Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Hakone, Kamakura oder an der Sagami-Bucht.
Für die Planung: Hakone-Ziele am besten als zusammenhängende Rundtour planen; für Kamakura eignen sich kompakte Tempel- und Schreinrouten.
Owakudani liegt nördlich des Asino-Sees und ist bekannt für seine vulkanischen Thermalquellen. Eigentlich reist man ja in diese Gegend, um den Fuji-san zu sehen. Trotzdem lohnt sich ein Abstecher nach Owakudani – vorausgesetzt, man hat was übrig für üble Gerüche. Genau davon gibt es hier nämlich eine Menge. Die vulkanischen Aktivitäten in Owakudani äußern sich in Form von blubberndem Schlamm, aus dem dampfende, nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff) riechende Wolken steigen. Die schwarzen Eier, die hier verkauft werden, wurden in dem brodelnden Schlamm gekocht und sollen angeblich Heilwirkung besitzen. Über den Reiz eines Rundganges durch diese karge Felsenlandschaft kann man sicherlich streiten aber der Blick auf den Fuji (sofern man ihn gerade mal sieht …) entschädigt für einiges.
Charakter: Onsen- und Bergregion am Ashi-See mit Blick auf den Fuji.
Zeit: 1–2 Tage · Highlights: Hakone-jinja, Ashi-See, Ōwakudani und Fuji-Panorama.
Historischer Kontext: Hakone verbindet vulkanische Landschaft, Onsen-Tradition, den Ashi-See und Spuren der historischen Tōkaidō mit klassischen Fuji-Ausblicken.
Hakone an der historischen Tōkaidō
Während der Edo-Zeit lag Hakone an der wichtigsten Fernstraße zwischen Kyoto und Edo. Am Hakone-Sekisho kontrollierte das Tokugawa-Shōgunat Reisende und Waren. Die heutige Anlage am Ashi-See ist rekonstruiert und vermittelt einen guten Eindruck von der Funktion dieser Kontrollstation.
Ashi-See und Hakone-jinja
Der Ashi-See entstand in der vulkanisch geprägten Landschaft Hakones. Am bewaldeten Ufer liegt der Hakone-jinja, dessen rotes Torii im Wasser zu den bekanntesten Motiven der Region gehört. Alte Zedern, Treppenwege und die Lage zwischen Bergen und See verleihen dem Schrein eine besonders ruhige Atmosphäre.
Ōwakudani und die vulkanische Landschaft
Ōwakudani zeigt die vulkanische Aktivität der Region besonders deutlich. Dampfaustritte, schwefelhaltige Quellen und kahle Hänge erinnern daran, dass Hakone in einer geologisch aktiven Zone liegt. Die Seilbahn eröffnet dabei weite Blicke über die Berglandschaft und bei günstiger Witterung bis zum Fuji.
Onsenkultur, Ryokan und Kunst
Hakone entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem bedeutenden Thermalbadegebiet. Die verschiedenen Ortsteile besitzen eigene Quellen und traditionsreiche Ryokan. Eine Übernachtung mit Onsen und japanischem Abendessen vermittelt daher einen anderen Eindruck als ein reiner Tagesausflug.
Neben Natur und Bädern hat sich Hakone auch als Kunstregion etabliert. Museen und Skulpturenparks nutzen die bewaldeten Hänge und das besondere Licht der Berglandschaft. Dadurch lässt sich ein Aufenthalt gut zwischen historischen Orten, Naturerlebnis und moderner Kunst aufteilen.
Besuchstipp: Der Fuji ist stark wetterabhängig sichtbar. Klare Morgenstunden bieten häufig die besten Chancen; Hakone lohnt sich aber auch ohne Fuji-Blick durch See, Onsen und Vulkanlandschaft.
Hakone wird meist über Odawara oder Hakone-Yumoto erreicht. Vor Ort verbinden Bahn, Busse, Seilbahn und Schiffe die wichtigsten Bereiche; für eine Rundtour sollte man genügend Zeit einplanen.
Essen & Spezialitäten
Onsen-Orte bieten Kaiseki-Menüs, lokale Soba-Gerichte und schwarze Eier aus Ōwakudani. Viele Ryokan verbinden Übernachtung und Abendessen.
Ausflüge & Kombinationen
Hakone lässt sich gut mit dem Fuji-Gebiet, Odawara oder einer Weiterreise zwischen Tokyo und Kyoto verbinden. Eine Übernachtung macht den Besuch deutlich entspannter.