Japan – Uji

Auf einen Blick

Region: Kansai · Präfektur: Kyoto

Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.

Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.

Der Byodo-in war ursprünglich eine Fujiwara-Villa und wurde 1052 in einen buddhistischen Tempel umgewandelt. Hoo-do, die Halle des Phönix, von 1053 ist das einzige Original dieser Anlage. Der Phönix aus der chinesischen Mythologie wird in Japan als der Beschützer Buddhas verehrt. Die meisten der Gebäude wurden 1336 im Krieg zwischen den Kusunoki und den Ashikagas zerstört.
Die Statue des Amithaba, dem dieser Tempel gewidmet ist, ist ein Meisterstück aus den späteren Jahren des Jocho, einem buddhistischen Schnitzer der Fujiwara Periode. Die lackierte Holzstatue hat eine Höhe von 3 m und hinterläßt den Eindruck von perfekter Einheit und Harmonie. An den weißen Wänden rings um die Amithaba Statue findet man die bekannten 52 unchu-kuyo-bosatsu (Bosatsus auf Wolken). Einige von ihnen tanzen, einige spielen Instrumente und andere schwenken Fahnen. Solche buddhistischen Abbildungen sind sehr selten in Japan – normalerweise sind die Abgebildeten nicht so beschäftigt.
Für den, der keine Zeit findet, diesen Tempel zu besichtigen, bleibt immer noch der Trost, ihn sich auf der Rückseite einer 10 Yen Münze anzuschauen.

Der Uji gami Schrein wurde in der zweiten Hälfte der Heian-Periode errichtet. Hier befinden sich die Schreine des Ujinowakiiratsuko, seines Vaters Kaiser Ojin und seines Bruders Kaiser Nintoku. Heute gehört der Schrein zu den Nationalschätzen Japans.

Das Genji-Museum in Uji ist ein sehr neues Museum, das es sich zum Anliegen gemacht hat, seine Besucher mit der Geschichte des Prinzen Genji und der Geschichte und der Kultur der Stadt Uji vertraut zu machen. Die Geschichte des Prinzen Genji wurde von Lady Murasaki Shikibu in der Mitte der Heian Periode geschrieben und die letzten 10 Kapitel handeln in Uji.

In verschiedenen Räumen, die Bilder, Modelle und kleine Szenen enthalten, kann man sich ein Bild vom Leben der Edelleute in dieser Zeit machen.

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Japan – Tsumago

Auf einen Blick

Region: Chūbu · Präfektur: Nagano

Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Kiso-Tal, Suwa-Region und Japanischen Alpen.

Für die Planung: Bei längeren Strecken Bahn, Bus oder Mietwagen einplanen; viele Ziele lassen sich gut mit Matsumoto oder dem Kiso-Tal verbinden.

Dieses gut erhaltene Städtchen ist ein Freiluftmuseum und steht unter Denkmalschutz. Es liegt im Kiso Tal im Südwesten der Präfektur Nagano inmitten der Japanischen Alpen. In diesem Tal findet man viele kleine Städte mit gut erhaltener Architektur aus der Edo-Periode. Einst verlief die Poststraße Nakasen-do durch dieses Tal und verband Edo (heute Tokyo) mit Kyoto. Sie sicherte den Poststädten, die sich hier angesiedelt hatten, ein stetiges Einkommen. Mit dem Bau neuer Verkehrsadern verloren diese Städte ihre Bedeutung und waren dem Verfall preisgegeben. In den 1960er Jahren besann man sich aber auf die traditionsreiche Architektur und stellte sie teilweise unter Denkmalschutz. Seitdem leben diese Städte vom Tourismus.

In Tsumago findet man keine Fernsehantennen oder Telegrafenmasten – dafür viel Architektur aus der Edo-Zeit und ein Museum.

Sehenswürdigkeiten in Nagano

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Japan – Futamigaura 

Futami liegt an der Küste der Präfektur Mie östlich von Ise. Bekannt ist der Ort vor allem für die Meoto Iwa, die „Vermählten Felsen“, die unmittelbar vor der Küste im Meer stehen und mit einem mächtigen Shimenawa-Seil miteinander verbunden sind.

Meoto Iwa und Futami Okitama-jinja

Die beiden Felsen gelten als Symbol einer verbundenen Partnerschaft und werden mit den Schöpfergottheiten Izanagi und Izanami in Verbindung gebracht. Direkt an der Küste liegt der Futami Okitama-jinja, dessen Anlage von zahlreichen Froschfiguren geprägt ist. Das heilige Seil zwischen den Felsen wird mehrmals im Jahr in einer Zeremonie erneuert.

Besuch und Umgebung

Besonders bekannt ist der Blick auf den Sonnenaufgang zwischen den Felsen in den Sommermonaten; bei sehr klarer Sicht kann in der Ferne der Fuji erscheinen. Futami lässt sich gut mit dem Ise-jingū und den Zielen in Toba, darunter Mikimoto Pearl Island und das Toba Aquarium, kombinieren.

Orte in Mie

Keine Orte vorhanden.

Japan – Otsu

Auf einen Blick

Region: Kansai · Präfektur: Shiga

Charakter: Präfekturhauptstadt am Biwa-See mit bedeutenden Tempeln und unmittelbarer Nähe zu Kyoto.

Zeit: 1–2 Tage · Highlights: Enryaku-ji, Mii-dera, Ishiyama-dera und das Seeufer.

Ōtsu (大津市, Ōtsu-shi) ist die Hauptstadt der Präfektur Shiga und erstreckt sich am südwestlichen Ufer des Biwa-Sees. Die Stadt liegt nur wenige Bahnminuten von Kyōto entfernt, verbindet aber eine deutlich ruhigere Seenlandschaft mit einer außergewöhnlich dichten Folge historischer Tempel und Schreine. Zwischen 667 und 672 war Ōtsu unter Kaiser Tenji für kurze Zeit Hauptstadt Japans.

Die langgestreckte Stadt reicht vom südlichen Abfluss des Biwa-Sees weit nach Norden. Dadurch gehören sowohl urbane Uferbereiche als auch Berglandschaften, alte Tempelorte und Onsenviertel zu Ōtsu. Für Besucher eignet sich die Stadt sowohl als Tagesausflug von Kyōto als auch als Ausgangspunkt für mehrere Tage am Biwa-See.

Sehenswürdigkeiten

Enryaku-ji liegt auf dem Berg Hiei oberhalb von Ōtsu. Der weitläufige Tempelkomplex ist Haupttempel der Tendai-Schule und gehört zum UNESCO-Welterbe „Historische Monumente des alten Kyōto“. Von hier bieten sich Ausblicke über den Biwa-See und in Richtung Kyōto.

Mii-dera, offiziell Onjō-ji, zählt zu den bedeutenden Tempeln der Stadt. Das große Tempelgelände liegt am Fuß der Berge westlich des Sees und ist besonders zur Kirschblüte und im Herbst reizvoll.

Ishiyama-dera befindet sich am Seta-Fluss. Der Tempel ist eng mit Murasaki Shikibu und der Entstehungsgeschichte des Genji Monogatari verbunden. Seine Hallen liegen zwischen markanten Felsformationen und alten Bäumen.

Der Hiyoshi-Taisha liegt im historischen Ortsteil Sakamoto am Fuß des Hiei-san. Der Schrein war über Jahrhunderte eng mit Enryaku-ji verbunden und ist von bewaldeten Hängen und alten Steinmauern umgeben.

Der kleine Pavillon Ukimidō ragt im Ortsteil Katata auf Pfählen in den Biwa-See. Besonders am frühen Morgen und am späten Nachmittag wirkt der Blick über den See stimmungsvoll.

Am Seeufer von Hama-Ōtsu starten Ausflugsschiffe auf den Biwa-See. Ein Spaziergang entlang der Promenade lässt sich gut mit Mii-dera oder dem Ōmi-Jingū verbinden.

Anreise und Besuch

Ōtsu ist von Kyōto mit der JR-Biwako-Linie in wenigen Minuten erreichbar. Für Enryaku-ji, Sakamoto und die nördlichen Stadtteile sind zusätzlich die JR-Kosei-Linie, die Keihan-Bahn sowie Bus- und Seilbahnverbindungen wichtig. Wegen der großen Nord-Süd-Ausdehnung sollte der Besuch nach Teilgebieten geplant werden.

Vorschlag für einen Tag: Vormittags Mii-dera und Hama-Ōtsu, anschließend Fahrt nach Sakamoto mit Besuch des Hiyoshi-Taisha. Alternativ kann der Schwerpunkt auf Enryaku-ji oder auf Ishiyama-dera und dem südlichen Seeufer liegen.

Eine Envira-Galerie wird ergänzt, sobald eigene Bilder vorliegen.

Reiseplanung

Anreise & Mobilität

Ōtsu liegt direkt neben Kyoto und ist schnell per Bahn erreichbar. Wegen der großen Nord-Süd-Ausdehnung der Stadt sollte man Tempel, Seeufer und Sakamoto nach Teilgebieten planen.

Essen & Spezialitäten

Typisch für Shiga sind Gerichte mit Fisch aus dem Biwa-See, Ōmi-Rind und regionale Süßwaren. Am Seeufer und rund um die Bahnhöfe gibt es viele unkomplizierte Einkehrmöglichkeiten.

Ausflüge & Kombinationen

Besonders gut kombinierbar sind Sakamoto und Enryaku-ji, eine Schiffsfahrt auf dem Biwa-See oder weitere Orte wie Hikone und Kusatsu.

Sehenswürdigkeiten in Otsu

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Japan – Miyajima

Auf einen Blick

Region: Chūgoku · Präfektur: Hiroshima

Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Hiroshima, Seto-Inlandsee und Miyajima.

Für die Planung: Hiroshima und Miyajima lassen sich gut auf zwei Tage verteilen; für Miyajima genügend Zeit für Schrein, Ort und Landschaft einplanen.

Die Hauptattraktion der Insel Miyajima ist zweifellos der Itsukushima Schrein.

Es war schon eine faszinierende Idee, einen Schrein in das Meer zu bauen. Einen eindeutigen Grund dafür kann man heute nicht mehr angeben, aber es gibt zwei mögliche Erklärungen. Zum einen ist der Schrein der Göttin des Meeres geweiht und man wollte vielleicht einen mythologischen Rygu jo (Drachen-Palast) bauen. Oder der Schrein sollte den buddhistischen Glauben vom “reinen Land” widerspiegeln, nach dem die Seelen Verstorbener in Booten ins Gokuraku Jodo (Paradies, buddhistisches reines Land) gelangen. Was auch immer der Grund war, der Schrein bietet einen großartigen Anblick, der menschliche Kunstfertigkeit und die Natur in Harmonie verbindet.

Der Hauptschrein soll im Jahre 593 von Saeki-Kuramoto errichtet worden sein. Eine erste Nennung des Itsukushima Schreines in der japanischen Geschichte erfolgte im Nihon Koki (Anmerkungen zu Japan) datiert um 881, zusammen mit anderen berühmten Schreinen. Während der Ära der Taira-no-Kiyomori wurde er für den Heike-Clan ungefähr 1168 zum Familien-Schrein. Als die Macht des Heike-Clans größer wurde, stieg auch die Anzahl der Schreinbesucher und er wurde auch unter den Mitgliedern des Kaiserhofes bekannt. Der Kaiser und sein Hof statteten dem Schrein immer öfter Besuche ab. Bugaku, uralter japanischer Hoftanz, wurde in dieser Zeit oft hier aufgeführt. Sogar nach dem Fall des Heike-Clans behielt der Itsukushima Schrein seine Popularität.

Der Hauptschrein wurde durch Feuer 1207 und 1223 beschädigt, und mit jeder Restaurierung sollen die Gebäude in Größe und Aussehen geändert worden sein. Es ist überliefert, daß der Schrein von einem Taifun im Jahre 1325 wieder stark beschädigt wurde, und die Anlage nach der anschließenden Restaurierung ihr jetziges Aussehen erhielt.

Von der Kamakura-Epoche bis zur Zeit der Bürgerkriege, als die politische Situation instabil war, nahm der Einfluß des Schreins ab und er wurde allmählich abgelehnt. Als Mori Motonari 1555 den Kampf von Itsukushima gewann, kam der Schrein unter seine Kontrolle und kam wieder zu Ansehen. Toyotomi Hideyoshi besuchte während einer Reise nach Kyushu den Schrein und ordnete den Bau einer großen Bibliothek für buddhistische Sutras an.

Die zinnoberrotfarbene Tori im Meer vor dem Itsukushima-Schrein ist weltweit als ein Symbol Japan’s bekannt. Bereits zur Heian-Zeit soll es Aufzeichnungen nach eine Tori an dieser Stelle gegeben haben, deren Form und Struktur aber unbekannt sind. Der Bau der jetzigen Tori, der achten seit der Heian-Zeit, begann am 17.Oktober 1874 (Meiji 7) und wurde im Juli 1875 beendet (Meiji 8). Das dazu benötigte Holz wurde in der Kyushu- und der Kagawa-Präfektur in Shikoku, sowie aus Wäldern in der Miyazaki-Präfektur ausgewählt. Die Höhe der Tori beträgt ungefähr 16 Meter. Die Hauptpfeiler sind 13,40 Meter hoch und 9,90 Meter im Durchmesser, der Querbalken ist 23,30 Meter lang. Die Tori ist ca. 212 Meter vom Haiden (der Haupthalle) und 173 Meter vom Hitasaki (der Frontlaterne) entfernt.

Der Hauptschrein hat eine Grundfläche von 23,80 mal 11,60 Meter und wurde im ichiju ryonagare Stil errichtet. Das gegenwärtige Gebäude wurde im Jahre 1571 (Genki 2) von Mori-Motonari errichtet.

Die Hirabutai (breite Bühne) vor dem Hauptschrein mit einer Fläche von ungefähr 554 Quadratmetern hat eine lange, schmale Verlängerung bis zur Hitasaki (Frontlaterne). Diese Art Steg wurde für die Abfahrt und Ankunft der Schreingottheit während des Kangensais (Musikfest) genutzt. Die zinnoberrote Tori vorn, das blaue Meer, außerdem das grüne Laub des Gebirges, das alles gibt einen phantastischen Gegensatz. Die Anzahl der Grundsteine für die breite Bühne sowie für den Steg beläuft sich auf 239 und man sagt, daß sie alle von Mori-Motonari gestiftet wurden. Die Takabutai (Hochbühne) befindet sich in der Mitte auf der breiten Bühne und wurde für Bugaku-Aufführungen (japanischer Hoftanz) genutzt. Die Grundfläche dieser Bühne beträgt ca. 5,20 mal 6,36 Meter. Die gegenwärtige Bühne wurde 1546 (Tenbun 15) errichtet. Sie soll die kleinste Bühne für Bugaku-Aufführungen in Japan sein.

Die Noh Butai (Noh Bühne), errichtet im ichiju kiritsuma Stil, hat wie das Schreingebäude ein mit japanischer Zypresse gedecktes Dach. Ein tsubo (großer mit Wasser gefüllter Topf) wird normalerweise unter dem Fußboden einer Noh-Bühne plaziert um einen guten Nachhall zu erzeugen. Da diese Bühne aber über dem Meer errichtet wurde, konnte ein tsubo nicht benutzt werden. Der Fußboden ist stattdessen so errichtet worden, daß er wie ein einzelnes großes Brett erscheint, um den Klang zu verbessern. Der Fußboden funktioniert ähnlich einer großen Trommel. Interessant sind auch die Tonänderungen mit Ebbe und Flut.

Die 28 Meter hohe, fünfetagige Pagode wurde ganz in chinesischem Stil entworfen. Im Inneren gibt es zahlreiche Darstellungen wie einen Drachen, Arabesken, verschiedene Paradiesvögel und einen Phönix, die alle noch sehr gut erhalten sind. Die Pfeiler sind rot und oben mit Gold dekoriert. Auf den Wänden sind Buddha und andere heilige Bilder zu sehen. Als eines der strukturellen Merkmale der Pagode muß erwähnt werden, daß der zentrale Pfeiler der Pagode nicht bis zu ihrer Spitze reicht, wie es üblicherweise der Fall ist, sondern nur bis zur zweiten Etage. Außerdem sind die dritte und die vierte Etage nicht zentral miteinander verankert. Dies ist einer der Gründe, warum die Pagode auch bei starkem Wind noch sehr stabil ist.

Der Shamoji (hölzerner Reislöffel) ist eines der populärsten Souvenirs der Insel Miyajima. Dessen Herstellungsmethode wurde während der Edo Periode von einem buddhistischen Priester namens Seishin entwickelt. Seine Form ist die einer Biwa, einem lautenähnlichen Musikinstrument, das mit Benzaiten, einem der sieben Glücksgottheiten in Verbindung gebracht wird. Das Hauptmerkmal dieser Reislöffel ist die Tatsache, dass kein Holz-Geschmack auf den Reis übertragen wird und daß er hitzebeständig ist. Einen Shamoji gibt es in vielen verschiedenen Größen, so gibt es ihn von 15 – 18 cm bis zu einer Länge von 1,80 m. Die großen werden auch zur Dekoration, als Glücksbringer oder eben als Souvenir benutzt.

Der Daishoin Tempel ist der Hauptsitz des Mimuro Zweigs der buddhistischen Shingon Sekte und verantwortlich für die Organisation aller Rituale, die im Itsukushima Schrein vollzogen werden. Im Jahre 1888 wurde dieser Tempel komplett durch Feuer zerstört, mit Ausnahme der Daishido Halle. Die heutigen Gebäude sind also Reproduktionen.

Bei einer Wanderung auf dem Berg Misen kann man auch durchaus auf dort frei lebende Affen stoßen, insbesondere in der Nähe der oberen Seilbahn-Station. Es empfiehlt sich also, stets ein wachsames Auge auf den eigenen Reiseproviant zu haben.

Die Insel befindet sich ca. 10 km südlich von Hiroshima und ist in wenigen Minuten mit einer Fähre zu erreichen. Interessanterweise ist die Ablegestelle der Fähre am Festland ein wenig wie ein Schreingebäude des Itsukushima Schreins gestaltet.

Japan – Kusatsu

Auf einen Blick

Region: Kansai · Präfektur: Shiga

Charakter: Historische Poststation an Tōkaidō und Nakasendō, heute moderne Stadt nahe dem Biwa-See.

Zeit: ½–1 Tag · Highlights: Kusatsu-juku Honjin, historische Kaidō-Spuren und Biwa-See-Museum.

Kusatsu (草津市, Kusatsu-shi) liegt im Süden der Präfektur Shiga östlich des Biwa-Sees. Die Stadt entwickelte sich an einem strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkt: Hier trafen sich die historischen Fernstraßen Tōkaidō und Nakasendō, bevor sie gemeinsam weiter nach Kyōto führten.

Heute verbindet Kusatsu die Geschichte einer ehemaligen Poststation mit modernen Wohn- und Einkaufsgebieten sowie bedeutenden Einrichtungen zur Natur- und Kulturgeschichte des Biwa-Sees. Der historische Stadtkern liegt rund um den Bahnhof Kusatsu, während das Seeufer mit dem Biwa-See-Museum und dem Wasserpflanzengarten weiter westlich liegt.

Sehenswürdigkeiten

Das Kusatsu-juku Honjin ist eines der wichtigsten erhaltenen Gebäude der ehemaligen Poststation. In diesem offiziellen Gasthaus übernachteten während der Edo-Zeit Daimyō, Hofangehörige und hochrangige Reisende. Die Räume vermitteln einen guten Eindruck vom Reisealltag entlang der großen Fernstraßen.

In der Nähe erinnert die Oiwake-Wegmarke an die Stelle, an der Tōkaidō und Nakasendō zusammentrafen. Ein Spaziergang durch das frühere Poststadtviertel lässt sich gut mit dem Kusatsu-juku Kaidō Kōryūkan verbinden, das die Geschichte der Straßen und der Stadt erläutert.

Das Biwa-See-Museum am Seeufer gehört zu den größten Museen Japans, die sich einem See und seinem Ökosystem widmen. Ausstellungen behandeln Geologie, Geschichte, Lebensräume und die Beziehung zwischen Menschen und Biwa-See. Ein Süßwasseraquarium zeigt zahlreiche Arten aus dem See und anderen Regionen.

Direkt neben dem Museum liegt der Wasserpflanzengarten Mizunomori. Gewächshäuser, Teiche und Freiflächen zeigen Lotus, Seerosen und zahlreiche weitere Wasserpflanzen. Vom Garten und vom angrenzenden Seeufer reicht der Blick über den Biwa-See zu den Bergen von Hira und Hiei.

Anreise und Besuch

Der historische Stadtkern ist vom JR-Bahnhof Kusatsu zu Fuß erreichbar. Zum Biwa-See-Museum und nach Mizunomori verkehren Busse vom Bahnhof. Da Altstadt und Seeufer deutlich voneinander getrennt liegen, sollte für beide Bereiche ein ganzer Tag eingeplant werden.

Vorschlag für einen Tag: Vormittags Rundgang durch Kusatsu-juku mit Honjin und Oiwake-Wegmarke, anschließend Busfahrt zum Seeufer. Am Nachmittag Besuch des Biwa-See-Museums und des Wasserpflanzengartens Mizunomori.

Eine Envira-Galerie wird ergänzt, sobald eigene Bilder vorliegen.

Reiseplanung

Anreise & Mobilität

Der historische Stadtkern ist vom Bahnhof gut zu Fuß erreichbar. Für das Biwa-See-Museum und Mizunomori sind Busverbindungen zum Seeufer sinnvoll.

Essen & Spezialitäten

In Shiga spielen Ōmi-Rind, Süßwasserfische aus dem Biwa-See und regionale Reisgerichte eine wichtige Rolle. Im Zentrum gibt es einfache Restaurants und Cafés.

Ausflüge & Kombinationen

Kusatsu lässt sich gut mit Ōtsu, Hikone oder einem weiteren Abschnitt am Biwa-See kombinieren. Für Altstadt und Seeufer sollte man einen ganzen Tag vorsehen.

Orte in Shiga

Keine Orte vorhanden.

Japan – Kumamoto

Kumamoto ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur auf Kyūshū und ein wichtiges regionales Zentrum. Das bekannteste Wahrzeichen ist die Burg Kumamoto, deren mächtige Steinmauern und rekonstruierten Türme das Stadtbild prägen.

Burg Kumamoto

Die Burg wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts unter Katō Kiyomasa ausgebaut und galt als eine der stärksten Festungsanlagen Japans. Charakteristisch sind die steilen, geschwungenen Steinmauern. Während der Satsuma-Rebellion 1877 wurden große Teile der Anlage zerstört; nach weiteren schweren Schäden durch die Erdbeben von 2016 läuft eine langfristige Restaurierung.

Stadt und Umgebung

Neben der Burg lohnt der Suizenji Jōjuen, ein klassischer Landschaftsgarten mit Teich und Miniaturlandschaften. Kumamoto ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Fahrten zum Aso-Vulkan, nach Kurokawa Onsen und zu weiteren Zielen im Zentrum Kyūshūs.

Orte in Kumamoto

Keine Orte vorhanden.

Japan – Iwakuni

Auf einen Blick

Region: Chūgoku · Präfektur: Yamaguchi

Einordnung: Sehenswürdigkeit im äußersten Westen Honshūs zwischen Seto-Inlandsee und Japanischem Meer.

Für die Planung: Iwakuni lässt sich gut als Ausflug von Hiroshima oder als Zwischenstopp in West-Honshū verbinden.

Iwakuni liegt im Osten der Präfektur Yamaguchi am Nishiki-Fluss. Bekannt ist die Stadt vor allem für die Kintai-kyō, eine der markantesten historischen Holzbrücken Japans. Sie verbindet das frühere Burg- und Samurai-Viertel mit dem übrigen Stadtgebiet.

Kintai-kyō

Die Brücke wurde 1673 errichtet und besteht aus fünf charakteristischen Holzbögen auf steinernen Pfeilern. Nach schweren Hochwasserschäden im Jahr 1950 wurde sie in historischer Form wiederaufgebaut. Die komplexe Holzkonstruktion kommt weitgehend ohne Nägel aus und gilt als herausragendes Beispiel traditioneller japanischer Ingenieurbaukunst.

Burg und Kikkō-Park

Auf der westlichen Flussseite schließen sich der Kikkō-Park, ehemalige Samurai-Häuser und Museen an. Eine Seilbahn führt hinauf zur rekonstruierten Burg Iwakuni, von der sich ein weiter Blick über Fluss, Brücke und Stadt öffnet. Besonders zur Kirschblüte ist das Gebiet rund um die Kintai-kyō ein beliebtes Ausflugsziel.

Japan – Ise

Auf einen Blick

Region: Kansai · Präfektur: Mie

Einordnung: Sehenswürdigkeit an der Ise-Shima-Küste mit wichtigen Shintō-Traditionen und maritimer Kultur.

Für die Planung: Ise und die Küstenziele von Ise-Shima lassen sich gut zu einem ein- bis zweitägigen regionalen Programm verbinden.

Jingu (O Ise san)

Der Ise-Schrein in der Mie Präfektur ist der heiligste der Schinto-Schreine in Japan. Er wurde im 4. Jahrhundert gegründet und besteht aus ca. 200 Bauwerken. Diese werden, einem schintoistischen Brauch folgend, aller 20 Jahre neu errichtet. Die jetzigen Schreingebäude stammen aus dem Jahre 1993, der nächste Neuaufbau ist also 2013 fällig. Da die ersten Einflüsse aus China erst im 6. Jahrhundert nach Japan kamen, handelt es sich bei diesen Bauwerken um den klassischen japanischen Baustil.
Als Besucher kann man keines der Gebäude betreten und die meisten von ihnen sind auch von hohen Holzzäunen umgeben. Auch findet man in Japan optisch wesentlich reizvollere Schreine. Hier liegen aber die geistigen Wurzeln Japans und so pilgern jedes Jahr mehr als 6 Millionen Japaner zu dieser Schreinanlage.
Der Komplex ist in den Äußeren Schrein (Geku) und in den Inneren Schrein (Naiku) unterteilt. Beide liegen etwa 6 km voneinander entfernt.

Geku (Äußerer Schrein)

Geku wurde im Jahre 477 als Heiligtum zur Verehrung von Toyouke Omikami, der Göttin der Kleidung, Nahrung und des Haushalts, gegründet, die auch die Sonnengöttin Amaterasu Omikami mit ihren täglichen Speisen versorgt. So finden hier auch zwei mal täglich die heiligen Zeremonien der Nahrungsübergabe statt (Bild rechts).
So wie im Naiku auch, dürfen die inneren Heiligtümer nur vom Kaiser und seinen Gesandten betreten werden, alle anderen Schreingebäude sind ausschließlich den Priestern vorbehalten.
Zum Eingang des Schreins geht man über einen von alten hohen Zedernbäumen gesäumten Weg. Vom Bahnhof Ise aus, ist dieser in 12 min. zu Fuß zu erreichen.

Naiku (Innerer Schrein) Dieser Schrein ist der Sonnengöttin Amaterasu Omikami gewidmet und entstand etwa zur gleichen Zeit wie der Geku. Sie ist die Ahnengöttin der kaiserlichen Familie und Schutzgöttin der japanischen Nation.
Ursprünglich war das Kaiserhaus selber für die Dienste an der Sonnengöttin verantwortlich. Während der Zeit des 10. Kaisers, Sujin Tenno, (1. Jh.) wurde der Heilige Spiegel (siehe Religion – Schintoismus) durch die Kaiserliche Prinzessin Toyosukiirihime no Mikoto nach Kasanuinomura gebracht, um einen würdigen Platz für dessen Aufbewahrung zu finden. Im 26. Jahr der Herrschaft des Kaisers Suinin entschied sie sich für den oberen Lauf des Flusses Isuzu und der Naiku wurde errichtet.
Die Schreinanlage betritt man über die Uji-Brücke. Auch diese wird aller 20 Jahre aus dem Holz der japanischen Zypresse (hinoki) neu aufgebaut. Parallel zur Brücke stehen große Pfeiler im Fluß, um die Brücke selber vor Beschädigungen bei Hochwasser zu schützen. Der Fluß gilt als heilig und die Pilger die über ihn das Heiligtum betreten, werden in Herz und Geist gereinigt.

Das Innere Heiligtum ist von vier Holzzäunen umgeben. Die meisten der Zeremonien (ca. mehr als 1000 im Jahr) finden zwischen der zweiten und dritten Umgrenzung statt. Neben dem Hauptheiligtum, in dem z.B. auch der Heilige Spiegel aufbewahrt wird, gibt es noch etliche weitere Gebäude, wie kaguraden, die Halle der heiligen Musik und des Tanzes, gojoden, für die Nahrungsübergabe-Zeremonie, saikan, die Reinigungshalle und einige mehr.

Kongosho-ji

Nutzt man die Busverbindung vom Schrein in Richtung Toba, fährt man über die Ise-Shima- Skyline Road vorbei am Kongosho Tempel auf dem Berg Asama. Zu dessen Besonderheiten gehören ein Fußabdruck Buddhas und die mit Andenken an Verstorbene behangenen Stelen aus Holz.

Sehenswürdigkeiten in Ise

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Japan – Kiso-Tal

Auf einen Blick

Region: Chūbu · Präfektur: Nagano

Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Kiso-Tal, Suwa-Region und Japanischen Alpen.

Für die Planung: Bei längeren Strecken Bahn, Bus oder Mietwagen einplanen; viele Ziele lassen sich gut mit Matsumoto oder dem Kiso-Tal verbinden.

Nezame no toko (寝覚の床), was „Bett des Erwachens“ bedeutet, ist ein malerischer Ort in Japan, gelegen in Agematsu, Bezirk Kiso, Präfektur Nagano.

Es ist ein national ausgewiesener Ort malerischer Schönheit und hat seinen Namen vermutlich davon, weil die atemberaubende Aussicht sogar schläfrige Zuschauer so stimulierte, dass sie hellwach wurden. Hier gibt es natürlich vorkommende erodierte Granitfelsformationen und einige von ihnen sollen die Form von Löwen, Lotusblumen usw. haben. Der Volkstradition zufolge leitet sich der Name davon ab, dass Urashima Tarō hier ein „Erwachen“ erlebte, also das Gefühl, dass alles in seinem Leben bis dahin wie in einem Traum gewesen sei. In früheren Jahren gab es starke Strömungen, die die Formation schufen, aber der Wasserstand ist aufgrund des 1968 in Betrieb genommenen Kiso-Damm flussaufwärts gesunken, wodurch auch mehr von der Granitformation freigelegt wurde, die früher unter Wasser waren. 

Sehenswürdigkeiten in Nagano

Keine Sehenswürdigkeiten vorhanden.

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