Präfektur Miyagi

Die Präfektur Miyagi liegt an der Pazifikküste der Region Tōhoku im Nordosten der Hauptinsel Honshū. Als Verwaltungssitz dient Sendai, die größte Stadt Tōhokus und ein wichtiges wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum der Region. Miyagi vereint gut erschlossene urbane Räume mit Küstenlandschaften, landwirtschaftlich geprägten Ebenen und bergigerem Hinterland. 

Miyagi erstreckt sich von der Sendai-Ebene entlang der Küste bis ins westliche Binnenland, wo sich die Landschaft allmählich in hügelige und bergige Gebiete verwandelt. An der Küste prägen Buchten, Inselgruppen und Hafenstädte das Bild; im Landesinneren dominieren Reisfelder, Flusstäler und bewaldete Höhenzüge

Sendai bildet den verkehrstechnischen und touristischen Knotenpunkt. Die Stadt ist bekannt für breite Straßenachsen, Grünanlagen und ein Stadtbild, das moderne Infrastruktur mit regionaler Identität verbindet. 

Ein zentrales Ziel an der Küste ist die Bucht von Matsushima, die für ihre vielen kleinen, bewaldeten Inseln bekannt ist und zu den meistbesuchten Landschaftsregionen Nordjapans zählt.

Kulturell ist Miyagi eng mit dem historischen Fürsten Date Masamune verbunden, der Sendai im frühen 17. Jahrhundert als Burgstadt prägte. Spuren dieser Epoche finden sich in der regionalen Geschichtserzählung, in einzelnen historischen Anlagen sowie in kulturellen Traditionen, die sich in Museen, Gedenkstätten und Veranstaltungen widerspiegeln.

Als bekannteste Spezialität gilt Gyūtan (gegrillte Rinderzunge), das besonders in Sendai verbreitet ist und in spezialisierten Restaurants angeboten wird. Ebenfalls typisch ist Zunda, ein aus Edamame hergestelltes süßes Mus, das häufig als Dessertkomponente verwendet wird (z. B. zu Mochi oder in Süßspeisen).