Arashiyama – Kyoto

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Arashiyama (嵐山) liegt am westlichen Rand Kyotos dort, wo der Katsura-Fluss aus den Bergen in das Stadtgebiet eintritt. Die Gegend verbindet Tempel, bewaldete Hänge, Flusslandschaft und traditionelle Straßenzüge und gehört deshalb zu den vielseitigsten Ausflugszielen innerhalb Kyotos.

Bambushain und Tenryū-ji

Der bekannte Bambushain liegt unmittelbar nördlich des Tenryū-ji. Der Zen-Tempel gehört zum UNESCO-Welterbe und besitzt einen historischen Landschaftsgarten mit Blick auf die Berge. Vom Tempel aus lässt sich der Bambusweg gut mit Ōkōchi Sansō und kleineren Tempeln im nördlichen Arashiyama verbinden.

Togetsukyō und Umgebung

Die Togetsukyō-Brücke ist das zentrale Wahrzeichen am Fluss. Besonders zur Kirschblüte und während der Herbstfärbung ist die Umgebung stark besucht; früh am Morgen ist der Bambushain deutlich ruhiger. Wer mehr Zeit hat, kann den Besuch um Wanderwege in den Hügeln, den Affenpark Iwatayama oder eine Fahrt entlang des Hozu-Flusses erweitern.

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

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Japan – Hiroshima

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Region: Chūgoku · Präfektur: Hiroshima

Charakter: Moderne Großstadt, Friedensstadt und wichtiges Zentrum Westjapans.

Zeit: 1–2 Tage · Highlights: Friedenspark, A-Bomb Dome, Burg Hiroshima, Shukkei-en und Ausflug nach Miyajima.

Historischer Kontext: Hiroshima entwickelte sich seit dem späten 16. Jahrhundert als Burgstadt und ist heute zugleich moderne Regionalmetropole und zentraler Erinnerungsort an den Atombombenabwurf von 1945.

Von der Burgstadt zur modernen Metropole

Hiroshima entstand ab 1589 rund um die Burg des Mōri-Clans im Delta des Ōta-Flusses. In der Edo-Zeit war die Stadt ein wichtiges regionales Zentrum; in der Meiji-Zeit gewann sie als Verwaltungs-, Industrie- und Militärstandort weiter an Bedeutung. Die Burganlage bestand bis 1945 und wurde durch die Atombombenexplosion zerstört. Der heutige Hauptturm wurde nach dem Krieg rekonstruiert.

Friedenspark, A-Bomb Dome und Museum

Das moderne Wahrzeichen Hiroshimas ist der Genbaku domu, der A-Bomben-Dom. Bevor die Bombe fast direkt über dem Gebäude explodierte, war hier die Industrie- und Handelskammer untergebracht. Die Trümmer mit der nackten Stahlkuppel wurden als Mahnmal stehengelassen. In der Nähe des Genbaku domu befindet sich das Kinder-Friedens-Denkmal, inspiriert von dem Mädchen Sadako Sasaki, das an Leukämie starb. Als die Zehnjährige an den Folgen der radioaktiven Bestrahlung erkrankte, beschloss sie 1000 Kraniche (in Japan ein Zeichen für langes Leben und Glück) zu falten, in der Überzeugung, wenn ihr dies gelänge, würde sie wieder gesund werden. Als sie 644 Kraniche gefaltet hatte, starb sie, aber ihre Schulkameraden falteten die restlichen 356 und seitdem treffen jeden Tag neue Papierkraniche aus allen Teilen Japans ein. Im Friedenspark Heiwa koen befindet sich außerdem das Gedächtnisgrab mit der ewigen Flamme. In einem Steinbehälter liegt eine lange Liste mit den Namen der Toten. Die Flamme soll nicht bis in alle Ewigkeit brenne, sie soll erlöschen, wenn die letzte Atomwaffe vernichtet wurde. Der Gedächtnisturm erinnert an die zum Arbeitsdienst mobilisierten Schüler. Als die Atombombe fiel, befanden sich in der Stadt auch viele Schüler aus Hiroshimas Umgebung, die zu verschiedenen Arbeiten herangezogen wurden, was den hohen Anteil an Kindern unter den Opfern erklärt. Im Friedenspark findet man auch das Atombombenmuseum mit sehr ausführlicher und beeindruckender Dokumentation und Ausstellungsstücken.
Die abgeworfene Atombombe hatte eine Sprengkraft von etwa 15000 Tonnen TNT und zerstörte im Umkreis von 2 km nahezu alle Gebäude. 500 m vom Detonationsort entfernt betrug der Druck der Detonationswelle etwa 15 Tonnen pro Quadratmeter. Innerhalb einer Sekunde hatte der Feuerball einen Umfang von 280 m und erzeugte Temperaturen von 5000 °C. Im Dezember 1945 betrug die Zahl der Opfer dieser Bombe 140000.

Shukkei-en und das heutige Hiroshima

Neben den Erinnerungsorten an 1945 besitzt Hiroshima auch ruhigere historische und städtische Bereiche. Der Landschaftsgarten Shukkei-en wurde ursprünglich im frühen 17. Jahrhundert angelegt und nach schweren Zerstörungen wiederhergestellt. Teiche, kleine Brücken und künstlich modellierte Landschaften bilden einen deutlichen Kontrast zum modernen Stadtzentrum.

Das heutige Hiroshima ist eine lebendige Regionalmetropole mit breiten Straßen, Straßenbahnen, Einkaufsvierteln und einer ausgeprägten Gastronomieszene. Gerade der Wechsel zwischen Friedenspark, Burgbereich, Gartenanlagen und moderner Innenstadt macht einen Besuch vielseitiger, als es die internationale Wahrnehmung der Stadt häufig vermuten lässt.

Hiroshima-jō – die Karpfenburg

Der rekonstruierte Hauptturm der Hiroshima-jō, auch Karpfenburg genannt, macht die Geschichte Hiroshimas als frühneuzeitliche Burgstadt anschaulich. Im Inneren wird die Entwicklung der Burg, der Samuraiherrschaft und des städtischen Lebens vor der Moderne erläutert.

Vom Friedenspark unterscheidet sich der Burgbereich deutlich: Wassergräben, rekonstruierte Befestigungen und der weitläufige Park vermitteln eher die Geschichte der Stadt vor dem 20. Jahrhundert. Dadurch ergänzt die Burg die Erinnerungsorte des modernen Hiroshima sinnvoll.

Reiseplanung

Anreise & Mobilität

Hiroshima ist sehr gut per Bahn erreichbar. Im Stadtzentrum sind Straßenbahn, Bus und kurze Fußwege praktisch; Friedenspark, Burg und Innenstadt lassen sich gut miteinander kombinieren.

Essen & Spezialitäten

Typisch sind Hiroshima-Okonomiyaki mit geschichteten Zutaten sowie Austern aus der Seto-Inlandsee. Beide lassen sich gut in Bahnhofsnähe und im Zentrum probieren.

Ausflüge & Kombinationen

Besonders naheliegend ist Miyajima. Wer mehr Zeit hat, kann Hiroshima auch mit Iwakuni oder weiteren Zielen an der Seto-Inlandsee verbinden.

Ryozen Kannon – Kyoto

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Ryōzen Kannon (霊山観音) ist ein beeindruckendes Kriegsdenkmal im östlichen Teil von Kyoto, das den Toten des Pazifikkriegs gewidmet ist. Das Herzstück des Denkmals ist eine 24 Meter hohe Statue der Bodhisattva Avalokiteśvara (Kannon), die aus Beton und Stahl gefertigt wurde und 1955 eingeweiht wurde.

Die Anlage umfasst auch eine Gedenkhalle, die den unbekannten Soldaten des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist, sowie eine Kapelle mit Gedenktafeln für die zwei Millionen japanischen und ausländischen Soldaten, die im Pazifikraum gefallen sind. Viermal täglich finden Gedenkzeremonien statt, um ihrer zu gedenken.

Ryōzen Kannon bietet einen ruhigen Ort der Besinnung und ist ein Symbol für Frieden und Erinnerung.

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

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Japan – Amanohashidate

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Amanohashidate (auf gut deutsch: Brücke zum Himmel) zählt zu den drei schönsten Ansichten Japans. In Wirklichkeit ist die “Brücke” eine schmale, ca. 3,5 km lange Landzunge, die die kleine Miyazu-Bucht fast vom Meer abschließen würde, wenn da nicht zwei kleine Kanäle wären.
Vom Bahnhof aus kann man über diese baumbestandene “Brücke” zum anderen Teil der Stadt laufen. Hier steht man dann vor einem Berg im Kasamutsu-koen (Park) und gleichzeitig vor der Entscheidung, ob man viel Geld in eine Fahrt mit der Seilbahn investiert oder lieber läuft. Zu Fuß kommt man ganz gut auf die Spitze des Berges, wo man einen herrlichen Blick über die Bucht und auf die Landzunge hat. Laut “ortsüblichen” Regeln muß man sich mit dem Rücken zu Bucht und Landzunge aufstellen, sich bücken und zwischen den Beinen hindurchschauen. Wozu das allerdings gut sein soll, haben wir nicht herausgefunden!

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

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Japan – Inari

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Fushimi Inari Taisha (伏見稲荷大社) liegt im Süden Kyotos am Fuß des Inari-Berges und ist der bedeutendste Schrein Japans für Inari, die mit Reis, Wohlstand, Landwirtschaft und geschäftlichem Erfolg verbundene Shintō-Gottheit. Der Schrein geht auf das frühe 8. Jahrhundert zurück.

Senbon Torii

Berühmt ist Fushimi Inari für die dicht aufeinanderfolgenden zinnoberroten Torii, die sich über mehrere Kilometer den bewaldeten Berg hinaufziehen. Viele Tore wurden von Unternehmen oder Privatpersonen gestiftet. Entlang des Weges liegen kleinere Schreine, Steinlaternen und Aussichtspunkte; für die vollständige Runde bis in die oberen Bereiche sollte deutlich mehr Zeit als für den Hauptschrein eingeplant werden.

Fuchsfiguren und Besuch

Fuchsfiguren sind im gesamten Schreinbereich zu sehen. Sie stellen nicht Inari selbst dar, sondern gelten als Boten der Gottheit und tragen häufig symbolische Gegenstände wie Schlüssel oder Schriftrollen. Wegen der großen Besucherzahlen lohnt sich besonders ein früher Besuch am Morgen oder am Abend.

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

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Sehenswürdigkeiten in Kyoto

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Japan – Sapporo

Sapporo (札幌市, Sapporo-shi) ist die Hauptstadt Hokkaidōs und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der nördlichsten Hauptinsel Japans. Die junge, planmäßig angelegte Großstadt verbindet breite Straßen und moderne Architektur mit Parks, Museen, Märkten und einer ausgeprägten Gastronomieszene.

Bekannt ist Sapporo unter anderem für sein Schneefestival, Bier, Ramen und die gute Erreichbarkeit der umliegenden Berg- und Naturlandschaften. Durch das klare Straßennetz lässt sich die Innenstadt vergleichsweise einfach erkunden.

Sehenswürdigkeiten

Der langgestreckte Ōdōri-Park bildet die grüne Achse der Innenstadt. Hier finden zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter im Winter das berühmte Sapporo-Schneefestival.

Der historische Uhrenturm von Sapporo gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. In der Nähe befinden sich das ehemalige Regierungsgebäude von Hokkaidō und weitere Bauten aus der frühen Stadtgeschichte.

Vom Sapporo TV Tower bietet sich ein Blick über den Ōdōri-Park und die Innenstadt. Das Ausgehviertel Susukino ist für Restaurants, Bars und beleuchtete Straßenzüge bekannt.

Der Nijō-Markt bietet Fisch, Meeresfrüchte und regionale Spezialitäten. Das Sapporo Beer Museum erläutert die Geschichte des Bierbrauens auf Hokkaidō.

Etwas außerhalb der Innenstadt liegen der Hokkaidō-Schrein im Maruyama-Park sowie der Berg Moiwa mit Aussicht über die Stadt.

Anreise und Besuch

Sapporo ist vom Flughafen New Chitose mit dem Zug erreichbar. Innerhalb der Stadt stehen U-Bahn, Straßenbahn und Busse zur Verfügung. Viele Ziele im Zentrum liegen in fußläufiger Entfernung.

Vorschlag für einen Tag: Vormittags Uhrenturm, ehemaliges Regierungsgebäude und Ōdōri-Park, anschließend Nijō-Markt und Susukino. Am späten Nachmittag bietet sich der Blick vom Berg Moiwa an.

Eine Envira-Galerie wird ergänzt, sobald eigene Bilder vorliegen.

Orte in Hokkaido

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Ryoan ji – Kyoto

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Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Ryōan-ji (龍安寺), auch bekannt als der Tempel des zur Ruhe gekommenen Drachen, ist ein Zen-Buddhistischer Tempel im Nordwesten von Kyoto. Der Tempel wurde im Jahr 1450 gegründet und gehört zur Myōshin-ji-Schule des Rinzai-Zen-Buddhismus.

Ryōan-ji ist besonders berühmt für seinen Zen-Steingarten, der als einer der bekanntesten seiner Art in Japan gilt. Der Garten besteht aus einer rechteckigen Fläche mit Kieselsteinen, auf der 15 Felsen in kleinen Gruppen auf Moosflächen angeordnet sind. Eine interessante Besonderheit des Gartens ist, dass von jedem Blickwinkel aus immer mindestens ein Felsen verborgen bleibt.

Neben dem Steingarten bietet der Tempelkomplex auch einen weitläufigen Park mit einem Teich, der aus der Zeit stammt, als das Gelände noch eine aristokratische Villa war. Der Tempel ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und ein beliebtes Ziel für Besucher, die die Ruhe und Schönheit der Zen-Gärten erleben möchten.

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

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Japan – Getränke

Japan bietet eine große Vielfalt an heißen und kalten Getränken. Tee begleitet den Alltag ebenso wie Mahlzeiten und Zeremonien, während Sake, Shōchū, Bier und Whisky wichtige Bestandteile der modernen Trinkkultur sind. Daneben gehören Kaffee, Fruchtsäfte, fermentierte Getränke und zahlreiche saisonale Erfrischungen zum Angebot.

Grüner Tee

Sencha
Der verbreitetste japanische Grüntee. Er schmeckt frisch, leicht herb und je nach Qualität auch süßlich.

Gyokuro
Hochwertiger, vor der Ernte beschatteter Tee mit ausgeprägter Süße und starkem Umami.

Kabusecha
Teilweise beschatteter Grüntee, geschmacklich zwischen Sencha und Gyokuro.

Shincha
Der erste frische Tee der neuen Ernte, meist im Frühjahr erhältlich.

Bancha
Alltagstee aus später geernteten, größeren Blättern. Er ist milder und weniger fein als Sencha.

Matcha
Sehr fein vermahlener Grüntee. Das Pulver wird mit heißem Wasser aufgeschlagen und vollständig mitgetrunken.

Tencha
Beschatteter Blatttee, der vor allem als Ausgangsmaterial für Matcha dient.

Fukamushicha
Länger gedämpfter Grüntee mit kräftiger grüner Farbe und weicherem Geschmack.

Tamaryokucha
Grüntee mit leicht gekräuselten Blättern, häufig aus Kyūshū.

Kukicha
Tee aus Blattstielen und Zweigen. Er ist mild, leicht süßlich und enthält meist weniger Koffein.

Geröstete und gemischte Tees

Hōjicha
Gerösteter Grüntee mit nussigem, rauchigem Aroma und vergleichsweise wenig Bitterkeit.

Genmaicha
Grüntee mit geröstetem Reis. Er schmeckt mild, warm und leicht nussig.

Konacha
Kleine Blattteile und Teestaub, die schnell einen kräftigen Aufguss ergeben. Häufig in Sushi-Restaurants.

Mecha
Tee aus jungen Blattspitzen und Knospen mit kräftigem Geschmack.

Mugicha
Koffeinfreier Tee aus gerösteter Gerste. Er wird besonders im Sommer kalt getrunken.

Sobacha
Aufguss aus geröstetem Buchweizen mit nussigem Aroma.

Kuromamecha
Tee aus gerösteten schwarzen Sojabohnen, mild und leicht süßlich.

Kombucha
In Japan bezeichnet der Name traditionell einen salzigen Aufguss aus Kombu und nicht das international bekannte fermentierte Teegetränk.

Weitere Tees

Kōcha
Japanische Bezeichnung für schwarzen Tee. In Japan werden zunehmend auch hochwertige heimische Sorten erzeugt.

Wakōcha
In Japan angebauter schwarzer Tee, häufig milder und weniger gerbstoffreich als viele importierte Sorten.

Ūroncha
Oolong-Tee, kalt abgefüllt oder heiß getrunken und in Restaurants sehr verbreitet.

Jasumincha
Jasmintee, besonders mit Okinawa und der dortigen Variante sanpincha verbunden.

Sanpincha
Okinawanischer Jasmintee, meist kalt und ohne Zucker getrunken.

Dokudamicha
Kräuteraufguss aus der Pflanze Houttuynia cordata, Teil traditioneller japanischer Kräuterteemischungen.

Kaffee und moderne Heißgetränke

Hot Coffee
Filterkaffee ist in Cafés, Kissaten und Convenience Stores weit verbreitet.

Iced Coffee
Kalt servierter Kaffee gehört besonders im Sommer zum Standardangebot.

Kan Coffee
Kaffee aus der Dose, heiß oder kalt aus Automaten und Convenience Stores erhältlich.

Nel Drip Coffee
Traditionell durch einen Stofffilter gebrühter Kaffee, typisch für klassische Kissaten.

Matcha Latte
Matcha mit Milch oder Pflanzenmilch, heiß oder kalt serviert.

Hōjicha Latte
Milchgetränk mit geröstetem Grüntee und mildem Röstaroma.

Royal Milk Tea
Kräftiger schwarzer Tee, der mit viel Milch und häufig etwas Zucker zubereitet wird.

Cocoa
Heiße oder kalte Schokolade, häufig in Cafés und aus Getränkeautomaten erhältlich.

Alkoholfreie Erfrischungen

Ramune
Kohlensäurehaltige Limonade in der charakteristischen Flasche mit Glaskugelverschluss.

Calpis / Calpico
Milchig-säuerliches Erfrischungsgetränk auf Basis fermentierter Milchbestandteile.

Pocari Sweat
Isotonisches Getränk mit mildem Zitrusgeschmack.

Aquarius
Sport- und Elektrolytgetränk, ähnlich mild und leicht süßlich.

Mitsuya Cider
Klare, süße Zitronen-Limetten-Limonade; trotz des Namens kein Apfelwein.

Melon Soda
Leuchtend grüne Limonade mit Melonenaroma, häufig mit Eiscreme als Cream Soda.

Yuzu Soda
Kohlensäurehaltiges Getränk mit dem aromatischen Saft der Yuzu-Zitrusfrucht.

Shiso Juice
Rotes oder grünes Getränk aus Shiso-Blättern, häufig leicht gesüßt und säuerlich.

Ume Juice
Süß-säuerliches Getränk aus japanischen Ume-Früchten, meist verdünnt mit Wasser oder Soda.

Tomato Juice und Gemüsesäfte
Ungesüßte Gemüse- und Mischsäfte sind in Japan weit verbreitet.

Traditionelle süße und fermentierte Getränke

Amazake
Süßes Getränk aus fermentiertem Reis. Je nach Herstellung ist es alkoholfrei oder enthält geringe Mengen Alkohol.

Kōji Amazake
Alkoholfreie Variante aus Reis und Kōji. Die Süße entsteht durch den Abbau der Reisstärke.

Sakekasu Amazake
Variante aus Sake-Trester, Wasser und Zucker; sie kann geringe Alkoholreste enthalten.

Hiyashi Ame
Süßes Ingwergetränk aus der Kansai-Region, kalt oder warm erhältlich.

Kuzuyu
Heißes, leicht angedicktes Getränk aus Kudzu-Stärke, häufig mit Ingwer oder Zucker aromatisiert.

Yakult
Kleines fermentiertes Milchgetränk mit Milchsäurebakterien.

Sake – japanischer Reisalkohol

Sake wird aus Reis, Wasser, Kōji und Hefe gebraut. Der Begriff Nihonshu ist in Japan eindeutiger, weil sake allgemein auch Alkohol bedeuten kann. Sake ist kein Reiswein im technischen Sinn, da die Herstellung eher einem Brauprozess ähnelt.

Junmai
Sake aus Reis, Wasser, Kōji und Hefe ohne zugesetzten Braualkohol.

Honjōzō
Sake mit einer kleinen Menge zugesetztem Braualkohol, meist leicht und trocken.

Ginjō
Sake aus stärker poliertem Reis, häufig mit feinem und fruchtigem Aroma.

Daiginjō
Besonders hochwertiger Sake mit sehr stark poliertem Reis und eleganter Aromatik.

Junmai Ginjō / Junmai Daiginjō
Ginjō- beziehungsweise Daiginjō-Sake ohne zugesetzten Braualkohol.

Nigori
Trüber Sake mit feinen Reisbestandteilen und meist weicher, süßlicher Textur.

Namazake
Nicht pasteurisierter Sake, der gekühlt gelagert werden muss.

Genshu
Unverdünnter Sake mit meist höherem Alkoholgehalt und kräftigem Geschmack.

Koshu
Gereifter Sake mit dunklerer Farbe und komplexeren Aromen.

Sparkling Sake
Perlender oder schäumender Sake, häufig leicht und fruchtig.

Sake servieren

Reishu
Kalt servierter Sake. Besonders aromatische Sorten werden häufig gekühlt getrunken.

Jōon
Sake bei Zimmertemperatur.

Nurukan
Sanft erwärmter Sake, ungefähr körperwarm.

Atsukan
Heiß servierter Sake.

Tokkuri
Kleine Karaffe, aus der Sake ausgeschenkt wird.

Ochoko und Guinomi
Kleine Trinkgefäße für Sake; Guinomi sind meist etwas größer.

Shōchū und Awamori

Shōchū
Destilliertes Getränk aus Gerste, Süßkartoffeln, Reis, Buchweizen oder anderen Rohstoffen.

Mugi Shōchū
Gersten-Shōchū mit mildem, teilweise nussigem Aroma.

Imo Shōchū
Shōchū aus Süßkartoffeln mit kräftigem, erdig-fruchtigem Geschmack.

Kome Shōchū
Reis-Shōchū mit eher weichem und sauberem Profil.

Soba Shōchū
Shōchū aus Buchweizen, meist mild und leicht nussig.

Awamori
Traditionelle Spirituose aus Okinawa, aus Langkornreis und schwarzem Kōji hergestellt.

Kūsu
Über mehrere Jahre gereifter Awamori mit rundem und komplexem Geschmack.

Habushu
Awamori-Likör, in dem traditionell eine Habuschlange eingelegt sein kann.

Typische Servierweisen für Shōchū

Rokku
Shōchū auf Eis.

Mizuwari
Mit kaltem Wasser verdünnt.

Oyuwari
Mit heißem Wasser gemischt, besonders im Winter.

Sodawari
Mit Sodawasser aufgefüllt.

Ocha-wari
Mit Grüntee oder Oolong-Tee gemischt.

Chūhai
Longdrink aus Shōchū oder neutralem Alkohol, Soda und Fruchtaroma.

Bier und bierähnliche Getränke

Japanese Lager
Leichte, trockene Lagerbiere prägen den Markt. Bekannte Hersteller sind Asahi, Kirin, Sapporo und Suntory.

Nama Beer
Frisch gezapftes Fassbier, in Restaurants häufig einfach als nama bestellt.

Ji Beer
Japanisches Craft Beer aus lokalen und regionalen Brauereien.

Happōshu
Bierähnliches Getränk mit geringerem Malzanteil.

Third Beer
Steuerlich günstige bierähnliche Getränke mit alternativen Zutaten oder Herstellungsverfahren.

Alcohol-free Beer
Alkoholfreie Varianten sind in Restaurants, Supermärkten und Convenience Stores weit verbreitet.

Japanischer Whisky

Japanese Whisky
Japan produziert Blended Whiskys, Single Malts und Grain Whiskys mit häufig elegantem, ausgewogenem Stil.

Highball
Whisky mit viel Eis und Sodawasser. Einer der verbreitetsten Longdrinks in Izakaya.

Mizuwari
Whisky mit kaltem Wasser verdünnt.

On the Rocks
Whisky auf Eis, auf Japanisch häufig rokku.

Oyuwari
Whisky mit heißem Wasser, besonders in der kalten Jahreszeit.

Twice Up
Whisky und Wasser zu ungefähr gleichen Teilen, ohne Eis.

Fruchtliköre und Wein

Umeshu
Süßer Likör aus Ume-Früchten, Alkohol und Zucker. Er wird pur, auf Eis, mit Wasser oder Soda getrunken.

Yuzushu
Fruchtlikör mit Yuzu, frisch und deutlich zitrusbetont.

Mikan-shu
Likör aus japanischen Mandarinen.

Momoshu
Süßer Pfirsichlikör.

Japanese Wine
Japanischer Wein wird unter anderem in Yamanashi, Nagano, Hokkaidō und Yamagata erzeugt.

Kōshū
Helle japanische Rebsorte, die meist frische, leichte Weißweine ergibt.

Muscat Bailey A
Japanische Rotweinrebsorte mit fruchtigem, häufig leichtem Stil.

Fruit Wine
Regionale Weine aus Pflaumen, Äpfeln, Trauben und anderen Früchten.

Getränke in Izakaya

Lemon Sour
Longdrink aus neutralem Alkohol oder Shōchū, Soda und Zitrone.

Grapefruit Sour
Entsprechende Variante mit Grapefruit.

Ume Sour
Säuerlich-süßer Longdrink mit Ume-Aroma.

Oolong Hai
Shōchū mit kaltem Oolong-Tee.

Ryokucha Hai
Shōchū mit Grüntee.

Calpis Sour
Chūhai mit Calpis-Geschmack.

Cassisu Orange
Likörmischgetränk aus Cassis und Orangensaft.

Nomihōdai
Kein Getränk, sondern ein zeitlich begrenztes All-you-can-drink-Angebot in vielen Izakaya und Restaurants.


Hinweis: Die Schreibweise japanischer Getränkenamen kann je nach Umschrift variieren. Bei alkoholischen Getränken gelten in Japan ein Mindestalter von 20 Jahren und strenge Regeln für Alkohol im Straßenverkehr.

Japan – Etikette im Bad

In die zentrale Etikette-Seite integriert

Die Hinweise zur Badekultur, zum Verhalten im Sentō und Onsen, zu Handtüchern, Haaren und Toilettenschuhen sind jetzt Bestandteil der zentralen Seite Japan – Etikette.

Japan – Tempel & Schreine

Tempel und Schreine in Japan

Shintō-Schreine und buddhistische Tempel gehören zu den prägendsten Sehenswürdigkeiten Japans. Sie sind zugleich religiöse Orte, historische Bauwerke, Zentren von Festen und Pilgerwegen sowie häufig Teil außergewöhnlicher Garten- und Naturlandschaften. Gerade diese Verbindung von Architektur, Ritual, Geschichte und Umgebung macht viele Anlagen zu den eindrucksvollsten Reisezielen des Landes.

Shintō-Schreine

Schreine (jinja) sind einem oder mehreren kami gewidmet. Typisch sind Torii am Übergang zum heiligen Bereich, ein Reinigungsbecken, Gebets- und Haupthalle sowie häufig alte Bäume, Felsen oder ganze Schreinwälder. Viele Anlagen sind bewusst in eine natürliche Umgebung eingebettet.

Buddhistische Tempel

Tempel heißen meist tera oder ji. Große Tore, Haupthallen, Pagoden, Buddha-Darstellungen, Räucherbecken und Friedhöfe gehören zu den charakteristischen Elementen. Besonders Zen-Tempel sind eng mit Stein-, Moos- und Landschaftsgärten verbunden.

Shintō und Buddhismus – zwei Traditionen mit vielen Berührungspunkten

Schreine und Tempel sind heute organisatorisch getrennte religiöse Einrichtungen. Historisch waren Shintō und Buddhismus jedoch über viele Jahrhunderte eng miteinander verflochten. Diese Verbindung wird häufig als shinbutsu-shūgō bezeichnet. Erst in der frühen Meiji-Zeit wurden beide Traditionen staatlich stärker getrennt. Bis heute liegen Tempel und Schreine vielerorts unmittelbar nebeneinander, und viele Menschen besuchen beide ganz selbstverständlich.

Woran erkennt man einen Schrein?

  • Torii: markieren häufig den Übergang vom profanen zum heiligen Bereich.
  • Temizuya oder chōzuya: Wasserbecken zur symbolischen Reinigung von Händen und Mund.
  • Shimenawa: heilige Seile aus Reisstroh markieren besondere Bäume, Felsen oder Räume.
  • Ema: kleine Holztafeln, auf denen Besucher Wünsche oder Gebete notieren.
  • Omikuji: Lose mit Glücks- oder Unglücksprognosen, die an vielen Schreinen erhältlich sind.

Woran erkennt man einen Tempel?

  • Sanmon: oft monumentales Eingangstor zu größeren Tempelanlagen.
  • Hondō oder Kondō: Haupthalle mit den wichtigsten buddhistischen Bildnissen.
  • Pagoden: ein- oder mehrstöckige Turmbauten, ursprünglich mit Bezug zu Reliquien.
  • Räucherbecken: Räucherwerk ist Teil vieler buddhistischer Rituale.
  • Tempelglocken und Friedhöfe: sind an buddhistischen Anlagen häufig zu finden.

Heilige Landschaften

Berge und Pilgerwege

Fuji, Kōya-san, Kumano oder die drei Berge von Dewa zeigen besonders deutlich, wie eng religiöse Praxis und Landschaft miteinander verbunden sind. Tempel, Schreine, Wasserfälle und Pilgerwege bilden dort einen gemeinsamen spirituellen Raum.

Wälder und alte Bäume

Viele Schreine sind von traditionellen Schreinwäldern umgeben. Alte Zedern, Kampferbäume oder heilige Einzelbäume können selbst Teil des Kultortes sein. Auch mitten in Großstädten entstehen dadurch überraschend ruhige Grünräume.

Wasser und Küsten

Reinigung durch Wasser spielt im Shintō eine wichtige Rolle. Quellen, Flüsse, Wasserfälle und Küstenlandschaften sind daher eng mit zahlreichen Heiligtümern verbunden – besonders eindrucksvoll etwa auf Miyajima oder bei Futamigaura in Mie.

Bedeutende Shintō-Schreine

  • Ise Jingū in Mie – eines der bedeutendsten Heiligtümer des Shintō und eng mit Amaterasu verbunden.
  • Fushimi Inari Taisha in Kyoto – berühmt für tausende Torii entlang der Wege auf den Inari-Berg.
  • Itsukushima-jinja auf Miyajima – UNESCO-Welterbe mit dem bekannten Torii im Meer.
  • Nikkō Tōshō-gū in Tochigi – reich dekorierter Schrein- und Mausoleumskomplex in bewaldeter Berglandschaft.
  • Meiji-jingū in Tokyo – großer Schrein in einem ausgedehnten Waldgebiet mitten in der Metropole.
  • Tsurugaoka Hachimangū in Kamakura – eng mit der politischen und militärischen Geschichte der Kamakura-Zeit verbunden.

Bedeutende buddhistische Tempel

  • Kiyomizu-dera, Kinkaku-ji, Ginkaku-ji und Tō-ji in Kyoto – sehr unterschiedliche Beispiele für Tempelarchitektur, Gärten und Landschaftsbezug.
  • Tōdai-ji in Nara – monumentaler Tempelkomplex mit dem Großen Buddha.
  • Kōtoku-in in Kamakura – bekannt durch den Großen Buddha von Kamakura.
  • Kōya-san in Wakayama – bedeutendes Zentrum des Shingon-Buddhismus mit Kongōbu-ji und Okunoin.
  • Sensō-ji in Asakusa – einer der bekanntesten Tempel Tokyos.
  • Byōdō-in in Uji – berühmte Phoenix-Halle in einer historischen Gartenlandschaft.

Beim Besuch: Tempel und Schreine sind aktive religiöse Orte. Wege und Absperrungen respektieren, in Gebetshallen leise bleiben und Fotografierverbote beachten. An vielen Schreinen wird vor dem Gebet eine kurze Reinigung vorgenommen. Die oft beschriebene Abfolge aus zwei Verbeugungen, zweimaligem Händeklatschen und einer abschließenden Verbeugung ist weit verbreitet, gilt aber nicht an jedem Schrein identisch.

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Tempel und Schreine

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Mehr zu den religiösen Hintergründen: Religion in Japan, Shintō und Buddhismus.

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