Die Präfektur Gifu (岐阜県, Gifu-ken) ist eine japanische Präfektur in der Region Chūbu auf Honshu. Die Präfektur Gifu hat eine Einwohnerzahl von 1.991.390 (Stand: 1. Juni 2019) und eine geografische Fläche von 10.621 km². Die Präfektur Gifu grenzt im Norden an die Präfektur Toyama, im Nordwesten an die Präfektur Ishikawa, im Westen an die Präfektur Fukui und die Präfektur Shiga, im Südwesten an die Präfektur Mie, im Süden an die Präfektur Aichi und im Osten an die Präfektur Nagano.
Gifu ist die Hauptstadt und größte Stadt der Präfektur Gifu; weitere größere Städte sind Ōgaki, Kakamigahara und Tajimi.
Die Präfektur Gifu liegt im Zentrum Japans, ist eine von nur acht Präfekturen, die vom Festland eingeschlossen sind, und weist das Bevölkerungszentrum des Landes auf. Die Präfektur Gifu diente als historischer Knotenpunkt Japans mit Routen, die den Osten mit dem Westen verbanden, darunter die Nakasendō, eine der Fünf Routen aus der Edo-Zeit. Die Präfektur Gifu war ein langjähriger Wohnsitz von Oda Nobunaga und Saitō Dōsan, zwei einflussreichen Persönlichkeiten der japanischen Geschichte in der Sengoku-Periode, die im späten Mittelalter die populäre Redewendung “kontrolliere Gifu und du kontrollierst Japan” hervorbrachten. Die Präfektur Gifu ist bekannt für ihre traditionelle Washi-Papierindustrie, zu der auch Gifu-Laternen und Gifu-Regenschirme gehören, und als Zentrum der japanischen Schwertschmiede- und Besteckindustrie. In der Präfektur Gifu befinden sich das Schloss Gifu, die 1.300 Jahre alte Tradition des Kormoranfischens auf dem Nagara-Fluss und der Ort der Schlacht von Sekigahara.
Die Präfektur Tokio (japanisch 東京都Tōkyō-to, englisch Tokyo Prefecture oder in der Eigenbezeichnung Tokyo Metropolis, oft nur Tokyo) ist eine der Präfekturen Japans und liegt größtenteils in der Kantō-Ebene. Sie ist mit über 13 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Präfektur Japans, aber mit nur 2200 km² zugleich die drittkleinste. Sitz der Präfekturverwaltung ist der Bezirk Shinjuku. Tokyo bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, die jeden Besucher in ihren Bann ziehen. Der Tokyo Tower, inspiriert vom Eiffelturm, bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Ein weiteres Highlight ist der Senso-ji Tempel in Asakusa, Tokyos ältester buddhistischer Tempel, der einen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur Japans bietet. Für Kunst- und Geschichtsliebhaber ist das Tokyo National Museum ein Muss. Es beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken und Artefakten aus der japanischen Geschichte. Wer sich für moderne Kunst interessiert, sollte das Mori Art Museum in Roppongi besuchen. Tokyo ist auch bekannt für seine futuristische Architektur und technologische Innovationen. Der Shibuya Crossing, eine der belebtesten Kreuzungen der Welt, ist ein Symbol für das geschäftige Leben in der Stadt. In Akihabara, dem Elektronik- und Anime-Viertel, können Technikbegeisterte die neuesten Gadgets und Spiele entdecken. Die kulinarische Szene in Tokyo ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Von traditionellen Sushi-Restaurants bis hin zu modernen Fusionsküchen – die Stadt ist ein Paradies für Feinschmecker. Ein Besuch auf dem Tsukiji Fischmarkt (jetzt Toyosu Markt) ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Trotz ihrer Größe bietet Tokyo auch zahlreiche grüne Oasen. Der Ueno Park ist besonders im Frühling zur Kirschblütenzeit ein beliebtes Ziel. Der Shinjuku Gyoen National Garden ist ein weiterer wunderschöner Park, der zum Entspannen und Spazieren einlädt. Das Nachtleben in Tokyo ist ebenso vielfältig wie die Stadt selbst. In Vierteln wie Shinjuku und Roppongi finden Nachtschwärmer zahlreiche Bars, Clubs und Karaoke-Bars. Für ein einzigartiges Erlebnis sollte man das Robot Restaurant besuchen, wo futuristische Shows und Dinner kombiniert werden. Tokyo ist eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, die jeden Besucher mit ihrer Vielfalt und Dynamik begeistert. Ob Kultur, Technologie, Kulinarik oder Natur – Tokyo hat für jeden etwas zu bieten und ist ein unvergessliches Reiseziel.
Die Präfektur Kanagawa (神奈川県, Kanagawa-ken) ist eine japanische Präfektur in der Region Kantō auf Honshu. Die Präfektur Kanagawa ist mit 9.221.129 Einwohnern (Stand: 1. April 2022) die zweitbevölkerungsreichste Präfektur Japans und mit 3.800 Einwohnern pro Quadratkilometer die drittdichteste. Mit einer Fläche von 2.415 km2 ist sie die fünftkleinste. Die Präfektur Kanagawa grenzt im Norden an Tokio, im Nordwesten an die Präfektur Yamanashi und im Westen an die Präfektur Shizuoka.
Yokohama ist die Hauptstadt und größte Stadt der Präfektur Kanagawa und die zweitgrößte Stadt Japans; weitere Großstädte sind Kawasaki, Sagamihara und Fujisawa. Die Präfektur Kanagawa liegt an der östlichen Pazifikküste Japans an der Bucht von Tokio und der Sagami-Bucht, getrennt durch die Halbinsel Miura, gegenüber der Präfektur Chiba auf der Halbinsel Bōsō. Die Präfektur Kanagawa ist Teil des Großraums Tokio, des bevölkerungsreichsten Ballungsraums der Welt, wobei Yokohama und viele seiner Städte wichtige Handelszentren und südliche Vororte von Tokio sind. Die Präfektur Kanagawa war das politische und wirtschaftliche Zentrum Japans während der Kamakura-Periode, als Kamakura als Sitz des Kamakura-Shogunats von 1185 bis 1333 de facto die Hauptstadt und größte Stadt Japans war. Die Präfektur Kanagawa ist ein beliebtes Touristengebiet in der Region Tokio, wobei Kamakura und Hakone zwei beliebte Ausflugsziele sind.
Die Präfektur Tokio (japanisch 東京都Tōkyō-to, englisch Tokyo Prefecture oder in der Eigenbezeichnung Tokyo Metropolis, oft nur Tokyo) ist eine der Präfekturen Japans und liegt größtenteils in der Kantō-Ebene. Sie ist mit über 13 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Präfektur Japans, aber mit nur 2200 km² zugleich die drittkleinste. Sitz der Präfekturverwaltung ist der Bezirk Shinjuku. Tokyo bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, die jeden Besucher in ihren Bann ziehen. Der Tokyo Tower, inspiriert vom Eiffelturm, bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Ein weiteres Highlight ist der Senso-ji Tempel in Asakusa, Tokyos ältester buddhistischer Tempel, der einen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur Japans bietet. Für Kunst- und Geschichtsliebhaber ist das Tokyo National Museum ein Muss. Es beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken und Artefakten aus der japanischen Geschichte. Wer sich für moderne Kunst interessiert, sollte das Mori Art Museum in Roppongi besuchen. Tokyo ist auch bekannt für seine futuristische Architektur und technologische Innovationen. Der Shibuya Crossing, eine der belebtesten Kreuzungen der Welt, ist ein Symbol für das geschäftige Leben in der Stadt. In Akihabara, dem Elektronik- und Anime-Viertel, können Technikbegeisterte die neuesten Gadgets und Spiele entdecken. Die kulinarische Szene in Tokyo ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Von traditionellen Sushi-Restaurants bis hin zu modernen Fusionsküchen – die Stadt ist ein Paradies für Feinschmecker. Ein Besuch auf dem Tsukiji Fischmarkt (jetzt Toyosu Markt) ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Trotz ihrer Größe bietet Tokyo auch zahlreiche grüne Oasen. Der Ueno Park ist besonders im Frühling zur Kirschblütenzeit ein beliebtes Ziel. Der Shinjuku Gyoen National Garden ist ein weiterer wunderschöner Park, der zum Entspannen und Spazieren einlädt. Das Nachtleben in Tokyo ist ebenso vielfältig wie die Stadt selbst. In Vierteln wie Shinjuku und Roppongi finden Nachtschwärmer zahlreiche Bars, Clubs und Karaoke-Bars. Für ein einzigartiges Erlebnis sollte man das Robot Restaurant besuchen, wo futuristische Shows und Dinner kombiniert werden. Tokyo ist eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, die jeden Besucher mit ihrer Vielfalt und Dynamik begeistert. Ob Kultur, Technologie, Kulinarik oder Natur – Tokyo hat für jeden etwas zu bieten und ist ein unvergessliches Reiseziel.
Nagano (長野県 Nagano-ken) ist die viertgrößte Präfektur Japans, die im Inneren der Insel Honshū liegt. Im Westen bilden Teile der Japanischen Alpen (Hida-Gebirge und Kiso-Gebirge) die Grenzen zu Toyama, Gifu und Aichi. Im Südosten ist das ebenfalls zu den Japanischen Alpen gezählte Akaishi-Gebirge Teil der Grenzen zu Shizuoka und Yamanashi. Zwischen Kiso- und Akaishi-Gebirge fließt der Fluss Tenryū, einer der großen Flüsse in Nagano, nach Süden. Er bildet den Abfluss des Suwa-Sees im Zentrum von Nagano. Ein weiterer großer Fluss ist der Chikuma-gawa nach Norden. Im Nordosten bilden Teile der Echigo- und Kantō-Gebirge Teile der Grenzen zu Niigata (≈ Echigo), Gunma, Saitama und Yamanashi. Zwischen Kantō- und Akaishi-Gebirge liegt das Tal des Flusses Fuji, der kurz hinter der Grenze zu Yamanashi als Kamanashi-gawa (釜無川) entspringt und dann zunächst nach Nordosten fließt und einen Teil der Grenze bildet. Im Südwesten von Nagano entspringt der Fluss Kiso, der „japanische Rhein“.
Auf dem Weg von Ise nach Toba kann man einen interessanten Zwischenstop in Futamigaura einlegen. Die Attraktion dieser kleinen Stadt sind die “Vermählten Steine” (meota iwa). Die zwei Steine symbolisieren Mann und Frau und werden über ein heiliges Band (shimenawa) miteinander verbunden. Alljährlich am 5. Januar wird das Band in einem Festakt gegen ein neues ausgetauscht.
Neben der Perleninsel Mikimoto gibt es in Toba eine weitere Attraktion – das Aquarium. Dieses bietet für ein teures Eintrittsgeld viele Meerestiere und Shows auf engem Raum.
Der Ise-Schrein in der Mie Präfektur ist der heiligste der Schinto-Schreine in Japan. Er wurde im 4. Jahrhundert gegründet und besteht aus ca. 200 Bauwerken. Diese werden, einem schintoistischen Brauch folgend, aller 20 Jahre neu errichtet. Die jetzigen Schreingebäude stammen aus dem Jahre 1993, der nächste Neuaufbau ist also 2013 fällig. Da die ersten Einflüsse aus China erst im 6. Jahrhundert nach Japan kamen, handelt es sich bei diesen Bauwerken um den klassischen japanischen Baustil. Als Besucher kann man keines der Gebäude betreten und die meisten von ihnen sind auch von hohen Holzzäunen umgeben. Auch findet man in Japan optisch wesentlich reizvollere Schreine. Hier liegen aber die geistigen Wurzeln Japans und so pilgern jedes Jahr mehr als 6 Millionen Japaner zu dieser Schreinanlage. Der Komplex ist in den Äußeren Schrein (Geku) und in den Inneren Schrein (Naiku) unterteilt. Beide liegen etwa 6 km voneinander entfernt.
Geku (Äußerer Schrein)
Geku wurde im Jahre 477 als Heiligtum zur Verehrung von Toyouke Omikami, der Göttin der Kleidung, Nahrung und des Haushalts, gegründet, die auch die Sonnengöttin Amaterasu Omikami mit ihren täglichen Speisen versorgt. So finden hier auch zwei mal täglich die heiligen Zeremonien der Nahrungsübergabe statt (Bild rechts). So wie im Naiku auch, dürfen die inneren Heiligtümer nur vom Kaiser und seinen Gesandten betreten werden, alle anderen Schreingebäude sind ausschließlich den Priestern vorbehalten. Zum Eingang des Schreins geht man über einen von alten hohen Zedernbäumen gesäumten Weg. Vom Bahnhof Ise aus, ist dieser in 12 min. zu Fuß zu erreichen.
Naiku (Innerer Schrein) Dieser Schrein ist der Sonnengöttin Amaterasu Omikami gewidmet und entstand etwa zur gleichen Zeit wie der Geku. Sie ist die Ahnengöttin der kaiserlichen Familie und Schutzgöttin der japanischen Nation. Ursprünglich war das Kaiserhaus selber für die Dienste an der Sonnengöttin verantwortlich. Während der Zeit des 10. Kaisers, Sujin Tenno, (1. Jh.) wurde der Heilige Spiegel (siehe Religion – Schintoismus) durch die Kaiserliche Prinzessin Toyosukiirihime no Mikoto nach Kasanuinomura gebracht, um einen würdigen Platz für dessen Aufbewahrung zu finden. Im 26. Jahr der Herrschaft des Kaisers Suinin entschied sie sich für den oberen Lauf des Flusses Isuzu und der Naiku wurde errichtet. Die Schreinanlage betritt man über die Uji-Brücke. Auch diese wird aller 20 Jahre aus dem Holz der japanischen Zypresse (hinoki) neu aufgebaut. Parallel zur Brücke stehen große Pfeiler im Fluß, um die Brücke selber vor Beschädigungen bei Hochwasser zu schützen. Der Fluß gilt als heilig und die Pilger die über ihn das Heiligtum betreten, werden in Herz und Geist gereinigt.
Das Innere Heiligtum ist von vier Holzzäunen umgeben. Die meisten der Zeremonien (ca. mehr als 1000 im Jahr) finden zwischen der zweiten und dritten Umgrenzung statt. Neben dem Hauptheiligtum, in dem z.B. auch der Heilige Spiegel aufbewahrt wird, gibt es noch etliche weitere Gebäude, wie kaguraden, die Halle der heiligen Musik und des Tanzes, gojoden, für die Nahrungsübergabe-Zeremonie, saikan, die Reinigungshalle und einige mehr.
Kongosho-ji
Nutzt man die Busverbindung vom Schrein in Richtung Toba, fährt man über die Ise-Shima- Skyline Road vorbei am Kongosho Tempel auf dem Berg Asama. Zu dessen Besonderheiten gehören ein Fußabdruck Buddhas und die mit Andenken an Verstorbene behangenen Stelen aus Holz.
Kaiser Mutsuhito gab seiner Regierungszeit den Namen Meiji (Erleuchtete Regierung) und verlegte die Residenz nach Edo, das, umbenannt in Tokyo (östliche Hauptstadt), 1868 Hauptstadt Japans geworden war. Gestützt auf einen Kreis fortschrittlich eingestellter Berater, von denen sich einige zu zeitweiligen Studien ins Ausland (USA und Europa) begaben, setzte er eine Reihe von Reformen durch, die zusammenfassend als die Meijirestauration bezeichnet werden. Die Gesellschaftsordnung, das Rechtswesen, die Verwaltung, die Währung, das Heerwesen und der Kalender (1873 gregorianischer Kalender) wurden modernisiert, die allgemeine Schulpflicht, das neuzeitliche Postwesen, die Eisenbahn sowie weitere technische Neuerungen eingeführt. Dabei stieß die Regierung nur 1877 auf nennenswerten Widerstand. Im etwa acht Monate dauernden Satsuma-Aufstand sammelten sich die Gegner der Reform, Die Reformbewegung gipfelte in der Einführung der maßgeblich von Ito Hirobumi nach preußischem Vorbild ausgearbeitete Verfassung vom 11.02.1889, die Japan formell zur konstitutionellen Monarchie machte. 1890 wurde zwar das Parlament einberufen, doch konnte sich die parlamentarische Regierungsform aufgrund der starken Stellung von konstitutionell zu institutionalisierten Körperschaften wie z.B. dem “Rat der Älteren Staatsmänner” (Genro) nicht durchsetzen. Daneben etablierte sich das Militär als von Exekutive und Legislative unabhängige Gewalt unterhalb der Souveränitätsebene des Kaisers. Außenpolitisch suchte Japan eine Revision der seit 1854 mit den Westmächten geschlossenen ungleichen Verträgen zu erlangen. Diese Verhandlungen zeigten seit 1894 Erfolg, wozu auch Japans militärische Erfolge im Chinesisch-Japanischen Krieg (1894/95) beitrugen. Nach dem Frieden von Shimonoseki vom 17.4.1895 musste China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen, Formosa und die Pescadores abtreten und eine hohe Kriegsentschädigung zahlen; auf die Halbinsel Liaodong mit Port Arthur musste Japan wegen Einspruchs Russlands, Deutschlands und Frankreichs verzichten. 1899 erreichte Japan die Aufhebung der Exterritorialität. 1900 beteiligte sich Japan als gleichberechtigter Partner an der Niederwerfung des Boxeraufstands in China. Nachdem sich Japan 1902 durch das Bündnis mit Großbritannien die diplomatische Rückendeckung gesichert hatte, begann es im Februar 1904 mit dem Überfall auf die russische Flotte in Port Arthur den Krieg gegen Russland, mit dem es seit 1903 wegen der Mandschurei in Verhandlungen stand (Russisch-Japanischer Krieg 1904/05). Der Friede von Portsmouth vom 5.9.1905 ließ Japan zwar ohne finanzielle Kriegsentschädigung, es erhielt aber die russischen Pachtrechte auf das Guangdong-Gebiet mit der südmandschurischen Bahnzone und die Südhälfte von Sachalin. Korea, das es 1905 seinem Protektorat unterstellt hatte, konnte Japan 1910 vollständig annektieren. Gleichzeitig einigte es sich mit Russland über die Aufteilung der Mandschurei in eine (nördliche) russische und eine (südliche) japanische Interessensphäre. So war Japan noch vor dem Ersten Weltkrieg zur Großmacht und zur anerkannten Vormacht in Ostasien geworden. Am 30.7.1912 starb Mutsuhito (genannt Meiji-Tenno) und sein Sohn Yoshihito (1879-1926) bestieg unter der Devise “Taisho” (Große Gerechtigkeit) den Thron.Kaiser Mutsuhito gab seiner Regierungszeit den Namen Meiji (Erleuchtete Regierung) und verlegte die Residenz nach Edo, das, umbenannt in Tokio (östliche Hauptstadt), 1868 Hauptstadt Japans geworden war. Gestützt auf einen Kreis fortschrittlich eingestellter Berater, von denen sich einige zu zeitweiligen Studien ins Ausland (USA und Europa) begaben, setzte er eine Reihe von Reformen durch, die zusammenfassend als die Meijirestauration bezeichnet werden. Die Gesellschaftsordnung, das Rechtswesen, die Verwaltung, die Währung, das Heerwesen und der Kalender (1873 gregorianischer Kalender) wurden modernisiert, die allgemeine Schulpflicht, das neuzeitliche Postwesen, die Eisenbahn sowie weitere technische Neuerungen eingeführt. Dabei stieß die Regierung nur 1877 auf nennenswerten Widerstand. Im etwa acht Monate dauernden Satsuma-Aufstand sammelten sich die Gegner der Reform, Die Reformbewegung gipfelte in der Einführung der maßgeblich von Ito Hirobumi nach preußischem Vorbild ausgearbeitete Verfassung vom 11.02.1889, die Japan formell zur konstitutionellen Monarchie machte. 1890 wurde zwar das Parlament einberufen, doch konnte sich die parlamentarische Regierungsform aufgrund der starken Stellung von konstitutionell zu institutionalisierten Körperschaften wie z.B. dem “Rat der Älteren Staatsmänner” (Genro) nicht durchsetzen. Daneben etablierte sich das Militär als von Exekutive und Legislative unabhängige Gewalt unterhalb der Souveränitätsebene des Kaisers. Außenpolitisch suchte Japan eine Revision der seit 1854 mit den Westmächten geschlossenen ungleichen Verträgen zu erlangen. Diese Verhandlungen zeigten seit 1894 Erfolg, wozu auch Japans militärische Erfolge im Chinesisch-Japanischen Krieg (1894/95) beitrugen. Nach dem Frieden von Shimonoseki vom 17.4.1895 musste China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen, Formosa und die Pescadores abtreten und eine hohe Kriegsentschädigung zahlen; auf die Halbinsel Liaodong mit Port Arthur musste Japan wegen Einspruchs Russlands, Deutschlands und Frankreichs verzichten. 1899 erreichte Japan die Aufhebung der Exterritorialität. 1900 beteiligte sich Japan als gleichberechtigter Partner an der Niederwerfung des Boxeraufstands in China. Nachdem sich Japan 1902 durch das Bündnis mit Großbritannien die diplomatische Rückendeckung gesichert hatte, begann es im Februar 1904 mit dem Überfall auf die russische Flotte in Port Arthur den Krieg gegen Russland, mit dem es seit 1903 wegen der Mandschurei in Verhandlungen stand (Russisch-Japanischer Krieg 1904/05). Der Friede von Portsmouth vom 5.9.1905 ließ Japan zwar ohne finanzielle Kriegsentschädigung, es erhielt aber die russischen Pachtrechte auf das Guangdong-Gebiet mit der südmandschurischen Bahnzone und die Südhälfte von Sachalin. Korea, das es 1905 seinem Protektorat unterstellt hatte, konnte Japan 1910 vollständig annektieren. Gleichzeitig einigte es sich mit Russland über die Aufteilung der Mandschurei in eine (nördliche) russische und eine (südliche) japanische Interessensphäre. So war Japan noch vor dem Ersten Weltkrieg zur Großmacht und zur anerkannten Vormacht in Ostasien geworden. Am 30.7.1912 starb Mutsuhito (genannt Meiji-Tenno) und sein Sohn Yoshihito (1879-1926) bestieg unter der Devise “Taisho” (Große Gerechtigkeit) den Thron.
Kaiser Mutsuhito gab seiner Regierungszeit den Namen Meiji (Erleuchtete Regierung) und verlegte die Residenz nach Edo, das, umbenannt in Tokio (östliche Hauptstadt), 1868 Hauptstadt Japans geworden war. Gestützt auf einen Kreis fortschrittlich eingestellter Berater, von denen sich einige zu zeitweiligen Studien ins Ausland (USA und Europa) begaben, setzte er eine Reihe von Reformen durch, die zusammenfassend als die Meijirestauration bezeichnet werden. Die Gesellschaftsordnung, das Rechtswesen, die Verwaltung, die Währung, das Heerwesen und der Kalender (1873 gregorianischer Kalender) wurden modernisiert, die allgemeine Schulpflicht, das neuzeitliche Postwesen, die Eisenbahn sowie weitere technische Neuerungen eingeführt. Dabei stieß die Regierung nur 1877 auf nennenswerten Widerstand. Im etwa acht Monate dauernden Satsuma-Aufstand sammelten sich die Gegner der Reform, Die Reformbewegung gipfelte in der Einführung der maßgeblich von Ito Hirobumi nach preußischem Vorbild ausgearbeitete Verfassung vom 11.02.1889, die Japan formell zur konstitutionellen Monarchie machte. 1890 wurde zwar das Parlament einberufen, doch konnte sich die parlamentarische Regierungsform aufgrund der starken Stellung von konstitutionell zu institutionalisierten Körperschaften wie z.B. dem “Rat der Älteren Staatsmänner” (Genro) nicht durchsetzen. Daneben etablierte sich das Militär als von Exekutive und Legislative unabhängige Gewalt unterhalb der Souveränitätsebene des Kaisers. Außenpolitisch suchte Japan eine Revision der seit 1854 mit den Westmächten geschlossenen ungleichen Verträgen zu erlangen. Diese Verhandlungen zeigten seit 1894 Erfolg, wozu auch Japans militärische Erfolge im Chinesisch-Japanischen Krieg (1894/95) beitrugen. Nach dem Frieden von Shimonoseki vom 17.4.1895 musste China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen, Formosa und die Pescadores abtreten und eine hohe Kriegsentschädigung zahlen; auf die Halbinsel Liaodong mit Port Arthur musste Japan wegen Einspruchs Russlands, Deutschlands und Frankreichs verzichten. 1899 erreichte Japan die Aufhebung der Exterritorialität. 1900 beteiligte sich Japan als gleichberechtigter Partner an der Niederwerfung des Boxeraufstands in China. Nachdem sich Japan 1902 durch das Bündnis mit Großbritannien die diplomatische Rückendeckung gesichert hatte, begann es im Februar 1904 mit dem Überfall auf die russische Flotte in Port Arthur den Krieg gegen Russland, mit dem es seit 1903 wegen der Mandschurei in Verhandlungen stand (Russisch-Japanischer Krieg 1904/05). Der Friede von Portsmouth vom 5.9.1905 ließ Japan zwar ohne finanzielle Kriegsentschädigung, es erhielt aber die russischen Pachtrechte auf das Guangdong-Gebiet mit der südmandschurischen Bahnzone und die Südhälfte von Sachalin. Korea, das es 1905 seinem Protektorat unterstellt hatte, konnte Japan 1910 vollständig annektieren. Gleichzeitig einigte es sich mit Russland über die Aufteilung der Mandschurei in eine (nördliche) russische und eine (südliche) japanische Interessensphäre. So war Japan noch vor dem Ersten Weltkrieg zur Großmacht und zur anerkannten Vormacht in Ostasien geworden. Am 30.7.1912 starb Mutsuhito (genannt Meiji-Tenno) und sein Sohn Yoshihito (1879-1926) bestieg unter der Devise “Taisho” (Große Gerechtigkeit) den Thron.
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