Suirokaku (水路閣) – Aquädukt am Nanzen-ji, Kyoto
Auf einen Blick
Region: Kansai · Präfektur: Kyoto
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Das Suirokaku ist ein ungewöhnliches Bauwerk auf dem Gelände des Zen-Tempels Nanzen-ji: Ein langes, rotes Backstein-Aquädukt zieht sich mit hohen Rundbögen durch die historische Tempellandschaft. Gerade der Kontrast zur traditionellen japanischen Architektur macht den Ort unverwechselbar.
Geschichte und Bedeutung
Der Bau entstand 1888 im Zusammenhang mit dem Biwa-See-Kanal (Biwako Sosui), einem großen Infrastrukturprojekt der frühen Meiji-Zeit. Nach der Verlegung des Kaiserhofs nach Tokio sollte der Kanal Kyotos Wirtschaft und Versorgung stärken. Das Aquädukt ist etwa 93,2 Meter lang und neun Meter hoch; darüber fließt Wasser in einem Seitenzweig des Kanals.
Sehenswertes vor Ort
Die symmetrische Folge der Backsteinbögen und die schräg einfallenden Lichtstreifen sind hervorragende Fotomotive. Oberhalb des Bauwerks lässt sich die Funktion als wasserführendes Aquädukt erkennen. Im gleichen Rundgang kann man das Sanmon-Tor, die Tempelhallen und den kleinen Saishō-in besuchen.
Unser Besuch auf der Japanreise 2026
Wir erreichten das Suirokaku am 13. Oktober nach dem Besuch des Eikan-dō und des Nanzen-ji. Anschließend ging es weiter zum ruhigen Saishō-in am Hang.
Besucht: 13. Oktober 2026 · Ort: Nanzen-ji · Sakyō-ku, Kyoto · Quelle: Lake Biwa Canal – Suirokaku.

































