Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Tō-ji (東寺), auch bekannt als Kyōō Gokoku-ji, ist ein bedeutender buddhistischer Tempel im Minami-Viertel von Kyoto. Der Tempel wurde 796 gegründet und ist der Haupttempel der Shingon-Schule des esoterischen Buddhismus.
Eines der markantesten Merkmale von Tō-ji ist die fünfstöckige Pagode, die mit 56 Metern die höchste Pagode Japans ist. Diese Pagode ist ein Symbol der Stadt Kyoto und ein beliebtes Fotomotiv. Der Tempelkomplex umfasst auch die Kōdō (Lehrhalle) und die Kondō (Haupthalle), die beide reich an historischen und religiösen Schätzen sind.
Tō-ji ist seit 1994 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und ein bedeutendes kulturelles und spirituelles Zentrum. Der Tempel ist auch für seinen monatlichen Kōbō-ichi-Markt bekannt, der am 21. jedes Monats stattfindet und eine Vielzahl von Antiquitäten und lokalen Produkten bietet.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Shimogamo-jinja (下鴨神社), offiziell Kamo-mioya-jinja, ist einer der ältesten Shintō-Schreine Kyotos. Er liegt im Norden der Stadt am Zusammenfluss von Kamo und Takano und gehört gemeinsam mit Kamigamo-jinja zu den Kamo-Schreinen. Die Anlage ist Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte „Historische Monumente des alten Kyoto“.
Schrein und Tadasu no Mori
Der Zugang führt durch den Tadasu no Mori, einen alten Auwald, der einen ungewöhnlich grünen und ruhigen Übergang vom Stadtgebiet zum Schrein bildet. Die roten Tore, gedeckten Wandelgänge und Schreinbauten vermitteln besonders gut die traditionelle Architektur großer Shintō-Anlagen.
Aoi Matsuri
Shimogamo-jinja ist eine der zentralen Stationen des Aoi Matsuri, das zu den drei großen Festen Kyotos zählt. Die historische Prozession führt im Mai vom Kaiserpalast über Shimogamo-jinja bis zum Kamigamo-jinja. Für einen Besuch lässt sich der Schrein gut mit dem Kamo-Fluss und den nördlichen Vierteln Kyotos verbinden.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Ōtsu am Biwa-See – historisch eng mit Kyoto verbunden, geografisch jedoch in Shiga.
Für die Planung: Gut mit Ōtsu und weiteren Zielen am Biwa-See kombinierbar.
Enryaku-ji (延暦寺, Enryaku-ji) ist ein Tendai-Kloster auf dem Berg Hiei in Ōtsu mit Blick auf Kyoto.Es wurde erstmals 788 in der frühen Heian-Zeit (794–1185) von Saichō (767–822), auch bekannt als Dengyō Daishi, gegründet, der die Tendai-Sekte des Mahayana-Buddhismus aus China nach Japan einführte.Der Tempelkomplex wurde seitdem mehreren Umbaumaßnahmen unterzogen, wobei die bedeutendste (die der Haupthalle) im Jahr 1642 unter Tokugawa Iemitsu stattfand.
Enryaku-ji ist das Hauptquartier der Tendai-Sekte und eines der bedeutendsten Klöster in der japanischen Geschichte.Als solches ist es Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historische Denkmäler des antiken Kyoto (Städte Kyoto, Uji und Otsu)“.Die Begründer von Jōdo-shū, Jōdo Shinshū, Sōtō Zen und Nichiren-Buddhismus verbrachten alle Zeit im Kloster.Enryaku-ji ist auch das Zentrum für die Ausübung von Kaihōgyō (auch bekannt als „Marathon-Mönche“).
Geschichte
Mit der Unterstützung von Kaiser Kanmu ordinierte der buddhistische Mönch Saichō im Jahr 807 hundert Schüler. Seine Mönche hielten auf dem Berg Hiei eine strenge Disziplin aufrecht und lebten zwölf Jahre lang in Abgeschiedenheit, um zu studieren und zu meditieren.Nach dieser Zeit wurden die besten Studenten in Positionen im Kloster übernommen und andere stiegen in Positionen in der Regierung auf.Auf dem Höhepunkt seiner Macht war Enryaku-ji ein riesiger Komplex mit bis zu 3.000 Untertempeln und einer mächtigen Armee von Kriegermönchen (僧兵, sōhei).Im zehnten Jahrhundert kam es zu Erbfolgestreitigkeiten zwischen Tendai-Mönchen aus der Linie Ennin und Enchin.Diese Streitigkeiten führten zu gegensätzlichen Tendai-Zentren in Enryaku-ji und in Mii-dera, die als Bergorden (山門, sanmon) bzw. Tempelorden (寺門, jimon) bekannt sind.Kriegermönche wurden eingesetzt, um die Streitigkeiten beizulegen, und Tendai-Führer begannen, Söldnerarmeen anzuheuern, die Rivalen bedrohten und sogar in die Hauptstadt marschierten, um klösterliche Forderungen durchzusetzen.Im Rahmen eines Programms zur Beseitigung aller potenziellen Rivalen und zur Einigung des Landes beendete Kriegsherr Oda Nobunaga diese buddhistische Militanz im Jahr 1571, indem er Enryaku-ji angriff, die Gebäude dem Erdboden gleichmachte und Mönche abschlachtete.
Die heutigen Strukturen von Enryaku-ji stammen aus dem späten 16. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als der Tempel nach einem Regierungswechsel wieder aufgebaut wurde.Nur ein kleineres Gebäude blieb erhalten, das Ruri-dō (るり堂, „Lapislazuli-Halle“), das sich an einem langen, nicht markierten Weg vom Sai-tō-Komplex entfernt befindet.Das Bauwerk stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert nach rauem Wetter zweimal repariert.Während des Wiederaufbaus wurden einige Gebäude von anderen Tempeln, insbesondere Mii-dera, übertragen. Daher sind die Gebäude selbst alt, obwohl sie nicht immer an diesem Standort standen.
Heute sind die meisten Gebäude von Enryaku-ji in drei Bereiche unterteilt: Tō-dō (東塔, „Ostpagode“), Sai-tō (西塔, „Westpagode“) und Yokokawa (横川).Die wichtigsten Gebäude des Klosters sind in Tō-dō konzentriert.Sai-tō ist 20 Gehminuten entfernt, hauptsächlich bergab von Tō-dō, und verfügt auch über mehrere wichtige Gebäude.Yokokawa ist isolierter und weniger besucht, etwa 1:30 Minuten zu Fuß entfernt und am einfachsten mit dem Bus zu erreichen, der die drei Komplexe und andere Orte auf dem Berg verbindet.
Absprachen mit der organisierten Kriminalität
Am 4. April 2006 führte Enryaku-ji eine Zeremonie für ehemalige Anführer von Yamaguchi-gumi durch, der mit Abstand größten Yakuza-Organisation in Japan.Da solche Tempelzeremonien für Yamaguchi-gumi-Spendenaktionen und Machtdemonstrationen genutzt wurden, forderte die Polizei der Präfektur Shiga Enryaku-ji auf, die Durchführung der Zeremonie einzustellen.Enryaku-ji lehnte den Antrag ab, erhielt kriminelle Gelder für die Zeremonie und erlaubte fast 100 hochrangigen Yamaguchi-gumi-Führern die Teilnahme.Nach Berichten in den Zeitungen Asahi Shimbun und Yomiuri Shimbun sah sich Enryaku-ji einem landesweiten Skandal gegenüber.Schließlich traten am 18. Mai alle repräsentativen Direktoren von Enryaku-ji zurück und entschuldigten sich auf ihrer Website und inE-Mails, die an 3.000 Zweigtempel gesendet wurden.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Die Koyasu-no-to (子安の塔) ist eine beeindruckende dreistöckige Pagode auf dem Gelände des Kiyomizu-dera-Tempels in Kyoto. Diese Pagode ist etwa 15 Meter hoch und gilt als ein Ort des Gebets für sichere Geburten und das Wohl von Kindern.
Um die Koyasu-no-to zu erreichen, folgt man einem Pfad südlich der Haupthalle des Kiyomizu-dera. Die Pagode ist gut gepflegt und bietet einen ruhigen Rückzugsort innerhalb des belebten Tempelgeländes.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Im Jahr 1680 wurde der Honen-in-Tempel von Nincho, dem 38. Oberpriester des Chion-in-Tempels, unter der Leitung seines Meisters Banbu erbaut. Er war der Meinung, dass Honen (1133-1212), ein Priester und Gründer der Sekte des Reinen Landes (Jodo-shu) des Buddhismus, nicht vergessen werden sollte und deshalb wurde der Tempel zum Leben erweckt. 1207 musste Honen Kyoto verlassen. Seine Praxis des Jodo-shu galt damals als böser Buddhismus. 1211 wurde das Verbot aufgehoben und er konnte in die Stadt zurückkehren. Ein Jahr später starb er im Alter von 78 Jahren.
Besuch und Umgebung
Der Tempel bewahrt bewusst eine zurückhaltende, naturnahe Atmosphäre. Die von Moos, Bambus und Laub geprägten Wege gehören zu seinem besonderen Charakter.
Der Besuch lohnt sich vor allem in Verbindung mit dem Philosophenweg und den Tempeln Nanzen-ji oder Eikan-dō. Im Frühling und Herbst entfaltet die Hanglage ihre stärkste Wirkung, ohne den Andrang der großen Tempel.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Mit der Bus-Linie 206 vom Bahnhof aus oder mit der U-Bahn ist der wohl bekannteste Schrein Kyoto’s, der Heian jingu, bequem zu erreichen. Er wurde 1895 zur 1100-Jahrfeier der Stadt Kyoto erbaut. Die Gebäude der Schreinanlage sind grellbunte, um ein Drittel verkleinerte Nachbildungen des Kaiserpalastes aus der Heian-Periode.
Auch der weitläufige Garten mit See und einer Brücke nach chinesischem Vorbild repräsentieren den Stil dieser Zeit. Hier kann man viel Zeit verbringen, da der sehr schön und aufwendig gestaltete Garten eine angenehme Ruheoase inmitten der Stadt darstellt.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Ginkaku-ji (銀閣寺), auch bekannt als der Silberne Pavillon, ist ein Zen-Tempel im Osten von Kyoto. Ursprünglich im Jahr 1482 vom Shogun Ashikaga Yoshimasa als Ruhesitz erbaut, wurde die Anlage nach seinem Tod in einen Tempel umgewandelt und offiziell in Jishō-ji (慈照寺) umbenannt.
Der Tempel ist berühmt für seine wunderschöne Gartenanlage, die einen Moosgarten und einen einzigartigen Trockensandgarten umfasst, bekannt als das “Meer aus Silbernem Sand”. Trotz seines Namens ist der Silberne Pavillon nie mit Silber bedeckt worden; der Name entstand wahrscheinlich als Kontrast zum Goldenen Pavillon (Kinkaku-ji).
Ginkaku-ji ist ein bedeutendes Beispiel der Higashiyama-Kultur, die während der Muromachi-Zeit florierte und großen Einfluss auf die japanische Kunst und Architektur hatte. Ein Spaziergang durch die Anlage bietet beeindruckende Ausblicke auf die Gärten und die umliegenden Gebäude.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Kinkaku-ji (金閣寺), auch bekannt als der Goldene Pavillon, ist ein Zen-Buddhistischer Tempel im Nordwesten von Kyoto. Ursprünglich im Jahr 1397 vom Shogun Ashikaga Yoshimitsu als Ruhesitz erbaut, wurde der Pavillon nach seinem Tod in einen Tempel umgewandelt und offiziell als Rokuon-ji (鹿苑寺) bekannt.
Der Tempel ist berühmt für seine oberen Stockwerke, die vollständig mit Blattgold überzogen sind, was ihm seinen Namen “Goldener Pavillon” einbrachte. Die Anlage ist von einem wunderschönen Garten und einem großen Teich umgeben, der die goldene Struktur malerisch widerspiegelt.
Kinkaku-ji ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Ein Besuch bietet nicht nur einen Einblick in die japanische Architektur und Gartenkunst, sondern auch eine ruhige und meditative Atmosphäre.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Kiyomizu-dera (清水寺), auch bekannt als der Tempel des reinen Wassers, ist ein berühmter buddhistischer Tempel im östlichen Teil von Kyoto. Der Tempel wurde im Jahr 778 gegründet und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Historisches Kyoto.
Eine der bekanntesten Attraktionen des Kiyomizu-dera ist die große Holzterrasse, die ohne Nägel gebaut wurde und einen beeindruckenden Blick auf die Stadt Kyoto bietet. Die Terrasse ist besonders während der Kirschblüte im Frühling und der Herbstlaubfärbung ein beliebter Ort.
Der Tempelkomplex umfasst auch den Otowa-Wasserfall, dessen Wasser als heilend gilt. Besucher trinken das Wasser aus drei separaten Strömen, die jeweils Gesundheit, Langlebigkeit und Erfolg symbolisieren.
Ein weiteres Highlight ist der Jishu-Schrein, der dem Gott der Liebe und Partnersuche gewidmet ist. Hier können Besucher für Glück in der Liebe beten und an einem Ritual teilnehmen, bei dem sie mit geschlossenen Augen zwischen zwei Liebessteinen gehen.
Das Niomon-Tor ist eines der markantesten Eingänge des Kiyomizu-dera-Tempels in Kyoto. Dieses beeindruckende Tor, auch als “Tor der zwei Könige” bekannt, wurde im 15. Jahrhundert hinzugefügt und ist ein prächtiges Beispiel traditioneller japanischer Architektur.
Das Niomon-Tor ist bekannt für seine massiven Holzstrukturen und die beiden Wächterstatuen, die das Tor flankieren und böse Geister abwehren sollen. Es dient als majestätischer Eingang zum Tempelkomplex und bietet Besuchern einen ersten Eindruck von der historischen und spirituellen Bedeutung des Kiyomizu-dera.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Kyoto – kulturell und historisch eng mit der ehemaligen Kaiserstadt verbunden.
Für die Planung: Nach Stadtgebiet kombinieren; viele Tempel, Schreine und Gärten liegen in gut zusammenhängenden Besuchsgebieten.
Arashiyama (嵐山) liegt am westlichen Rand Kyotos dort, wo der Katsura-Fluss aus den Bergen in das Stadtgebiet eintritt. Die Gegend verbindet Tempel, bewaldete Hänge, Flusslandschaft und traditionelle Straßenzüge und gehört deshalb zu den vielseitigsten Ausflugszielen innerhalb Kyotos.
Bambushain und Tenryū-ji
Der bekannte Bambushain liegt unmittelbar nördlich des Tenryū-ji. Der Zen-Tempel gehört zum UNESCO-Welterbe und besitzt einen historischen Landschaftsgarten mit Blick auf die Berge. Vom Tempel aus lässt sich der Bambusweg gut mit Ōkōchi Sansō und kleineren Tempeln im nördlichen Arashiyama verbinden.
Togetsukyō und Umgebung
Die Togetsukyō-Brücke ist das zentrale Wahrzeichen am Fluss. Besonders zur Kirschblüte und während der Herbstfärbung ist die Umgebung stark besucht; früh am Morgen ist der Bambushain deutlich ruhiger. Wer mehr Zeit hat, kann den Besuch um Wanderwege in den Hügeln, den Affenpark Iwatayama oder eine Fahrt entlang des Hozu-Flusses erweitern.