Einordnung: Sehenswürdigkeit innerhalb der Metropolpräfektur Tokyo – von historischen Vierteln bis zu moderner Architektur.
Für die Planung: Ziele nach benachbarten Stadtteilen bündeln und mit Bahn oder U-Bahn verbinden.
Tsukiji (築地) ist ein bekannter Stadtteil in Tokio, der vor allem für seinen berühmten Fischmarkt, den Tsukiji-Fischmarkt (Tsukiji Shijō), bekannt ist. Der Markt war bis 2018 der größte Fischmarkt der Welt und ein bedeutendes Zentrum für den Handel mit Meeresfrüchten.
Der Tsukiji-Fischmarkt bestand aus zwei Hauptbereichen: dem inneren Markt, wo Großhandelsgeschäfte und die berühmten Thunfischauktionen stattfanden, und dem äußeren Markt, der aus zahlreichen Einzelhandelsgeschäften und Restaurants bestand. Hier konnten Besucher frischen Fisch, Meeresfrüchte und andere kulinarische Köstlichkeiten genießen.
Obwohl der Großhandelsmarkt 2018 nach Toyosu verlegt wurde, bleibt der äußere Markt in Tsukiji bestehen und ist weiterhin ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische. Der äußere Markt bietet eine Vielzahl von Ständen, die frische Produkte, Küchenutensilien und traditionelle japanische Speisen verkaufen.
Tsukiji hat eine reiche Geschichte, die bis ins Jahr 1657 zurückreicht, als das Gebiet nach dem Großen Feuer von Meireki durch Landgewinnung aus der Bucht von Tokio geschaffen wurde. Der Name “Tsukiji” bedeutet wörtlich “gebautes Land”.
Einordnung: Sehenswürdigkeit innerhalb der Metropolpräfektur Tokyo – von historischen Vierteln bis zu moderner Architektur.
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Der Kaiserpalast in Tokio (皇居, Kōkyo) ist die offizielle Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers. Er befindet sich im zentralen Stadtteil Chiyoda auf dem Gelände der ehemaligen Burg Edo.
Der Palastkomplex umfasst mehrere Gebäude, darunter die Residenzen der kaiserlichen Familie, Verwaltungsgebäude und weitläufige Gärten. Die Ostgärten (Kōkyo Higashi Gyoen) sind das ganze Jahr über für die Öffentlichkeit zugänglich und bieten einen Einblick in die historische Architektur und Landschaftsgestaltung. Besonders beeindruckend sind die Überreste der ursprünglichen Burgmauern und der Hauptturm (Tenshudai).
Der Kaiserpalast ist von einem breiten Wassergraben und massiven Steinmauern umgeben, die einst zur Verteidigung der Burg dienten. Zwei der bekanntesten Brücken, die zum Palast führen, sind die Nijūbashi (Doppelbrücke) und die Seimon Ishibashi (Haupttor-Steinbrücke). Diese Brücken sind beliebte Fotomotive und Symbole des Palastes.
Obwohl der Großteil des Palastgeländes für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, gibt es spezielle Tage, an denen Besucher das innere Gelände betreten können, wie zum Beispiel am Geburtstag des Kaisers (23. Februar) und an Neujahr (2. Januar). An diesen Tagen versammeln sich Tausende von Menschen, um einen Blick auf die kaiserliche Familie zu erhaschen.
Einordnung: Sehenswürdigkeit innerhalb der Metropolpräfektur Tokyo – von historischen Vierteln bis zu moderner Architektur.
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Der Hamarikyu-Park (浜離宮恩賜庭園, Hama-rikyū Onshi Teien) ist ein wunderschöner, historischer Garten im Stadtteil Chūō in Tokio. Ursprünglich als Jagdgebiet für die Tokugawa-Shogune angelegt, wurde der Park 1946 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Park erstreckt sich über eine Fläche von etwa 250.216 m² und ist bekannt für seinen Gezeitenteich (Shioiri-no-ike), der mit Salzwasser aus der Bucht von Tokio gespeist wird. Dieser Teich ist einzigartig, da er der letzte seiner Art aus der Edo-Zeit in Tokio ist.
Ein weiteres Highlight des Parks ist das traditionelle Teehaus Nakajima-no-ochaya, das auf einer Insel im Teich liegt und Besucher einlädt, Matcha-Grüntee und traditionelle japanische Süßigkeiten zu genießen. Der Park bietet auch saisonale Blumenfelder, darunter Pfingstrosen, Raps und Kosmeen, die das ganze Jahr über blühen.
Der Hamarikyu-Park ist leicht erreichbar, nur wenige Gehminuten von den Bahnhöfen Shimbashi und Shiodome entfernt. Er bietet eine ruhige Oase inmitten der geschäftigen Metropole und ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und Erholung.
Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Kobe, Himeji, Seto-Inlandsee und Japanischem Meer.
Für die Planung: Himeji lässt sich besonders gut als Tagesausflug oder Zwischenstopp auf der Strecke Osaka–Hiroshima einplanen.
Himeji (姫路市, Himeji-shi) ist eine historische Stadt in der Präfektur Hyōgo, Japan. Sie ist besonders bekannt für die beeindruckende Burg Himeji (Himeji-jō), die als eine der schönsten und am besten erhaltenen Burgen Japans gilt. Die Burg, auch als “Weiße-Reiher-Burg” bekannt, wurde 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Die Stadt Himeji hat etwa 527.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 534,27 km². Sie wurde am 1. April 1889 offiziell zur Stadt erhoben. Neben der Burg ist Himeji auch für seine schönen Parks und Gärten bekannt, die besonders während der Kirschblütenzeit (Hanami) viele Besucher anziehen.
Himeji pflegt Städtepartnerschaften mit mehreren Städten weltweit, darunter Charleroi in Belgien, Phoenix in den USA und Adelaide in Australien.
Die Burg wurde ursprünglich im Jahr 1346 erbaut und erlebte ihre größte Erweiterung zwischen 1601 und 1609 unter der Leitung von Ikeda Terumasa. Sie besteht aus 83 Gebäuden und ist ein herausragendes Beispiel für die japanische Burgenarchitektur der Momoyama-Zeit. Die Burg ist für ihre komplexen Verteidigungsanlagen bekannt, die sie nahezu uneinnehmbar machten.
Ein besonderes Merkmal der Burg Himeji ist ihr fünfstöckiger Hauptturm (Tenshukaku), der majestätisch über der Stadt thront. Die Burg wurde 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist ein nationaler Kulturschatz Japans.
Die Burg hat mehrere Renovierungen durchlaufen, die letzte große fand von 2010 bis 2015 statt, um die Dächer und Mauern zu restaurieren. Trotz der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg blieb die Burg weitgehend unbeschädigt.
Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Kiso-Tal, Suwa-Region und Japanischen Alpen.
Für die Planung: Bei längeren Strecken Bahn, Bus oder Mietwagen einplanen; viele Ziele lassen sich gut mit Matsumoto oder dem Kiso-Tal verbinden.
Die Burg Takashima (高島城, Takashima-jō) ist eine japanische Burg in Suwa, in der Präfektur Nagano in Japan.Am Ende der Edo-Zeit war die Burg Takashima die Heimat des Suwa-Clans, des Daimyō der Takashima-Domäne.Die Burg ist auch als „Schwimmende Burg von Suwa“ (諏訪の浮城, Suwa-no-uki-shirō) oder Shimazaki-Burg (島崎城, Shimazaki-jō) bekannt. Die Burg Takashima wurde ursprünglich auf einer Halbinsel erbaut, die in den Suwa-See hineinragt, wobei der See selbst einen Teil seiner Gräben bildete.Während der Edo-Zeit wurde die Burg durch die zunehmende Sedimentation des Suwa-Sees von Land umgeben und der Standort befindet sich heute in der Mitte der modernen Stadt Suwa. Heute ist das Gebiet ein öffentlicher Park.Nur die Nord- und Ostseite des Burggrabens sind erhalten geblieben.1970 wurden einige der Burgstrukturen rekonstruiert, die jedoch nicht historisch korrekt sind.Die Burg wurde 2017 als eine der 100 besten japanischen Burgen aufgeführt.
Das Gebiet um den Suwa-See war seit mindestens der frühen Heian-Zeit unter der Kontrolle des Suwa-Clans.Die Suwa wurden jedoch in der Sengoku-Zeit von Takeda Shingen erobert, der das Gebiet seinen Territorien angliederte.Die Burg Takashima wurde von einer Reihe Takeda-Generälen (beginnend mit Itagaki Nobukata) regiert, bis der Takeda-Clan in der Schlacht von Nagashino im Jahr 1575 besiegt und vernichtet wurde. Das Gebiet kam dann unter die Kontrolle von Oda Nobunaga, der es einem seiner Generäle, Kawajiri Hidetaka, übertrug.Nachdem Nobunaga beim Honnō-ji-Zwischenfall ermordet worden war, kam das Gebiet unter die Kontrolle von Toyotomi Hideyoshi, der Hineno Takayoshi zum Daimyō der Suwa-Domäne ernannte.Hineno Takayoshi begann mit einem vollständigen Wiederaufbau der Burg, der von seinem Sohn Hineno Yoshiakira abgeschlossen wurde.Die Hineno wurden 1601 neu zugewiesen und das Anwesen wurde von Tokugawa Ieyasu in die Hände des Suwa-Clans zurückgegeben.Die Suwa behielten die Kontrolle über die Burg bis zur Meiji-Restauration. Nach der Gründung der Meiji-Regierung und der Abschaffung des Han-Systems wurden die verbleibenden Gebäude der Burg 1875 abgerissen, sodass nur die Steinfundamente übrig blieben.1900 wurde auf dem Gelände ein Shinto-Schrein für die Kriegstoten errichtet und das Gebiet des zweiten und dritten Burghofs wurde als Wohnviertel bebaut.Der heutige Bergfried, die Yagura und die Tore sind allesamt Rekonstruktionen, die 1970 fertiggestellt wurden.
Einordnung: Sehenswürdigkeit zwischen Kiso-Tal, Suwa-Region und Japanischen Alpen.
Für die Planung: Bei längeren Strecken Bahn, Bus oder Mietwagen einplanen; viele Ziele lassen sich gut mit Matsumoto oder dem Kiso-Tal verbinden.
Der Suwa-See (諏訪湖, Suwa-ko) ist ein See in den Kiso-Bergen in der zentralen Region der Präfektur Nagano in Japan und ist die Quelle des Flusses Tenryū.Die Städte Suwa und Okaya sowie die Stadt Shimosuwa liegen an den Ufern des Suwa-Sees. Der Suwa-See ist Schauplatz eines Naturphänomens, das als „Gottes Übergang“ (御神渡り, o-miwatari) bekannt ist. Dabei bilden sich im Winter große Risse auf der Oberfläche des zugefrorenen Sees.Ein vertikaler Temperaturgradient führt dazu, dass sich im Oberflächeneis Eisdruckrücken bilden, die Höhen von 30 Zentimetern (1 Fuß) oder mehr erreichen. Die lokale Shinto-Tradition besagt, dass die Grate von den Göttern gebildet werden, die den See überqueren, wenn sie zwischen den verschiedenen Gebäuden des Suwa-Großschreins reisen.Der Folklore zufolge handelt es sich dabei um den Schutzgott von Suwa, Takeminakata-no-kami, der sein Heiligtum verlässt, um sich mit seiner Frau, der Göttin Yasakatome, zu treffen, und das gegenüberliegende Ufer erreicht, indem er über gefrorenes Wasser geht.Unter der Oberfläche des Sees befindet sich eine natürliche heiße Quelle.
Einordnung: Sehenswürdigkeit innerhalb der Metropolpräfektur Tokyo – von historischen Vierteln bis zu moderner Architektur.
Für die Planung: Ziele nach benachbarten Stadtteilen bündeln und mit Bahn oder U-Bahn verbinden.
Der Asakusa-Schrein (浅草神社, Asakusa-jinja) ist ein bedeutender Shintō-Schrein im Stadtteil Asakusa im Taito-Bezirk von Tokio. Er befindet sich direkt neben dem berühmten buddhistischen Tempel Sensō-ji und wurde im Jahr 1649 von Tokugawa Iemitsu errichtet.
Der Schrein ist den drei Männern gewidmet, die der Legende nach für die Errichtung des Sensō-ji verantwortlich waren: den Brüdern Hinokuma Hamanari und Hinokuma Takenari sowie ihrem Dorfvorsteher Haji no Nakatomo. Diese Männer sollen im Jahr 628 eine Statue der Bodhisattva Kannon im Sumida-Fluss gefunden haben, was zur Gründung des Sensō-ji führte.
Ein besonderes Ereignis im Asakusa-Schrein ist das Sanja Matsuri, eines der größten und lebhaftesten Feste Tokios, das jedes Jahr im Mai stattfindet. Während dieses Festes werden etwa 100 tragbare Schreine (Mikoshi) durch die Straßen von Asakusa getragen, begleitet von Musik, Tanz und einer festlichen Atmosphäre.
Der Asakusa-Schrein ist ein wichtiger kultureller und historischer Ort, der sowohl von Einheimischen als auch von Touristen besucht wird. Er bietet einen faszinierenden Einblick in die religiösen Traditionen und die Geschichte Japans.
Futami liegt an der Küste der Präfektur Mie östlich von Ise. Bekannt ist der Ort vor allem für die Meoto Iwa, die „Vermählten Felsen“, die unmittelbar vor der Küste im Meer stehen und mit einem mächtigen Shimenawa-Seil miteinander verbunden sind.
Meoto Iwa und Futami Okitama-jinja
Die beiden Felsen gelten als Symbol einer verbundenen Partnerschaft und werden mit den Schöpfergottheiten Izanagi und Izanami in Verbindung gebracht. Direkt an der Küste liegt der Futami Okitama-jinja, dessen Anlage von zahlreichen Froschfiguren geprägt ist. Das heilige Seil zwischen den Felsen wird mehrmals im Jahr in einer Zeremonie erneuert.
Besuch und Umgebung
Besonders bekannt ist der Blick auf den Sonnenaufgang zwischen den Felsen in den Sommermonaten; bei sehr klarer Sicht kann in der Ferne der Fuji erscheinen. Futami lässt sich gut mit dem Ise-jingū und den Zielen in Toba, darunter Mikimoto Pearl Island und das Toba Aquarium, kombinieren.
Einordnung: Sehenswürdigkeit im Raum Hakone, Kamakura oder an der Sagami-Bucht.
Für die Planung: Hakone-Ziele am besten als zusammenhängende Rundtour planen; für Kamakura eignen sich kompakte Tempel- und Schreinrouten.
Owakudani liegt nördlich des Asino-Sees und ist bekannt für seine vulkanischen Thermalquellen. Eigentlich reist man ja in diese Gegend, um den Fuji-san zu sehen. Trotzdem lohnt sich ein Abstecher nach Owakudani – vorausgesetzt, man hat was übrig für üble Gerüche. Genau davon gibt es hier nämlich eine Menge. Die vulkanischen Aktivitäten in Owakudani äußern sich in Form von blubberndem Schlamm, aus dem dampfende, nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff) riechende Wolken steigen. Die schwarzen Eier, die hier verkauft werden, wurden in dem brodelnden Schlamm gekocht und sollen angeblich Heilwirkung besitzen. Über den Reiz eines Rundganges durch diese karge Felsenlandschaft kann man sicherlich streiten aber der Blick auf den Fuji (sofern man ihn gerade mal sieht …) entschädigt für einiges.
Einordnung: Sehenswürdigkeit an der Ise-Shima-Küste mit wichtigen Shintō-Traditionen und maritimer Kultur.
Für die Planung: Ise und die Küstenziele von Ise-Shima lassen sich gut zu einem ein- bis zweitägigen regionalen Programm verbinden.
Mikimoto Pearl Island liegt in der Bucht von Toba in der Präfektur Mie und erinnert an Kokichi Mikimoto, dem 1893 entscheidende Erfolge bei der Zucht von Perlen gelangen. Die kleine Insel ist heute Museum, Demonstrationsort und Teil der Geschichte der japanischen Perlenindustrie.
Perlenzucht und Museum
Die Ausstellungen erklären den Aufbau einer Perle, die Entwicklung der Zuchtverfahren und die einzelnen Arbeitsschritte von der Vorbereitung der Austern bis zur Sortierung und Verarbeitung der geernteten Perlen. Historische Stücke zeigen zugleich, wie sich Mikimotos Verfahren zu einem international bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelte.
Ama-Taucherinnen und Toba
Vorführungen erinnern an die traditionellen Ama-Taucherinnen, die in der Region seit Jahrhunderten ohne Atemgerät nach Meeresprodukten tauchen und früher auch bei Arbeiten rund um die Perlenzucht eingesetzt wurden. Der Besuch lässt sich gut mit dem Toba Aquarium sowie mit Ise und den Meoto Iwa in Futami verbinden.