeln in süßlich-würziger Sauce.

Oyakodon
Reis mit Huhn und Ei, gemeinsam in Dashi und Sojasauce gegart.

Katsudon
Reis mit paniertem Schweinekotelett, Zwiebeln und Ei.

Tendon
Reisschüssel mit Tempura und einer leicht süßen Sauce.

Unadon / Unajū
Gegrillter Aal mit süßlicher Tare-Sauce auf Reis.

Kaisendon
Reis mit verschiedenen rohen Fisch- und Meeresfrüchtesorten.

Ochazuke
Reis, der mit grünem Tee oder Dashi übergossen und mit Lachs, Nori oder eingelegtem Gemüse ergänzt wird.

Takikomi Gohan
Reis, der zusammen mit Pilzen, Gemüse, Fleisch oder Fisch und Würzbrühe gegart wird.

Omurice
Gebratener Reis in einem dünnen Omelett.

Hayashi Rice
Reis mit Rindfleisch und Zwiebeln in einer dunklen, mild-säuerlichen Sauce.

Sushi, Sashimi und Fischgerichte

Sushi bezeichnet gesäuerten Reis mit Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse oder Ei. Sashimi besteht aus rohem Fisch oder Meeresfrüchten ohne Reis.

Nigiri
Handgeformter Reis mit einer Auflage wie Thunfisch, Lachs, Garnele, Tintenfisch oder Ei.

Maki
Mit Nori umwickelte Sushirollen; dünn als hosomaki oder größer als futomaki.

Temaki
Handgerollte, kegelförmige Nori-Tüte mit Reis und Füllung.

Gunkan
Reis mit Nori-Rand für weiche Auflagen wie Fischrogen oder Seeigel.

Chirashizushi
Sushi-Reis in einer Schüssel mit verschiedenem Fisch, Ei und Gemüse.

Inarizushi
Sushi-Reis in süßlich gewürzten Tofutaschen.

Tataki
Außen kurz angebratener, innen roher Fisch oder Fleisch, dünn aufgeschnitten und gewürzt.

Shioyaki
Ganzer oder geteilter Fisch, gesalzen und gegrillt.

Teriyaki
Fisch oder Fleisch, glasiert mit Sojasauce, Mirin und Zucker.

Nanbanzuke
Frittierter Fisch in einer säuerlichen Marinade mit Zwiebeln und Gemüse.

Fugu
Kugelfisch, der ausschließlich von entsprechend ausgebildeten Fachkräften zubereitet werden darf.

Ankimo
Gedämpfte Seeteufelleber, häufig mit Ponzu und Frühlingszwiebeln serviert.

Frittierte und panierte Gerichte

Tempura
Garnelen, Fisch oder Gemüse in einem leichten Teigmantel, kurz und knusprig frittiert.

Tonkatsu
Paniertes Schweinekotelett, meist mit fein geschnittenem Kohl und Tonkatsu-Sauce.

Chicken Katsu
Die entsprechende Variante mit Hühnerfleisch.

Karaage
Marinierte und knusprig frittierte Hühnerstücke.

Korokke
Japanische Kroketten aus Kartoffeln oder cremiger Füllung.

Kushiage / Kushikatsu
Panierte und frittierte Spieße mit Fleisch, Fisch, Käse oder Gemüse.

Agedashi Dōfu
Leicht frittierter Tofu in warmer Dashi-Brühe.

Ebi Fry
Große Garnelen in Panko-Panade, häufig mit Tartar- oder Tonkatsu-Sauce.

Grill und Eisenplatte

Yakitori
Hühnerfleisch und Innereien auf Spießen, mit Salz oder Tare-Sauce gegrillt.

Yakiniku
Dünne Fleischstücke und Gemüse, die am Tisch auf einem kleinen Grill gegart werden.

Robatayaki
Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und Gemüse vom offenen Holzkohlegrill.

Teppanyaki
Fleisch, Fisch und Gemüse von einer heißen Stahlplatte.

Okonomiyaki
Herzhafter Pfannkuchen aus Teig und Kohl mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Gemüse.

Monjayaki
Dünnflüssigere Tokioter Variante des Okonomiyaki, direkt von der Platte gegessen.

Takoyaki
Teigbällchen mit Oktopus, Sauce, Mayonnaise, Bonitoflocken und Aonori.

Yaki Onigiri
Gegrillte Reisbällchen mit knuspriger Oberfläche und Sojasaucenglasur.

Eintöpfe und Gerichte am Tisch

Nabemono
Sammelbegriff für japanische Eintöpfe, die in einem Topf am Tisch gekocht werden.

Sukiyaki
Dünnes Rindfleisch, Tofu, Pilze und Gemüse in süßlich-würziger Sauce.

Shabu-Shabu
Dünne Fleischscheiben und Gemüse werden kurz in heißer Brühe gegart.

Yose Nabe
Gemischter Eintopf mit Fisch, Fleisch, Tofu, Pilzen und Gemüse.

Chanko Nabe
Nahrhafter Eintopf mit Fleisch, Fisch, Tofu und Gemüse, bekannt als Gericht der Sumoringer.

Oden
Daikon, Ei, Konnyaku, Tofu- und Fischprodukte in milder Dashi-Brühe.

Motsunabe
Kräftiger Eintopf aus Innereien, Kohl und Knoblauch, besonders mit Fukuoka verbunden.

Yudōfu
Schlichtes Kyoto-Gericht aus Tofu in heißem Kombu-Wasser mit Dip.

Hausmannskost und kleine Gerichte

Gyoza
Gebratene Teigtaschen mit Fleisch- und Gemüsefüllung.

Nikujaga
Geschmortes Fleisch mit Kartoffeln und Zwiebeln in süßlich-würziger Sauce.

Hambāgu
Japanisches Hacksteak, häufig mit Demi-glace-Sauce oder geriebenem Daikon.

Shōgayaki
Dünnes Schweinefleisch, gebraten mit Ingwer und Sojasauce.

Tamagoyaki
In mehreren Schichten gerolltes Omelett.

Chawanmushi
Gedämpfter Eierpudding mit Dashi, Pilzen, Huhn oder Garnelen.

Hiyayakko
Kalter Tofu mit Frühlingszwiebeln, Ingwer und Sojasauce.

Nattō
Fermentierte Sojabohnen, meist mit Reis zum Frühstück.

Edamame
Gekochte junge Sojabohnen, leicht gesalzen.

Tsukemono
Verschiedene eingelegte Gemüse als Beilage.

Sunomono
Leichter Salat mit Reisessig-Dressing.

Kinpira Gobo
Gebratene Klettenwurzel und Karotte mit Sojasauce, Mirin und Sesam.

Currys, Suppen und Menüs

Kare Raisu
Japanisches Curry mit Reis, Kartoffeln, Karotten und Fleisch.

Katsu Curry
Curryreis mit paniertem Schweinekotelett.

Miso Shiru
Miso-Suppe mit Dashi, Tofu, Wakame und Frühlingszwiebeln.

Tonjiru
Kräftige Miso-Suppe mit Schweinefleisch und Wurzelgemüse.

Teishoku
Alltagsmenü aus Hauptgericht, Reis, Miso-Suppe und eingelegtem Gemüse.

Kaiseki
Mehrgängiges, saisonal abgestimmtes Menü mit besonderem Augenmerk auf Zutaten und Präsentation.

Shōjin Ryōri
Buddhistisch geprägte vegetarische Küche mit Tofu, Gemüse, Pilzen und Algen.

Ekiben
Regional gestaltete Bento-Boxen, die an Bahnhöfen und in Zügen verkauft werden.

Regionale Spezialitäten

  • Hiroshima-Okonomiyaki: geschichtete Variante mit Nudeln, Kohl und Ei.
  • Hakata Ramen: dünne Nudeln in cremiger Tonkotsu-Brühe aus Fukuoka.
  • Sapporo Miso Ramen: kräftige Miso-Brühe, häufig mit Mais und Butter.
  • Sanuki Udon: besonders feste Udon aus der Präfektur Kagawa.
  • Kishimen: breite, flache Nudeln aus Nagoya.
  • Hōtō: breite Nudeln mit Kürbis und Gemüse in Miso-Brühe aus Yamanashi.
  • Hitsumabushi: Aal auf Reis aus Nagoya, mit Gewürzen und Brühe gegessen.
  • Gyūtan: gegrillte Rinderzunge, besonders mit Sendai verbunden.
  • Jingisukan: gegrilltes Lammfleisch mit Gemüse aus Hokkaidō.
  • Chicken Nanban: frittiertes Huhn mit süß-saurer Sauce und Tartar-Sauce aus Miyazaki.
  • Goya Champuru: gebratene Bittermelone mit Tofu, Ei und Schweinefleisch aus Okinawa.
  • Okinawa Soba: dicke Weizennudeln in Brühe mit geschmortem Schweinefleisch.

Hinweis: Viele Gerichte gibt es in zahlreichen regionalen und saisonalen Varianten. Die Schreibweise kann je nach Umschrift leicht abweichen.

Japan – Zutaten Speisen

Die japanische Küche lebt weniger von einer großen Zahl komplizierter Zutaten als von deren sorgfältiger Auswahl und Kombination. Reis, Dashi, Sojaprodukte, Algen, Gemüse, Fisch und fermentierte Würzmittel bilden die Grundlage vieler Speisen. Diese Seite stellt typische Bestandteile und Grundprodukte vor, ohne die bereits auf der Seite Japan – Gerichte beschriebenen Speisen zu wiederholen.

Reis und Getreide

Uruchimai
Der gewöhnliche japanische Rundkornreis. Er wird beim Garen weich und leicht klebrig und ist die wichtigste Beilage der Alltagsküche.

Mochigome
Besonders klebreicher Reis, der vor allem für Reiskuchen und festliche Zubereitungen verwendet wird.

Genmai
Unpolierter Naturreis mit kräftigerem Geschmack und festerer Konsistenz.

Haigamai
Teilpolierter Reis, bei dem der nährstoffreiche Keim erhalten bleibt.

Mugi
Gerste wird häufig mit Reis gemischt oder für Tee und fermentierte Produkte genutzt.

Sobako
Buchweizenmehl mit nussigem Aroma. Es ist glutenarm beziehungsweise je nach Verarbeitung glutenfrei.

Komugiko
Weizenmehl für Nudeln, Teige, Panaden und Süßspeisen.

Katakuriko
Heute meist Kartoffelstärke. Sie dient zum Binden, Bestäuben und für besonders knusprige Oberflächen.

Dashi und Umami-Grundlagen

Dashi
Leichte Grundbrühe und eine der wichtigsten Geschmacksbasen der japanischen Küche. Sie wird je nach Verwendung aus Kombu, Bonitoflocken, kleinen Trockenfischen oder Pilzen hergestellt.

Katsuobushi
Getrockneter, geräucherter und fermentierter Bonito, der zu sehr feinen Flocken gehobelt wird.

Niboshi / Iriko
Getrocknete kleine Sardinen oder Anchovis für kräftigere Brühen.

Kombu-Dashi
Milde pflanzliche Brühe aus Kombu-Algen. Sie ist eine wichtige Grundlage vegetarischer und buddhistischer Küche.

Shiitake-Dashi
Brühe aus eingeweichten getrockneten Shiitake-Pilzen mit ausgeprägtem Umami-Geschmack.

Ajinomoto
Handelsname, der in Japan häufig stellvertretend für Mononatriumglutamat verwendet wird. Es verstärkt den Umami-Eindruck.

Sojasaucen und flüssige Würzmittel

Koikuchi Shōyu
Dunkle Allzweck-Sojasauce und die in Japan am häufigsten verwendete Variante.

Usukuchi Shōyu
Hellere, aber meist salzigere Sojasauce. Sie würzt, ohne Speisen stark zu verdunkeln.

Tamari
Kräftige, meist weizenarme Sojasauce mit hohem Sojaanteil.

Shiro Shōyu
Sehr helle Sojasauce mit hohem Weizenanteil und mildem Aroma.

Mirin
Süßer Reiswein zum Kochen. Er verleiht Glanz, milde Süße und rundet salzige Würzungen ab.

Ryōrishu
Kochsake, der Aromen unterstützt und Gerüche von Fleisch oder Fisch mildert.

Su
Reisessig mit milder Säure. Dunkler kurozu ist kräftiger und malziger.

Ponzu
Zitrusbetonte Würzsauce, meist aus Zitrussaft, Sojasauce und Dashi-Bestandteilen.

Miso und fermentierte Würzmittel

Kome Miso
Miso aus Sojabohnen und Reiskōji. Es ist die verbreitetste Gruppe.

Shiro Miso
Helles, mildes und vergleichsweise süßes Miso mit kurzer Reifezeit.

Aka Miso
Dunkleres, länger gereiftes Miso mit kräftigem und salzigerem Geschmack.

Mugi Miso
Mit Gerstenkōji hergestelltes Miso, besonders im Westen und Süden Japans verbreitet.

Hatchō Miso
Sehr dunkles, kräftiges Miso aus Sojabohnen, das traditionell lange reift.

Kōji
Mit dem Schimmelpilz Aspergillus oryzae beimpfter Reis, Gerste oder Soja. Kōji ist Grundlage für Miso, Sojasauce, Sake und weitere Fermente.

Shio Kōji
Fermentierte Mischung aus Kōji, Salz und Wasser zum Marinieren und Würzen.

Amazake
Mild-süßes Fermentationsprodukt aus Reis und Kōji, das auch zum Süßen und Marinieren verwendet wird.

Sojabohnen und Tofuprodukte

Daizu
Sojabohnen sind Grundlage zahlreicher japanischer Produkte und eine wichtige pflanzliche Eiweißquelle.

Edamame
Unreif geerntete grüne Sojabohnen, die meist in der Schote gegart werden.

Momen Dōfu
Fester, gepresster Tofu mit gröberer Struktur. Er eignet sich gut zum Braten und Kochen.

Kinugoshi Dōfu
Seidiger Tofu mit sehr glatter und weicher Konsistenz.

Yaki Dōfu
Fester Tofu mit leicht angebräunter Oberfläche, der beim Kochen formstabil bleibt.

Aburaage
Dünne, frittierte Tofutaschen, die Flüssigkeit und Würzung besonders gut aufnehmen.

Atsuage
Dicker, außen frittierter und innen weicher Tofu.

Yuba
Feine Haut, die sich beim Erhitzen von Sojamilch bildet. Sie wird frisch oder getrocknet verwendet.

Okara
Faserreicher Pressrückstand aus der Sojamilchherstellung.

Nattō
Fermentierte Sojabohnen mit starkem Aroma und typisch klebriger Struktur.

Algen und Meeresgemüse

Kombu
Dicke Braunalge mit hohem natürlichem Glutamatanteil. Sie wird vor allem für Brühen und zum Mitgaren verwendet.

Nori
Dünne, getrocknete Algenblätter oder Flocken zum Umhüllen, Bestreuen und Würzen.

Wakame
Zarte Braunalge für Suppen und Salate.

Hijiki
Dunkle, fadenförmige Alge, die eingeweicht und gekocht wird.

Aonori
Feine grüne Algenflocken mit intensivem Meeresaroma.

Mozuku
Feine, leicht schleimige Braunalge, häufig mit Essig gewürzt.

Mekabu
Der gefältelte untere Teil der Wakame-Alge mit kräftiger, leicht schleimiger Textur.

Tokoroten
Feste, transparente Streifen aus Agar-haltigen Rotalgen.

Fisch, Meeresfrüchte und Fischprodukte

Maguro
Thunfisch. Unterschieden werden unter anderem mageres akami, fetteres chūtoro und besonders fettes ōtoro.

Katsuo
Bonito, frisch oder verarbeitet als Katsuobushi.

Sake / Shake
Lachs, sowohl roh als auch gegart verwendet.

Saba
Makrele mit kräftigem, fettreichem Fleisch.

Tai
Meerbrasse, häufig mit festlichen Anlässen verbunden.

Ika
Kalmar beziehungsweise Tintenfisch, roh, gegrillt, gekocht oder getrocknet verwendet.

Tako
Oktopus mit fester Konsistenz, meist vorgegart.

Ebi
Sammelbegriff für Garnelen und größere Krebstiere.

Hotate
Jakobsmuscheln mit mild-süßlichem Geschmack.

Ikura und Tarako
Lachsrogen beziehungsweise gesalzener Rogen des Alaska-Seelachses.

Nerimono – Produkte aus Fischpaste

Nerimono ist der Sammelbegriff für gegarte Produkte aus fein zerkleinertem Fischfleisch. Häufig verwendet werden weißfleischige Fischarten. Die Masse wird gewürzt, geformt und anschließend gedämpft, gekocht, gegrillt oder frittiert.

Kamaboko
Gedämpfte Fischpaste in halbrunder Form, oft weiß und rosa gefärbt.

Chikuwa
Röhrenförmige Fischpaste, die um einen Stab geformt und gegrillt oder gedämpft wird.

Satsumaage
Frittierte Fischpaste, teilweise mit Gemüse oder anderen Einlagen.

Hanpen
Sehr weiches, helles Fischpastenerzeugnis mit lockerer Textur.

Gemüse, Wurzeln und Hülsenfrüchte

Daikon
Großer weißer Rettich, roh, gerieben, gekocht oder eingelegt verwendet.

Renkon
Lotuswurzel mit charakteristischen Löchern und knackiger Textur.

Gobō
Klettenwurzel mit erdigem Aroma und fester Struktur.

Satoimo
Kleine Taro-Knollen, die beim Garen cremig und leicht klebrig werden.

Nagaimo / Yamaimo
Japanische Yamswurzel, die roh gerieben eine zähflüssige Konsistenz entwickelt.

Take-no-ko
Bambussprossen, frisch oder vorgekocht erhältlich.

Hakusai
Chinakohl mit mildem Geschmack, besonders häufig in der Winterküche.

Shungiku
Blätter der Speisechrysantheme mit würzig-herbem Aroma.

Mizuna
Fein gezacktes Blattgemüse mit leicht pfeffriger Note.

Komatsuna
Japanisches Senfblattgemüse, ähnlich mildem Blattkohl.

Kabocha
Japanischer Kürbis mit dichtem, süßlichem Fruchtfleisch.

Azuki
Kleine rote Bohnen, die besonders häufig für süße Bohnenpaste genutzt werden.

Pilze

Shiitake
Kräftiger Speisepilz, frisch oder getrocknet. Getrocknete Shiitake liefern besonders viel Umami.

Enoki
Sehr dünne, langstielige Pilze mit milder Note.

Shimeji
Kleine Büschelpilze mit fester Textur und leicht nussigem Aroma.

Maitake
Fein verzweigter Pilz mit kräftigem Duft.

Eringi
Kräuterseitling mit dickem Stiel und fleischiger Konsistenz.

Matsutake
Hoch geschätzter, saisonaler Waldpilz mit intensivem Aroma.

Gewürze, Kräuter und Zitrusfrüchte

Wasabi
Scharfes Rhizom mit flüchtiger, nasenbetonter Schärfe. Frischer Wasabi ist deutlich milder und komplexer als viele Fertigpasten.

Shōga
Ingwer, frisch gerieben, eingelegt oder als Saft verwendet.

Myōga
Aromatische Blütenknospen einer Ingwerart, meist fein geschnitten als Garnitur.

Shiso
Grüne oder rote Perillablätter mit kräuterig-zitrischem Aroma.

Yuzu
Sehr aromatische Zitrusfrucht; verwendet werden Saft und Schale.

Sudachi und Kabosu
Kleine grüne Zitrusfrüchte mit frischer, säuerlicher Note.

Sanshō
Japanischer Pfeffer mit zitronigem Aroma und leicht betäubender Wirkung.

Shichimi Tōgarashi
Gewürzmischung aus Chili und weiteren Zutaten wie Sesam, Sanshō, Zitrusschale und Algen.

Sesam, Nüsse und Samen

Goma
Weißer oder schwarzer Sesam, geröstet, gemahlen oder als Paste verwendet.

Nerigoma
Fein gemahlene Sesampaste, heller oder dunkler Art.

Gomaabura
Geröstetes Sesamöl mit kräftigem Aroma, sparsam zum Würzen eingesetzt.

Kuromame
Schwarze Sojabohnen, häufig süßlich gekocht oder als regionale Spezialität verarbeitet.

Kuri
Esskastanien, sowohl in herzhaften als auch süßen Zubereitungen.

Ginnan
Ginkgonüsse mit leicht bitterem, charakteristischem Aroma. Sie werden nur gegart und in kleinen Mengen gegessen.

Eingelegte und konservierte Zutaten

Tsukemono
Sammelbegriff für eingelegtes Gemüse. Die Einlage kann auf Salz, Reisessig, Reiskleie, Miso, Sake-Trester oder Sojasauce basieren.

Umeboshi
Gesalzene und fermentierte Ume-Früchte mit stark saurem und salzigem Geschmack.

Takuan
Gelbliches, eingelegtes Daikon-Rettichprodukt.

Gari
Dünn geschnittener, süß-sauer eingelegter Ingwer.

Beni Shōga
Rot gefärbter, säuerlich eingelegter Ingwer in feinen Streifen.

Nukazuke
Gemüse, das in fermentierter Reiskleie eingelegt wird.

Kasuzuke
In Sake-Trester eingelegte Zutaten mit süßlich-fermentiertem Aroma.

Shiokara
Stark salzig fermentierte Meeresprodukte, meist aus Tintenfisch und seinen Innereien.

Fleisch, Geflügel und Eier

Wagyū
Sammelbegriff für japanische Rinderrassen. Stark marmoriertes Fleisch ist besonders bekannt, aber nicht jedes Wagyū ist gleich stark marmoriert.

Buta
Schweinefleisch ist besonders in der Alltagsküche und in südlicheren Regionen verbreitet.

Tori
Hühnerfleisch; verwendet werden Brust, Keule, Haut und verschiedene Innereien.

Kamo
Ente mit kräftigem Geschmack, häufig in saisonalen Zubereitungen.

Tamago
Hühnereier werden gekocht, roh, gedämpft oder als Bindemittel eingesetzt.

Uzura no Tamago
Kleine Wachteleier, die oft gekocht oder eingelegt verwendet werden.

Weitere typische Grundprodukte

Konnyaku
Kalorienarmes, elastisches Produkt aus der Konjakwurzel, als Block oder in nudelähnlicher Form erhältlich.

Shirataki
Dünne, transparente Konjakfäden mit neutralem Geschmack.

Panko
Grobe, luftige japanische Brotbrösel für besonders knusprige Panaden.

Tenkasu
Kleine knusprige Reste von frittiertem Teig, die als Einlage oder Topping dienen.

Kanpyō
Getrocknete Streifen des Flaschenkürbisses, die vor der Verwendung eingeweicht und gewürzt werden.

Fu
Getrocknetes Weizengluten in verschiedenen Formen, das Flüssigkeit sehr gut aufnimmt.

Kanten
Geliermittel aus Rotalgen, außerhalb Japans häufig als Agar-Agar bezeichnet.

Kuromitsu
Dunkler Zuckersirup mit malzig-karamelligem Geschmack.


Hinweis: Viele Bezeichnungen stehen für Produktgruppen mit regionalen Varianten. Bei verarbeiteten Lebensmitteln lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste, da Salzgehalt, Süße und Zusammensetzung deutlich variieren können.

Japan – Kiso-Tal

Auf einen Blick

Region: Chūbu · Präfektur: Nagano

Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Kiso-Tal, Suwa-Region und Japanischen Alpen.

Für die Planung: Bei längeren Strecken Bahn, Bus oder Mietwagen einplanen; viele Ziele lassen sich gut mit Matsumoto oder dem Kiso-Tal verbinden.

Nezame no toko (寝覚の床), was „Bett des Erwachens“ bedeutet, ist ein malerischer Ort in Japan, gelegen in Agematsu, Bezirk Kiso, Präfektur Nagano.

Es ist ein national ausgewiesener Ort malerischer Schönheit und hat seinen Namen vermutlich davon, weil die atemberaubende Aussicht sogar schläfrige Zuschauer so stimulierte, dass sie hellwach wurden. Hier gibt es natürlich vorkommende erodierte Granitfelsformationen und einige von ihnen sollen die Form von Löwen, Lotusblumen usw. haben. Der Volkstradition zufolge leitet sich der Name davon ab, dass Urashima Tarō hier ein „Erwachen“ erlebte, also das Gefühl, dass alles in seinem Leben bis dahin wie in einem Traum gewesen sei. In früheren Jahren gab es starke Strömungen, die die Formation schufen, aber der Wasserstand ist aufgrund des 1968 in Betrieb genommenen Kiso-Damm flussaufwärts gesunken, wodurch auch mehr von der Granitformation freigelegt wurde, die früher unter Wasser waren. 

Sehenswürdigkeiten in Nagano

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Japan – Nara

Auf einen Blick

Region: Kansai · Präfektur: Nara

Charakter: Alte Kaiserstadt mit bedeutenden Tempeln, Schreinen und dem weitläufigen Nara-Park.

Zeit: 1–2 Tage · Highlights: Tōdai-ji, Kasuga Taisha, Nara-kōen, Kōfuku-ji und Naramachi.

Historischer Kontext: Nara war im 8. Jahrhundert Japans erste dauerhaft angelegte Hauptstadt und bewahrt bis heute eine außergewöhnliche Dichte bedeutender Tempel, Schreine und früher Staatsgeschichte.

Heijō-kyō und die Nara-Zeit

710 wurde die Hauptstadt nach Heijō-kyō, dem heutigen Nara, verlegt. Die Stadt orientierte sich in ihrer Planung an chinesischen Vorbildern der Tang-Zeit. Ein regelmäßiges Straßengitter, Regierungsbezirke und große buddhistische Tempel sollten die neue Zentralmacht sichtbar machen.

In der Nara-Zeit gewann der Buddhismus erheblichen politischen und kulturellen Einfluss. Kaiser Shōmu förderte den Aufbau eines landesweiten Netzes staatlicher Tempel und ließ in Nara den Tōdai-ji mit dem Großen Buddha errichten. Gleichzeitig entwickelte sich eine Hofkultur, die stark von Kontakten zum asiatischen Festland geprägt war.

784 verließ der Kaiserhof Nara zunächst wieder; 794 wurde Heian-kyō, das heutige Kyoto, neue Hauptstadt. Nara verlor dadurch seine politische Zentralfunktion, blieb aber als religiöses Zentrum von herausragender Bedeutung. Gerade weil die Stadt danach nicht dauerhaft Regierungssitz blieb, haben sich viele historische Strukturen in anderer Form als in Kyoto erhalten.

Tōdai-ji und der Große Buddha

Der Tōdai-ji gehört zu den bedeutendsten buddhistischen Tempeln Japans. Sein Daibutsuden beherbergt die monumentale Bronzestatue des Vairocana-Buddha. Die heutige Haupthalle stammt aus der Edo-Zeit und ist kleiner als ihre mittelalterlichen Vorgängerbauten, vermittelt aber noch immer einen Eindruck von der enormen Bedeutung des Tempels.

Zum weitläufigen Tempelgelände gehören weitere Hallen und Aussichtspunkte an den bewaldeten Hängen östlich des Parks. Besonders Nigatsu-dō bietet einen weiten Blick über Nara und verbindet sich gut mit einem Spaziergang in Richtung Kasuga Taisha.

Kasuga Taisha, Kōfuku-ji und die Fujiwara

Der Kasuga Taisha ist eng mit der mächtigen Fujiwara-Familie verbunden. Der Schrein liegt am Rand des Kasugayama-Urwaldes und ist für seine zahlreichen Stein- und Bronzelaternen bekannt. Die Wege durch den Wald gehören zu den stimmungsvollsten Bereichen der Stadt.

Auch der Kōfuku-ji war ein zentraler Tempel der Fujiwara. Pagoden, Hallen und die bedeutende Sammlung buddhistischer Skulpturen erinnern an den politischen und religiösen Einfluss dieser Familie. Der Tempel liegt unmittelbar am Übergang zwischen Innenstadt und Nara-Park.

Nara-Park und die Hirsche

Der Nara-Park verbindet viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die frei lebenden Sikahirsche gelten in der lokalen Shintō-Tradition als Boten der Gottheiten des Kasuga Taisha und sind zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Sie sind an Besucher gewöhnt, bleiben aber Wildtiere und können besonders beim Füttern durchaus fordernd auftreten.

Besuchstipp: Wer Tōdai-ji, Kasuga Taisha und Kōfuku-ji ohne Zeitdruck sehen möchte, sollte deutlich mehr als nur zwei Stunden für den Park einplanen. Mit Naramachi ergibt sich daraus problemlos ein ganzer Tag.

Naramachi – das historische Stadtviertel

Südlich des modernen Zentrums liegt Naramachi, ein Viertel mit traditionellen Kaufmannshäusern, kleinen Tempeln, Werkstätten, Cafés und Museen. Es ergänzt die monumentalen Tempelanlagen des Parks um einen deutlich kleinteiligeren Eindruck vom städtischen Leben der Edo-Zeit.

Sehenswürdigkeiten in Nara

Sehenswürdigkeiten in Nara

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Reiseplanung

Anreise & Mobilität

Nara ist von Kyoto und Osaka bequem per Bahn erreichbar. Viele Hauptsehenswürdigkeiten liegen rund um den Nara-Park und lassen sich gut zu Fuß verbinden.

Essen & Spezialitäten

Zu den regionalen Spezialitäten gehören Kakinoha-zushi, Narazuke und traditionelle Süßigkeiten. Rund um Naramachi finden sich viele kleinere Restaurants und Cafés.

Ausflüge & Kombinationen

Nara eignet sich als Tagesausflug, lohnt aber auch mit Übernachtung. Gut kombinierbar sind Hōryū-ji, Asuka und weitere historische Ziele der Präfektur.

Japan – Fuji

Auf einen Blick

Region: Chūbu · Präfektur: Yamanashi

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Fuji-Gebiet und im gebirgigen Landesinneren westlich von Tokyo.

Für die Planung: Fuji Five Lakes und Aussichtspunkte am besten nach Wetterlage und Sichtverhältnissen kombinieren.

Der Fuji-san (富士山), auch bekannt als Berg Fuji, ist mit einer Höhe von 3776,24 Metern der höchste Berg Japans. Er befindet sich auf der Hauptinsel Honshū, an der Grenze zwischen den Präfekturen Yamanashi und Shizuoka. Der Fuji ist ein aktiver Schichtvulkan und gehört zum pazifischen Feuerring.

Der Berg hat eine tiefe kulturelle und religiöse Bedeutung in Japan. Er wird oft als heiliger Berg verehrt und ist ein beliebtes Ziel für Pilger und Touristen. Der Fuji ist auch ein häufiges Motiv in der japanischen Kunst und Literatur, bekannt für seine symmetrische Form und die atemberaubenden Aussichten, die er bietet.

Seit 2013 ist der Fuji Teil des UNESCO-Weltkulturerbes1. Die Besteigung des Fuji ist eine beliebte Aktivität, besonders während der offiziellen Klettersaison im Sommer. Es gibt mehrere Routen, die zum Gipfel führen, darunter der Yoshida-Weg, der Subashiri-Weg, der Gotemba-Weg und der Fujinomiya-Weg.

Japan – Takayama

Auf einen Blick

Region: Chūbu · Präfektur: Gifu

Charakter: Historische Hida-Stadt in den nördlichen Japanischen Alpen mit traditionellem Holzbau.

Zeit: 1–2 Tage · Highlights: Sanmachi, Takayama Jinya, Morgenmärkte und Festwagen.

Takayama liegt in den nördlichen Japanischen Alpen und ist Zentrum des Verwaltungsbezirkes Hida. Hier haben viele ursprüngliche Bauwerke die Jahrhunderte überdauert und verleihen der Stadt und ihrer Umgebung einen besonderen Reiz. Nicht umsonst wird Takayama auch als “Klein Kyoto” bezeichnet (davon gibt es übrigens einige in Japan!!). Die Stadt blickt auf eine lange Tradition des Tischlerhandwerks zurück. Für den Bau der Kaiserpaläste und Tempel in Nara und Kyoto wurden fast immer Tischler aus Takayama und Umgebung hinzugezogen. Die Stadt bietet noch die beschauliche Atmosphäre, die man in anderen Städten oft vergebens sucht.

Der Tempelbezirk Teramachi und der Shiroyama-koen (Park) laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Sehenswürdigkeiten in Takayama

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Reiseplanung

Anreise & Mobilität

Takayama ist per Bahn und Fernbus erreichbar. Die historische Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden; für abgelegenere Ziele im Hida-Gebiet sind Bus oder Mietwagen praktisch.

Essen & Spezialitäten

Typisch sind Hida-Rind, Hōba-Miso und regionale Sake-Sorten. Kleine Restaurants, Morgenmärkte und Brauereien passen gut in einen Altstadtrundgang.

Ausflüge & Kombinationen

Beliebt sind Shirakawa-gō, Hida-Furukawa und Berglandschaften der Japanischen Alpen. Takayama lässt sich außerdem gut mit Matsumoto verbinden.

Shibuya – Tokyo

Auf einen Blick

Region: Kantō · Präfektur: Tokyo

Einordnung: Sehenswürdigkeit innerhalb der Metropolpräfektur Tokyo – von historischen Vierteln bis zu moderner Architektur.

Für die Planung: Ziele nach benachbarten Stadtteilen bündeln und mit Bahn oder U-Bahn verbinden.

Shibuya ist ein lebhafter Stadtteil in Tokio, der für seine trendigen Geschäfte, Restaurants und das pulsierende Nachtleben bekannt ist. Ein besonders berühmtes Wahrzeichen von Shibuya ist die Shibuya-Kreuzung (渋谷スクランブル交差点, Shibuya Sukuranburu Kōsaten), die oft als die geschäftigste Fußgängerüberquerung der Welt bezeichnet wird.

Die Shibuya-Kreuzung befindet sich direkt vor dem Hachikō-Ausgang des Shibuya-Bahnhofs und ist ein beeindruckendes Schauspiel, bei dem sich bei jedem Ampelwechsel bis zu 3.000 Menschen gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen über die Straße bewegen. Diese “Scramble Crossing” ist ein Symbol für die Dynamik und Energie Tokios und zieht täglich Tausende von Touristen an.

Rund um die Kreuzung befinden sich zahlreiche große Bildschirme und Leuchtreklamen, die an den Times Square in New York erinnern. Ein beliebter Treffpunkt in der Nähe ist die Statue von Hachikō, einem treuen Hund, der jeden Tag auf die Rückkehr seines verstorbenen Besitzers wartete.

Die Shibuya-Kreuzung ist auch ein beliebter Drehort für Filme und Musikvideos und wurde unter anderem in “Lost in Translation” und “The Fast and the Furious: Tokyo Drift” gezeigt. Viele Cafés und Restaurants in der Umgebung bieten einen hervorragenden Blick auf die Kreuzung, sodass man das Treiben in Ruhe beobachten kann.

Sehenswürdigkeiten in Tokyo

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Meiji Jingu – Tokyo

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Region: Kantō · Präfektur: Tokyo

Einordnung: Sehenswürdigkeit innerhalb der Metropolpräfektur Tokyo – von historischen Vierteln bis zu moderner Architektur.

Für die Planung: Ziele nach benachbarten Stadtteilen bündeln und mit Bahn oder U-Bahn verbinden.

Der Meiji-Schrein (明治神宮, Meiji Jingū) ist ein bedeutender Shintō-Schrein im Stadtteil Shibuya in Tokio. Er ist den Seelen von Kaiser Meiji und seiner Frau, Kaiserin Shōken, gewidmet. Der Schrein wurde 1920 eingeweiht, nachdem Kaiser Meiji 1912 und Kaiserin Shōken 1914 verstorben waren.

Der Schrein ist von einem weitläufigen, 70 Hektar großen Waldgebiet umgeben, das aus über 100.000 Bäumen besteht, die aus ganz Japan gespendet wurden. Dieses grüne Refugium bietet eine ruhige Oase inmitten der geschäftigen Metropole Tokio.

Der Meiji-Schrein ist bekannt für seine traditionellen Hochzeitszeremonien und zieht jährlich Millionen von Besuchern an, besonders während des Neujahrsfestes (Hatsumōde), wenn etwa drei Millionen Menschen den Schrein besuchen. Ein weiteres Highlight ist das Meiji Jingu Museum, das Artefakte und persönliche Gegenstände des Kaiserpaares ausstellt.

Der Schrein besteht aus mehreren Gebäuden, darunter das Hauptheiligtum (Honden), das Schatzhaus (Homotsuden) und das Torii, das größte Holztor Japans. Der Schrein ist ein wichtiger Ort für Shintō-Zeremonien und Feste, darunter das Meiji Jingu Herbstfest, das am 3. November, dem Geburtstag von Kaiser Meiji, gefeiert wird.

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Tofuku ji – Kyoto

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Tōfuku-ji (東福寺) ist ein bedeutender Zen-Buddhistischer Tempel im südöstlichen Teil von Kyoto. Der Tempel wurde 1236 von der mächtigen Fujiwara-Familie gegründet und gehört zu den fünf großen Zen-Tempeln Kyotos. Der Name Tōfuku-ji setzt sich aus den Namen zweier großer Tempel in Nara zusammen, Tōdai-ji und Kōfuku-ji.

Der Tempel ist besonders bekannt für seine spektakulären Herbstfarben, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen. Ein Highlight ist die Tsutenkyo-Brücke, die über ein Tal von Ahornbäumen führt und im Herbst ein beeindruckendes Farbenspiel bietet.

Ein weiteres bemerkenswertes Bauwerk ist das Sanmon-Tor, das älteste Zen-Tor seiner Art in Japan, das aus dem Jahr 1425 stammt. Der Tempelkomplex umfasst auch den Hojo-Garten, der für seine einzigartigen Steingärten bekannt ist.

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Nijo jo – Kyoto

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Nijo-jo (二条城), auch bekannt als Nijo-Schloss, ist eine historische Burganlage im Zentrum von Kyoto. Erbaut im Jahr 1603 von Tokugawa Ieyasu, dem ersten Shogun der Edo-Zeit, diente das Schloss als Residenz der Tokugawa-Shogune während ihrer Aufenthalte in Kyoto.

Der Schlosskomplex besteht aus mehreren beeindruckenden Gebäuden und Gärten. Besonders bemerkenswert ist der Ninomaru-Palast, der für seine kunstvoll bemalten Schiebetüren und die sogenannten Nachtigallenböden bekannt ist, die beim Betreten quietschen, um Eindringlinge zu verraten. Der Honmaru-Palast und die umliegenden Gärten bieten ebenfalls einen faszinierenden Einblick in die Architektur und Gartenkunst der Edo-Zeit.

Nijo-jo ist seit 1994 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und ein beliebtes Ziel für Besucher, die die reiche Geschichte und Kultur Japans erleben möchten.

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